Mit dem richtigen Grill in die Grillsaison starten

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So finden Sie den richtigen Grill

Welcher Grill ist der Richtige für Sie?

Grillen hat in Deutschland im Sommer Hochkonjunktur. Man trifft sich im Hof, auf dem Balkon, im Park oder im Freibad zu geselliger Runde. Doch bevor es losgehen kann, sollte man sich einige Gedanken zum richtigen Grill machen. Zu den wichtigen Fragen, die bereits im Vorfeld geklärt werden sollten, gehören unter anderem:

  • Wird der Grill überwiegend zuhause genutzt oder eher unterwegs, zum Beispiel im Park?
  • Soll der Grill ein echtes Feuer haben?
  • Was darf das Gerät kosten?

All diese Punkte spielen bei der Entscheidung für den richtigen Grill eine wichtige Rolle. Wie Sie den richtigen Grill für Ihre Bedürfnisse finden und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Grillsysteme haben, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Jetzt können Sie online die zu Ihrem Grill passenden Gartenmöbel kaufen. Wenn Sie sich keinen neuen Grill anschaffen möchten, können Sie bei eBay auch die passenden Grill Ersatzteile bestellen.

Holzkohlegrill - der Klassiker unter den Grills

Der Klassiker unter den Grillsystemen ist und bleibt für die Deutschen der Holzkohlegrill, der mit Kohle oder Briketts befeuert werden kann. Bei diesem Grilltyp wird das Grillgut auf einem Rost direkt über dem Feuer gegart und erhält so das charakteristische rauchige Grillaroma. Bei Temperaturen von über 250 Grad bleibt der Saft im Grillgut eingeschlossen und es bildet sich die typische Grillkruste. Der Vorteil eines solchen Grills liegt aber nicht nur im typischen Grillgeschmack von Würstchen und Koteletts. Holzkohlegrills lassen sich unkompliziert transportieren und sind deswegen auch bei einer spontanen Grillparty im Park problemlos einsetzbar. Außerdem sind Holzkohlegrills nahezu überall in verschiedenen Ausführungen bereits recht preiswert erhältlich.

Worauf Sie beim Kauf eines Holzkohlegrills achten sollten

Wer bei einem Holzkohlegrill Wert auf Qualität legt, der sollte darauf achten, dass der Rahmen aus rostfreiem Edelstahl besteht. Dieses Material hält auch vergleichsweise starke Beanspruchung aus, und auch die Optik leidet bei einem Edelstahlrahmen im Dauereinsatz kaum. Für den optimalen Grillgenuss ist es wichtig, dass der Grillrost auf verschiedene Höhenstufen eingestellt werden kann. So kann die Garzeit beschleunigt oder verlangsamt werden und es können verschiedene Fleischsorten optimal gegart werden. Praktisch, aber kein Muss sind Holzkohlegrills, die insgesamt höhenverstellbar sind. So kann man ohne Rückenschmerzen und sogar im Sitzen grillen. Ebenfalls optional: Manche Modelle verfügen über eine herausziehbare Aschenschublade. Der Vorteil dieser Vorrichtung: Der Grill lässt sich vergleichsweise leicht sauber machen. Darüber hinaus kann über eine solche Schublade auch die Luftzufuhr zur Kohle und damit die Temperatur des Grills geregelt werden.

Grillkamine

Neben dem transportablen Holzkohlegrill gibt es auch sogenannte Grillkamine, deren Grillprinzip das gleiche ist wie bei einem Holzkohlegrill. Allerdings sind Grillkamine nicht transportabel, da sie aus Betonwerksteinen gefertigt sind. Grillkamine werden fest im Garten aufgebaut. Da sie witterungsbeständig sind, brauchen sie auch im Winter nicht abgebaut zu werden, sondern können das ganze Jahr installiert bleiben. Anders als der Holzkohlegrill können Grillkamine nicht nur mit Kohle, sondern auch mit Holz befeuert werden, was einem Grillabend zusätzlich eine schöne Lagerfeuerromantik verleiht.

Der Kugelgrill

Neben den handelsüblichen Holzkohlegrills gibt es auch den sogenannten Kugelgrill. Dieser folgt dem Funktionsprinzip des herkömmlichen Holzkohlegrills, verfügt aber zusätzlich über eine Haube, die beim Grillen teilweise oder auch ganz über den Grillrost gezogen werden kann. Zum einen hat dies den Vorteil, dass der Rauch, der beim Grillen mit Kohle oder auch Holz zwangsläufig entsteht, mithilfe des Deckels in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann. So gibt es keine Klagen vom Nachbarn.
Ein weiterer Vorteil des Kugelgrills besteht darin, dass mit ihm auch indirektes Grillen möglich ist. Während beim direkten Grillen Fleisch, Gemüse und Fisch über den glühenden Kohlen gegrillt werden, wird bei der indirekten Grillmethode der Deckel des Kugelgrills komplett geschlossen. Der geschlossene Deckel reflektiert die Hitze, und so entsteht heiße Luft. Das Grillgut wird ähnlich wie in einem Ofen gegart, nimmt aber trotzdem das beliebte typische Grillaroma an. Vor allem für Fleisch mit einer längeren Garzeit – beispielsweise größere Fleischstücke – eignet sich diese Grillmethode besser als das direkte Grillen. Für ein optimales Grillergebnis verfügen Kugelgrills der höheren Qualitätsstufe über eine Stellschraube oder einen Regler, mit dem bei geschlossenem Deckel die Belüftung und damit die Temperatur innerhalb des Grills eingestellt werden kann. Diese ist deutlich niedriger als bei direktem Grillen und erreicht selten mehr als 200 Grad.

Entscheidet man sich für den Kauf eines Kugelgrills, sind auch hier einige Dinge zu beachten. So sollte man beispielsweise vorher den Durchmesser des Grills ausmessen, um zu sehen, wie viel Platz für das Grillgut bleibt. Ein Durchmesser von 60 bis 70 Zentimetern reicht für eine normale Grillparty in der Regel völlig aus. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass ein Kugelgrill sehr stabil steht, denn er hat lediglich drei Standbeine.

Grillen mit Gas oder Strom

Für wen ein echtes Feuer beim Grillen nicht so wichtig ist, der kann auf eine elektrische oder eine gasbetriebene Grillvariante zurückgreifen, ohne auf das rauchige Grillaroma verzichten zu müssen. Beide Grillsysteme haben den Vorteil, dass sie auch innerhalb geschlossener Räumen betrieben werden können und damit auch dann einsatzbereit sind, wenn Wetter oder Nachbarn das Grillen im Garten nicht zulassen. Allerdings haben beide Grillsysteme auch einen Nachteil: Anders als die traditionellen Holzkohlegrills sind Gas- oder Elektrogrills relativ schwer zu transportieren. Außerdem benötigen sie immer einen Stromanschluss oder Gaskartuschen zum Betrieb. Für eine spontane Grillparty im Park sind diese beiden Varianten also weniger geeignet. Eine Ausnahme bilden lediglich vergleichsweise kleine Gasgrills, die speziell für den Einsatz beim Campen oder Angeln entwickelt wurden und sich damit auch leichter transportieren lassen als die herkömmlichen Gasgrills. Die Grillroste dieser Modelle sind allerdings in der Regel relativ klein und eignen sich höchstens für ein oder zwei Personen. Größere Grillpartys lassen sich mit diesen kleinen Geräten nicht bestreiten.

Worauf ist bei einem Gasgrill zu achten

Um einen Gasgrill spontan und jederzeit nutzen zu können, sollte man immer eine ausreichende Anzahl an Gaskartuschen vorrätig haben. Diese können problemlos und ohne großen Aufwand gelagert und ebenso problemlos an den Grill angeschlossen werden. Die Gaskartuschen gibt es in verschiedenen Standardgrößen, beispielsweise in Flaschen mit fünf oder elf Kilogramm Inhalt. Ist die Gaskartusche angeschlossen, ist der Gasgrill auf Knopfdruck in wenigen Minuten einsatzbereit. Mindestens bei der ersten Inbetriebnahme des Grills sollte man die Gebrauchsanweisung genau studieren. Anders als bei anderen Grillsystemen lässt sich bei einem Gasgrill die Grilltemperatur sehr genau regeln, sodass die Garzeit sehr fein eingestellt werden kann. Sehr hochwertige Gasgrills verfügen zusätzlich über einen sogenannten Seitenkocher. Damit lassen sich während des Grillens unter anderem Saucen oder Beilagen vorbereiten. Wer beim Grillfleisch Wert auf die zünftige Grillmarkierung legt, der erreicht dies mit einem Zusatzbrenner am Gasgrill. Damit eignet sich ein Gasgrill auch für Gourmets, die dem Grillen sonst vielleicht nicht allzu viel abgewinnen können.

Grillen ohne Feuer - der Elektrogrill

Neben dem Gasgrill ist der Elektrogrill eine weitere Variante, um beim Grillen ohne Feuer, Holz und Kohle auszukommen – auch wenn für „echte“ Grillfans ein Elektrogrill ein absolutes Tabu darstellt. So wie Gasgrills gibt es auch Elektrogrills in verschiedenen Varianten und Größen. Da der Elektrogrill nicht mit Akkusystemen arbeitet, muss bei dieser Art von Grillsystem zwangsläufig immer eine Steckdose in der Nähe sein. Damit kann der Elektrogrill nur in einem vergleichsweise kleinen Radius eingesetzt werden und fällt für den Einsatz beim Angeln ebenso aus wie bei der spontanen Grillparty im Innenhof oder Park. Trotzdem bietet der Elektrogrill auch einige Vorteile. Ähnlich wie der Gasgrill ist auch der Elektrogrill in wenigen Minuten einsatzbereit und niemand muss darauf warten, dass die Holzkohlen endlich auf Betriebstemperatur sind. Durch den Strom werden im Elektrogrill, je nach Modell, entweder Steine oder ein Ceranfeld erhitzt, die dann für die notwendige Betriebstemperatur sorgen. Ebenfalls im Unterschied zum Holzkohlegrill wird der Grillrost bei einem Elektrogrill gleichmäßig beheizt. Daher kann man bei einem Elektrogrill deutlich besser einschätzen, wann das Fleisch servierfertig ist und den verschiedenen Grillwünschen von „medium“ bis „well done“ lässt sich deutlich besser gerecht werden.

Weitere Vorteile des Elektrogrills

Ein weiterer Vorteil des Elektrogrills: Das Grillen ist mit diesem System gesünder. Da bei einem Elektrogrill weder Kohle noch Grillanzünder zum Einsatz kommen, entstehen auch keine krebserregenden Stoffe. Auch die Tatsache, dass beim Grillen mit einem Elektrogrill das Fett in eine Auffangschale und nicht auf die Heizstäbe tropft, vermeidet gefährliche oder gesundheitsschädliche Dämpfe. Gleiches gilt für das Aufwirbeln von Asche, die sich bei einem Holzkohlegrill beispielsweise auf dem Grillgut niederschlagen kann. Asche trägt zwar zum zünftigen Grillfeeling bei, ist aber in größeren Mengen gesundheitsgefährdend. Da bei einem Elektrogrill, wie auch bei einem Gasgrill, keine Asche anfällt, ist diese Gefahr bei diesen beiden Grillmethoden gebannt. Darüber hinaus kann man mit einem Elektrogrill Fleisch deutlich fettärmer zubereiten als mit anderen Grillsystemen oder in der Pfanne. Und ein weiterer Pluspunkt: Auch vom ökologischen Standpunkt her schneidet ein Elektrogrill am besten ab, da die Energieeffizienz deutlich höher ist als bei einem herkömmlichen Holzkohlegrill.

Welcher Grill soll es sein?

Für welchen Grill man sich letztendlich entscheidet, ist nicht nur eine Glaubensfrage, sondern hängt auch von den äußeren Gegebenheiten ab. Um den richtigen Grill für die eigenen Bedürfnisse zu finden, ist es also zunächst einmal notwendig, das eigene Grillverhalten zu analysieren. Danach kann man sich im Internet oder bei einem Fachmann über die verschiedenen Grills mit ihren Vor- und Nachteilen informieren und sich dann entscheiden. Noch besser: Man leiht sich die unterschiedlichen Grills bei Nachbarn und Freunden aus und probiert selbst aus, welcher Grill sich am besten handhaben lässt und wo der Geschmack – und letztlich auch der Preis – stimmt. Denn Probieren geht immer noch über Studieren – und das gilt auch und vor allem in Sachen Grillsysteme.

 

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