Mit blühenden und immergrünen Sträuchern Akzente im Garten setzen

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Blühende und immergrüne Sträucher: eine echte Bereicherung in der Gartengestaltung

Sträucher erfüllen im Garten unterschiedliche Aufgaben. Je nach Art und Größe dienen immergrüne Gehölze als natürlicher Wind- oder Sichtschutz. Blütesträucher sind zudem eine echte Augenweide und Beerensträucher präsentieren in den Sommer- und Herbstmonaten köstliche Früchte. Das Angebot an passenden Pflanzen ist groß und wer bei der Auswahl einige Punkte beachtet, kann sich schon bald über ein abwechslungsreiches Ensemble freuen. Hier erfahren Sie, wie Sträucher Ihren Garten beleben können und was Sie beim Kauf und der Pflege beachten sollten.

Die richtigen Sträucher für den Garten finden

Bevor es ans Pflanzen der Sträucher geht, sollten Sie sich überlegen, welche Kriterien die Gehölze erfüllen sollen. Steht der Sichtschutz durch eine Hecke im Vordergrund, sind immergrüne Sträucher eine sehr gute Wahl, da sie in der kalten Jahreszeit kein Laub verlieren und blickdicht bleiben. Wollen Sie Ihre Hecke mit verschiedenen Pflanzenarten gestalten, lohnt sich ein Blick auf die Schnittverträglichkeit der einzelnen Arten. Denn einige Sträucher wie Kirschlorbeer oder Schneeball reagieren mitunter empfindlich darauf, wenn ihre Triebe regelmäßig stark zurechtgestutzt werden. Dagegen sind Buchsbaum oder Liguster in dieser Hinsicht äußerst robust und nehmen auch radikale Rückschnitte oder das Formen von Figuren nicht übel. Auch der Nährstoffbedarf der einzelnen Büsche ist sehr unterschiedlich. Zudem vertragen sie in der Regel ein Über- bzw. Unterangebot an Nährstoffen sehr schlecht. Solche Pflanzen sehen kränklich aus, wachsen kaum und gehen im schlimmsten Fall sogar ein. Daher empfiehlt es sich, vor dem Kauf der Gewächse eine Bodenuntersuchung zu machen. Diese Analyse des Erdreichs im Garten gibt Ihnen wichtige Hinweise zur richtigen Düngung ihrer Sträucher und ist auch ein Gewinn für die richtige Pflege der übrigen Gartenpflanzen. Diese Bodenuntersuchung können Sie von einem Fachmann durchführen lassen. Dazu müssen Sie von verschiedenen Stellen des Gartens Erdproben entnehmen und an ein spezielles Labor schicken. Es gibt jedoch auch Methoden, anhand derer Sie die Bodenqualität im Garten selbst bestimmen können.

Die Gartenerde unter der Lupe - Bodenuntersuchung selbst gemacht

Die Hauptkriterien des Bodens für optimales Pflanzenwachstum im Garten sind sein PH-Wert, seine Dichte und der Nährstoffgehalt. Wer sich eine teure Bodenanalyse sparen möchte, kann anhand einiger einfacher Tests einiges über den späteren Standortes seiner Gartensträucher erfahren. Schon der Pflanzenbewuchs auf der betreffenden Stelle verrät Ihnen vieles über die Art des Erdbodens. Je nach Säuregehalt und Dichte des Erdreichs siedeln sich dort andere Pflanzen an. Moos ist zum Beispiel ein Zeichen für saures Erdreich, also einen eher niedrigen PH-Wert. Dagegen fühlen sich Pflanzen wie Klee auf basischem Boden mit hohem PH-Wert besonders wohl. Um den PH-Wert des Erdreichs genau bestimmen zu können, gibt es bei eBay sogenanntes Indikatorpapier. Es zeigt anhand seiner Verfärbung an, ob der Boden eher sauer oder basisch beschaffen ist. Entsprechend dieser Informationen können Sie die Gartenerde anschließend aufbereiten. Gegen einen zu niedrigen PH-Wert hilft beispielsweise das Einarbeiten von Kalk. Neben der PH-Wert-Bestimmung können Sie auch eine Erdprobe in die Hand nehmen und zwischen den Fingern verreiben. Bröselt die Erde schnell und relativ trocken auseinander, ist das ein Indiz für einen recht sandhaltigen Boden. Ist die Konsistenz des Erdreichs eher cremig bis schmierig, deutet dies auf einen lehmhaltigen Untergrund hin. Sandige Böden können mit geeigneten Zusätzen wie Ton-Mineralien aufgebessert werden, während sich bei lehmigen Arten das Anreichern mit Mulch oder Kompost empfiehlt, um die Bodenstruktur zu verbessern.

Sonne oder Schatten – der geeignete Standort für die Gartensträucher

Achten Sie beim Pflanzen Ihrer Gehölze auch auf den richtigen Standort. Einige Pflanzen wie Rhododendron, Schneeball oder Kamelie vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung und sind eher Halbschattengewächse. Andere wie der Schmetterlingsflieder oder Jasmin fühlen sich gerade in der prallen Sonne so richtig wohl. Auch die Schattenseiten des Gartens sind nicht ganz einfach zu begrünen, da dort das Angebot an Schatten für viele Arten zu groß ist. Hier können Sie zum Beispiel erfolgreich Sträucher wie Eibe, Seidelbast oder Kornelkirsche ansiedeln. Auch Alpenjohannisbeere und Ranunkel fühlen sich an schattigen Nordseiten wohl. Aber Vorsicht: Eibe, Alpenjohannisbeere und Seidelbast sind äußerst giftig.

Bei der Standortplanung spielt auch die Größe der ausgewachsenen Gehölze eine große Rolle. Zu hoch wachsende Arten sind oftmals unerwünscht, da sie sehr viel Platz einnehmen und zudem Schatten auf das Grundstück werfen können. Dagegen sind schnell und hoch wachsende Sträucher bei Hecken gerne gesehen. Viele Ziersträucher sind heute in niedrig wachsenden Arten erhältlich. Diese Gehölze eigenen sich hervorragend als Umrandung für Teichanlagen, Sitzgruppen oder als Kübelpflanzen auf Terrassen und Balkonen.

Buntes Grün und Blütesträucher – da kommt Farbe in den Garten

Soll Ihr Garten in ein duftiges Blütenmeer getaucht werden, sind buntblättrige Grünpflanzen und Blütesträucher die richtige Wahl. Achten Sie bei der Zusammenstellung der Gehölze darauf, wann die einzelnen Arten blühen. Manche beginnen schon zeitig im Frühjahr, andere im Früh- oder Hochsommer und wieder andere Sorten entfalten erst im Herbst ihre volle Blütenpracht. Wenn Sie diese Sträucher geschickt mischen, haben Sie über die gesamte Gartensaison hinweg stets mindestens einen blühenden Blickfang im Garten. Einige Sträucher wie die Zaubernuss oder der Winter-Schneeball blühen sogar im Winter. Mit diesen Pflanzen im Garten können Sie mitten in Eis und Schnee ein echtes Highlight zaubern und sich Jahr für Jahr erneut über diese frühen Frühlingsboten freuen.

Wer statt Blüten lieber auf grünblättrige Sträucher setzt, braucht deswegen auf Farbe nicht zu verzichten. Durch viele interessante Züchtungen werden Ziersträucher heute mit mehrfarbigen oder buntlaubigen Blättern angeboten. Eine Mischung aus diesen Gehölzen besticht durch ihre schlichte Schönheit. Die buntlaubigen Arten kommen durch das Zusammenpflanzen mit einfarbig grünen Sorten besonders schön zur Geltung. Interessante Akzente setzen auch Ziersträucher mit außergewöhnlichen Blatt- oder Astformen sowie aromatischen Duftnoten.

Bodendecker oder Augenweide: verschiedenen Aufgaben der Gartengehölze

Obengenannte Gehölze berauschen die Sinne durch betörende Düfte und bunte Farben. Dazu kommen noch kleinwüchsige Wild- und Ziersträucher, die Sie auf Hängen, in Beeten und im Steingarten sehr schön als Bodendecker nutzen können. Dazu gehören Arten wie Kriechwacholder, Purpurbeere, Sommerspiere oder der Fingerstrauch. Durch den bodennahen, dichten Wuchs wird das Sprießen Unkraut stark reduziert. Mit diesen Decksträuchern wird Ihr Garten daher besonders pflegeleicht.

Eine weitere beliebte Gruppe von Gartengehölzen ist die der Beeren- und Obststräucher. Um in den Genuss dieser Köstlichkeiten aus eigenem Anbau zu kommen, müssen Sie Ihren Garten nicht gleich komplett zu einem Nutzgarten umgestalten. Für den frischen Snack zwischendurch reichen meist schon einzelne Gehölze aus. Oder Sie gestalten ein sonniges Eckchen für diese Naschereien um. Viele Sorten werden extra kleinwüchsig gezüchtet und nehmen daher nur wenig Platz weg. Auch auf dem Balkon können Sie solch eine Fruchtoase ganz einfach ansiedeln. Rankende Erdbeersträucher passen wunderbar in eine Blumenampel, Heidelbeeren und Cranberries wachsen ausgezeichnet im Balkonkasten und für den kleinen Obstbaum ist im Pflanzkübel ausreichend Platz. Kombiniert mit ein paar blühenden Gehölzen und Stauden verwandeln die beliebten Obststräucher auch Terrasse und Gartenlaube im Handumdrehen zu einem Ort der Ruhe und Entspannung. Neben den Klassikern wie Erdbeere, Himbeere oder Johannisbeere gibt es heute auch zahlreiche exotische Arten mit wohlschmeckenden Früchten zu kaufen. Dazu gehört die neuseeländische Kiwi ebenso wie die Kaki oder die Goji-Beere aus China.

Wildsträucher – der Garant für Artenreichtum im Garten

Wenn Sie es natürlich mögen und sich über viele Singvögel im Garten freuen, sollten Sie einheimische Sträucher wählen. Denn die Blüten und Blätter dieser Gehölze werden von zahlreichen Insekten als Nahrungspflanzen bevorzugt, was wiederum viele heimische Vogelarten anlockt. Auch die Beeren der heimischen Sträucher sind beliebte Futterpflanzen für sie. Um den Vögeln und anderen kleinen Wildtieren einen attraktiven Unterschlupf zu bieten, können Sie zum Beispiel einen Teil Ihrer Hecke mit einheimischen Gewächsen wie Sanddorn, Schlehe, Haselnuss, Hainbuche oder Weißdorn gestalten. Gerade die dornigen Arten bieten den Vögeln zusätzlichen Schutz vor Fraßfeinden wie Raubvögeln, Mardern oder Katzen. Der Vorteil für Sie: Viele Vögel im Garten helfen mit, lästige Raupen und andere Schädlinge auf den Pflanzen zu bekämpfen.

Guter Start von Anfang an – so pflanzen Sie Sträucher richtig ein

Standortwahl und Bodenvorbereitung sind zwar wichtige Faktoren, damit sich der neue Strauch in Ihrem Garten wohlfühlen kann, doch ob und wie das Gehölz anwächst, entscheidet sich meist schon bei der Pflanzung. Am schonendsten gelingt der Einzug in den Garten im Herbst. In dieser Jahreszeit ist es schon recht kühl, die Pflanzen benötigen nur noch wenig Nahrung und schalten zunehmen in den Energiespar-Modus. Das Frühjahr ist ebenfalls eine gute Zeit zum Ein- und Umsetzen von Pflanzen, allerdings sollte der Boden schon richtig aufgetaut, frostfrei und bis in tiefere Schichten warm sein. Weniger gut geeignet ist der Sommer. Die hohen Temperaturen und der große Wasserbedarf machen frisch gepflanzten Gehölzen sehr zu schaffen. Für empfindliche Sorten ist der Umzug im Sommer eine zu große Belastung, sodass sie trotz aller Bemühungen eingehen.

Haben Sie einen guten Standort gefunden, graben Sie dort ein Loch, doppelt so groß wie der Wurzelballen. Stellen Sie die Pflanze mittig hinein, entfernen Sie den Pflanzcontainer und füllen Sie das Loch mit der ausgehobenen Erde wieder auf. Beigemischter Kompost sorgt dabei gleich zu Beginn für eine ausreichend große Nährstoffzufuhr. Nun noch die lose Erde vorsichtig antreten, damit das Gewächs einen sicheren Halt hat und ausreichend gießen.

Fazit

Sträucher bilden von ihrer Wuchshöhe her das Bindeglied zwischen Blumen und Bäumen. Durch die große Anzahl verschiedener Arten und Größen bieten Gehölze vielseitige Nutzungsmöglichkeiten vom effektiven Bodendecker über blühende Verzierung bis hin zum schmackhaften Obst-, Nuss- und Beerenspender. Das Pflanzen von Sträuchern ist nicht schwer, wenn Sie dabei die Vorlieben der Pflanzen bezüglich Standort und Bodenbeschaffenheit beachten. Eine Heckenanlage aus einheimischen Sträuchern kommt dabei besonders den Vögeln als Lebensraum und Futterquelle zu Gute.

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