Mit diesem Futter päppeln Sie kranke und schwache Kaninchen auf

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Kaninchen päppeln - mit diesen Futtermitteln legen kranke und schwache Tiere wieder an Gewicht zu

Rührt Ihr Kaninchen das eigene Futter nicht mehr an, ist ein Tierarztbesuch nicht unumgänglich. Vor diesem Besuch darf mit der Zwangsernährung oder dem Päppeln nicht begonnen werden, bevor der Grund für die Nahrungsverweigerung herausgefunden wurde. Häufiger Grund sind Schmerzen aufgrund von Krankheiten und Verdauungsproblemen. Für den Transport zum Tierarzt eignet sich eine Transportbox, die Ihr Kaninchen bei Schmerzen sicher ans Ziel bringt. Diese finden Sie in zahlreichen Ausführungen bei eBay. Der Tierarzt wird dem Kaninchen dann ein Schmerzmittel verabreichen, das die Genesung beschleunigt. Die entsprechende Diagnose des Arztes ist notwendig, um festzustellen, ob der Gewichtsverlust krankheitsbedingt ist oder doch altersbedingt. Bei krankheitsbedingtem Gewichtsverlust wird das Päppeln ohne die entsprechende medizinische Behandlung nur schwer anschlagen. Sehr alte Tiere hingegen verwerten Futter anders als jüngere Tiere, sodass bei energiearmer Kost das Tier plötzlich knochig wirken kann.
Oft muss nach dem Tierarztbesuch nicht gepäppelt werden, da reicht es schon aus, dem Kaninchen gut zu zureden und ihm sein Lieblingsessen in den Käfig zu stellen. Appetitanregende Kräuter wie zum Beispiel Petersilie oder Basilikum können ebenfalls helfen. Gräser, Löwenzahn und andere Wiesenkräuter sollten immer vorhanden sein sowie verschiedene Gemüsesorten und Heusorten. Im Krankheitsfall sind Leckereien wie Erbsenflocken, Kürbiskernen und Sonnenblumenkerne besonders beliebt, bieten nebenbei auch hochwertige Proteine und Fette und dürfen auch in größeren Mengen als üblich verabreicht werden. Ideal für Ihr Kaninchen sind viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Je nachdem wie krank Ihr Tier ist, frisst es den Päppelbrei freiwillig oder muss mit der Spritze gefüttert werden. Die Nahrungsaufnahme auf freiwilliger Basis ist zu bevorzugen. Wichtig ist es, das Gewicht während der Krankheitsphase täglich zu kontrollieren. Es eignet sich dafür eine Küchenwaage, keine Personenwaage. Das Tier sollte so viel Futter zu sich nehmen, dass das Gewicht nicht abnimmt.

In diesen Fällen sollten Sie Ihr Kaninchen aufpäppeln

Im akuten Krankheitsfall kann es dazu kommen, dass Ihr Kaninchen die Nahrungsaufnahme verweigert oder nur wenig Nahrung zu nicht nimmt. Vor allem nach operativen Eingriffen ist es nötig, das Tier zur Aufnahme von Futter zu motivieren oder es paar Tage lang mit Brei zu füttern. Das Päppeln oder das Zwangsernähren wird nötig sein, wenn Ihr Kleintier unter Infektionen oder Kieferabszessen leidet und zu geschwächt ist, um selbst zu fressen oder trotz Schmerzmittelzugabe zu starke Schmerzen hat. Wichtig bei akuter Verstopfung ist es, dass Sie erst Ihr Kaninchen zwangsernähren, wenn die Verstopfung sich gelöst hat und das Tier wieder Kot absetzen kann. Bei Nichtbeachtung kann es zu einer gefährlichen Magenüberladung kommen. Wenn das Tier keine Nahrung mehr selbstständig aufnehmen kann, ist es nötig, das Kaninchen zwangsweise mit Nahrung zu versorgen. Wird teilweise noch selbstständig gefressen, muss nur dann zugefüttert werden, wenn das Tier schnell an Gewicht verliert. Wird ein Kaninchen, das noch selbst versucht zu fressen, dennoch zwangsernährt, kann es zu einer totalen Futterverweigerung führen. Achten Sie auch darauf, dass Ihrem Kaninchen ständig Wasser zur Verfügung gestellt wird. Praktisch ist eine Trinkflasche, die am Käfig angebracht wird.

Gründe, warum Ihr Haustier aufgepäppelt werden muss

Die Verdauung des Kaninchens funktioniert anders, als beim Menschen. Durch die gering vorhandene Muskulatur wird der Nahrungsbrei nur unzureichend durch den Darm transportiert. Eine gleichmäßige Darmpassage der Nahrung wird nur durch eine ständige Futterzufuhr garantiert. Nimmt das Kaninchen über einen längeren Zeitraum keine Nahrung auf, auch wenn es nur ein Tag ist, kann es zu verschiedenen Darmproblemen kommen. Der Speisebrei im Darm wird nicht weiter transportiert und beginnt zu gären, es kommt zu Aufgasungen im Darm. An anderen Stellen kollabiert der Darm und fällt zusammen, sodass die Verstopfung die Folge ist und es im schlimmsten Fall zum Darmverschluss kommt. Daher ist eine ständige Zufuhr von Rohfaser auch bei Krankheiten unerlässlich um einen intakten Darm zu gewährleisten. Ein weiterer und wichtiger Aspekt ist die Zufuhr von Nährstoffen. Kaninchen besitzen einen schnellen Stoffwechsel, bei zu geringer Einnahme von Nahrung kommt es schnell zu Mangelerscheinungen, die sich zuerst in einer Gewichtsabnahme sichtbar macht. Nicht nur der Kohlenhydratmangel schwächt das Tier, sondern schon nach zwei bis drei Tagen ohne ausreichende Nahrung kommt es zum Proteinmangel, der die Muskelmasse abbaut. Das Kaninchen verliert Gewicht und wird schwächer, sodass es sich kaum auf den Beinen halten kann. Dabei wird auch die Muskelmasse am Herzen abgebaut, was auch passiert, wenn sich Ihr Kaninchen einseitig ernährt und nicht ausreichend Protein und Fett zugeführt bekommt.

Dieses Futter ist zum Päppeln geeignet

Wenn Ihr Kaninchen krank wird, hört es auf zu fressen. Fangen Sie am besten damit an, Ihrem Haustier sein Lieblingsessen anzubieten und gut zuzureden. Für die Zwangsernährung und das Päppeln eignen sich verschiedene Möglichkeiten. Eine radikale Futterumstellung ist im Krankheitsfall zu vermeiden. Bei eBay können Sie beispielsweise Herbi Care Plus käuflich erwerben. Das Mittel ist sehr zu empfehlen, da es in erster Linie Gräser, aber auch Getreide enthält. Dieses Päppelmittel lässt sich gut durch normale Spritzen aufziehen und ist somit leicht zu verabreichen. Dieses Mittel ist von der Zusammensetzung sehr gut auf die Bedürfnisse kranker Kaninchen zugeschnitten.

Ein weiteres beliebtes Päppelmittel ist Critical Care. Es ist etwas grober und lässt sich deshalb mit einer normalen Spritze nur schwer verabreichen. Timotheegras ist einer der Bestandteile sowie Getreide, Soja und Melasse. Daher ist es für Tiere, die sonst kein Trockenfutter bekommen, besser geeignet. Von Tierärzten wird es oft empfohlen und diese haben es auch meistens vorrätig, da dieses Mittel auch längerfristig den Bedarf der Tiere deckt.

Diese Futtermittel bestehen aus Trockenpulver, das mit warmem Wasser angerührt wird. Geschmacklich sind sie unterschiedlich und nicht jedes Tier mag jeden Päppelbrei. Daher ist es sinnvoll, verschiedene Breiarten auszuprobieren, um zu testen, welcher Brei dem Kaninchen schmeckt. Grundsätzlich sind alle Nährstoffe im Brei vorhanden, die Ihr krankes Tier benötigt.

Es gibt noch diverse andere Pulver, die zum Aufpäppeln geeignet sind. Rohfaserpulver beispielsweise besteht aus gemahlenen Gräsern und Getreide. Dieses Pulver lässt sich mit Wasser anreichern und so zu einem Brei zusammenrühren. Einige Tiere mögen den Brei nicht, in diesem Fall muss man testen, welcher Brei das Kaninchen bevorzugt. Füttert man das Tier mittels Rohfaserpulver-Breis, sollte der Rohfasergehalt von mindestens 14 Prozent nicht unterschritten werden. Die Menge des Breis hängt vom Gewicht des Tieres ab, aber genaue Hinweise erhält man auf den Verpackungen.

Gern angenommen von einem Kaninchen werden püriertes Obst oder Gemüse, wie man es in Babybrei findet. Rohe Kartoffeln sind für Kaninchen durch den hohen Stärkegehalt dagegen überhaupt nicht geeignet. Lediglich geschält und gut ohne Salz gekocht lassen sich Kartoffeln in geringen Mengen verfüttern. Es sollte dennoch eine Ausnahme für Kaninchen sein, die schnell zu viel Gewicht verloren haben.

Selbst hergestelltes Futter für die Zwangsernährung

Sollte das kranke Tier die Fertigmischungen nicht mögen, können diese ergänzt werden. Zusatzfreie Heu- oder Kräuterpellets in Kamillentee oder Brennesseltee aufgeweicht werden gern genommen. Pellets, getrocknetes Gemüse und Trockenkräuter können in einer Mühle oder mit dem Stabmixer klein gemahlen werden und mit Tee aus Heu zu einer dünnflüssigen Masse aufgerührt werden. Ist Ihr Kaninchen an ein bestimmtes Trockenfutter gewöhnt, können Sie dieses ebenfalls klein mahlen und in die Mischung geben. Der selbst hergestellte Brei kann mit etwas Möhrenpulver und einem Tropfen Sab Simplex angereichert werden. Jeden Brei sollten Sie handwarm verfüttern. Bei eBay erhältliches Heufutter sowie frische Kräuter und Gräser können den Appetit anregen.

Die richtige Methode zur Zwangsernährung

Eine einfache und empfehlenswerte Methode ist die Spritze, bei der man die Spitze abschneidet. Damit können Sie genau eine Maulfüllung Brei in das Mäulchen geben. Sollte der Brei nur schwer durch den Hals gedrückt werden, weiten Sie diesen mit einem heißen Draht. Die Spitze der Spritze wird seitlich hinter die Nagezähne des Kaninchens ins Mäulchen gesteckt. Achten Sie darauf, dass sich Ihr krankes Kaninchen nicht am Päppelbrei verschluckt. Entleeren Sie die Spritze immer durch Druck mit dem Handballen und nicht mit dem Daumen. Bei Tieren, die sich stark wehren, kann dies ein Problem werden. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, das Tier zu fixieren. Zum einen haben Sie die Möglichkeit, das Kaninchen in eine Decke zu wickeln und das Hinterteil des Tieres gegen die Brust zu drücken, dann mit der linken Hand den Kopf fixieren und mit der rechten Hand die Spritze einführen. Sollte der Brei wieder herauskommen, sollten Sie ihn nochmals vorsichtig tiefer seitlich ins Maul einschieben. Das Tier muss dabei in natürlicher Haltung und nicht zu senkrecht gehalten werden und darf auf keinen Fall auf dem Rücken liegen. Achten Sie darauf, dass auch nicht zu viel Brei ins Maul gelangt. Nach jedem Schluck eine Pause machen, damit das Tier atmen kann. Füttern Sie Ihr Tier auch auf dem Boden, da Stürze schnell zu Knochenbrüchen führen, wenn es sich zu sehr wehrt und Sie es nicht halten können.

Die richtige Menge ist wichtig für Ihr Haustier

Ihr Kaninchen sollte alle drei Stunden gefüttert werden, in kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt. Ideal wäre insgesamt 1/20 des Körpergewichts an Päppelbrei. Der Brei sollte immer frisch zubereitet werden, da man ihn schlecht im Kühlschrank aufbewahren kann. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten, da das Tier nicht selbstständig und regelmäßig trinkt. In diesem Falle sollten Sie ihm Wasser, Kamillentee oder Heutee geben. Kaninchen sind dämmerungsaktive Tiere, die vorwiegend abends essen wollen. Daher müssen sie auch bei der Zwangsernährung abends mit größeren Portionen gefüttert werden als tagsüber.

Die Darmflora des Kaninchens

Die Darmflora des Kaninchens wird durch die Zwangsernährung und die unzureichende Nahrungsaufnahme sehr stark belastet. Um das Gleichgewicht der Darmflora aufrechtzuerhalten, können verschiedene Präparate genommen werden. Der Tierarzt empfiehlt häufig Bird Bene Bac. Dieses Gel oder Pulver besteht aus gefriergetrockneten Bakterien, die der Darmflora helfen, sich wieder zu regulieren. Alternativ kann auch Omniflora N eingeführt werden. Der Inhalt dieser Kapseln wird in Wasser aufgelöst. Auch dieses Mittel erhalten Sie bei eBay.

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