Mit alten Ferngläsern die Sammelleidenschaft neu entdecken

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Mit alten Ferngläsern die Sammelleidenschaft neu entdecken

Antike Ferngläser zum Sammeln und Bewundern finden

Ob bei der Jagd, bei der Beobachtung seltener Vögel und anderer Tiere oder beim Besuch eines Opernabends – Ferngläser dienen den Menschen schon seit Jahrhunderten dazu, intensivere Einblicke in so manchen Bereich zu erlangen. Bereits im neunzehnten Jahrhundert nutzte man die Vorläufer unserer heutigen Ferngläser dazu, Gegenstände zu betrachten, die sich in einiger Entfernung befanden. Hierbei handelte es sich zu Beginn vor allem um Monokel, also Sehhilfen, die für die Benutzung mit einem Auge ausgelegt waren. Kurz darauf kamen aber auch die klassischen Ferngläser in Mode und wurden um das Jahr 1900 herum beispielsweise von dem Unternehmen M. Hensoldt & Söhne in Wetzlar hergestellt. Wenn Sie auch zu denjenigen gehören, die sich für antike Gegenstände im Allgemeinen und für antike Ferngläser im Besonderen interessieren, dann sollten Sie sich unbedingt die Angebote ansehen, die es unter anderem bei eBay immer wieder in zahlreichen Varianten gibt. Hier entdecken Sie sicherlich so manches Liebhaberstück, das selbst heute noch hervorragende Dienste leisten kann.

Da die Vielfalt der historischen Ferngläser, die heute am Markt erhältlich sind, sehr groß ist, fällt die Auswahl mitunter schwer. Aus diesem Grund finden Sie im Folgenden einen praktischen Einkaufsratgeber, der Sie über die grundlegenden Besonderheiten antiker Ferngläser informiert. Hier erfahren Sie unter anderem mehr über die unterschiedlichen Modellvarianten wie Operngläser oder Feldstecher, Sie können sich über traditionsreiche Fernglas-Marken informieren und nicht zuletzt einen Überblick über die Gestaltungsvarianten von und das Zubehör für Ferngläser verschaffen. Eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Kaufentscheidung vorzubereiten und dann mit einem guten Gefühl die richtige Wahl zu treffen.

Die Einsatzbereiche historischer Ferngläser entdecken

Wenn Sie sich zum Kauf eines „neuen alten“ Fernglases entschieden haben, sind als nächstes verschiedene Fragen zu klären. Dazu gehört unter anderem die Frage, um welches Modell eines Fernglas es sich handeln soll. Besonders bedeutsam ist diese Frage, wenn Sie das Fernglas nach dem Kauf wieder zu neuen Ehren bringen möchten, indem Sie es für sich selbst in Betrieb nehmen. Aber auch wenn Sie sich zu den begeisterten Sammlerinnen und Sammlern optischer Geräte zählen, werden Sie bestimmte Modelle präferieren. Vielleicht fehlt Ihnen beispielsweise noch ein historisches Opernglas oder ein antiker Feldstecher.

Antike Jagdferngläser für die erfolgreiche Jagd

Eine sehr gebräuchliche Art des Fernglases ist das traditionelle Jagdfernglas. Auch wenn ein antikes Jagdfernglas nicht alle Funktionen bieten kann, wie ein aktuelles Modell aus der letzten Saison, so werden Sie doch auch hier bereits von den Vorzügen der Spezialisierung profitieren. Hier ist die komplette Konzeption des Fernglases auf die Bedürfnisse eines Jägers bei der Jagd ausgerichtet. Diese Kundengruppe stellt ohne Zweifel ganz besondere Ansprüche an ihre Ausrüstungsgegenstände. Ferngläser für Jäger müssen auch bei niedrigen Temperaturen einsatzbereit sein, sie müssen Beeinträchtigungen wie Regen, Schnee oder Nebel standhalten und sie müssen selbstverständlich mit einer sehr präzisen Optik glänzen. Je nachdem, wie der Jäger gerne jagt, muss auch das Fernglas gewählt werden. Hier gibt es ganz unterschiedliche Vorlieben und Anforderungen.

Auf die Vergrößerung kommt es an

Wer auf der Jagd vor allem auf der Pirsch ist, kommt in der Regel mit einer achtfachen Vergrößerung klar. Befindet man sich allerdings mehr auf dem Ansitz, so ist eine zehnfache Vergrößerung doch die bessere Wahl. Wenn das Gelände eher schwer zu beobachten ist, kann auch eine stärkere Vergrößerung perfekt sein. Darüber hinaus sollte ein Jäger bei der Fernglaswahl die Größe des Objektives beachten. Ist der Durchmesser größer, so kann man das Wild auch bei wenig Licht noch gut sehen. Diese und weitere Kriterien sind schon seit vielen Jahren bekannt und wurden bereits früh beim Bau von antiken Jagdferngläsern berücksichtigt.

Wie antike Ferngläser bei der Marine dienten

Ein historisches Fernglas der Marine kann ebenfalls ein sehr interessantes Stück Geschichte sein. Selbstverständlich ist es im militärischen Bereich immer ein wichtiges Kriterium, dass die Ausrüstung wind- und wetterfest ist und dass der Benutzer präzise Ergebnisse erhält. Gerade bei der Marine spielen solche Faktoren eine noch weitaus größere Rolle als bei den Ferngläsern, die ein Jäger oder Förster benutzt. Heutige Modelle sind sogar oft mit weiteren Funktionen wie beispielsweise mit einem Kompass ausgestattet. Diese Funktion werden Sie also auch bei neueren Antiquitäten mitunter finden können.

Was historische Feldstecher auszeichnete

Wenn Sie das Wort "Fernglas" bisher auch immer mit dem Begriff "Feldstecher" gleichsetzten, lagen Sie nicht ganz falsch. Denn antike Feldstecher gehören zu den ersten Ferngläsern, die jemals auf den Markt kamen. Die Entwicklung der Begrifflichkeiten verlief über mehrere Stufen. So bezeichnete man im neunzehnten Jahrhundert die damaligen Sehhilfen für die Fernsicht, oft als Monokel realisiert, auch als „Stechbrillen“. Die Abkürzung für diesen Begriff war das Wort „Stecher“. Schon kurze Zeit später wurden die praktischen Geräte auch beim Militär, also „auf dem Feld“, gebräuchlich und wurden in der Folge auch als „Feldstecher“ bezeichnet.

Antike Operngläser für einen unbeschwerten musikalischen Abend

Ein historisches Opernglas erfüllte und erfüllt im Gegensatz zu den vorgenannten Modellen rein friedliche Zwecke. Operngläser sind vor allem in der Hand von Damen und Herren zu finden, die ein Theater oder eben eine Oper besuchen und vielleicht keine Plätze in der ersten Reihe ergattert haben. Es handelt sich bei einem Opernglas rein technisch um ein kleines, binokulares Galilei-Fernrohr. Dieses wird auch als holländisches Fernrohr bezeichnet und ist in seiner Machart bereits seit dem Jahr 1608 gebräuchlich. Das Objektiv besteht hier aus einer Sammellinse, das Okular aus einer Zerstreuungslinse, die über eine kleine Brennweite verfügt. So ausgestattet, wird jedes Schauspiel zu einem wesentlich intensiveren Erlebnis und auch kleine Details und Geschehnisse, die auf der Bühne zu sehen sind, werden Ihnen nicht mehr entgehen, wenn Sie Ihr antikes Fernglas in Form eines echten Opernglases mit sich führen.

Historische Fernglas-Marken kennenlernen

Zeiss gehört wohl weltweit zu den bekanntesten Marken, wenn es um optische Präzision geht. Historische Zeiss-Ferngläser sind daher sowohl bei Sammlern als auch bei aktiven Fernglasbenutzern beliebt. Das Unternehmen Carl Zeiss war es, das erstmals ein natürliches Bild mit dreidimensionaler Wahrnehmung bei einem Fernglas möglich machte. Seit den 1950er Jahren sind in Ferngläser von Zeiss sogenannte Teleskoplinsen eingebaut. Diese gestatten den Konstrukteuren eine wesentlich kompaktere Bauweise. Seit dann im Jahr 1969 das Taschenfernglas auf den Markt kam, war die Verbindung aus platzsparender Modellvariante und optischer Präzision noch einen wesentlichen Schritt weiter vorangekommen. Ganz gleich, ob es ein Modell von 1900 oder von 1970 sein soll, bei den Zeiss-Ferngläsern werden Sie immer wieder auf bewundernswerte Stücke stoßen.

Vielleicht werden Sie beim Stöbern – gerade wenn es um ältere Fernglasmodelle geht – auch ab und zu historische Hensoldt-Ferngläser finden. Die Unternehmensgeschichte zeigt, dass Sie auch mit einem solchen Exemplar ein Zeiss-Fernglas in Ihren Händen halten, zumindest aus heutiger Sicht. Die Hensoldt AG war das Vorgängerunternehmen der Carl Zeiss Sports Optics GmbH in Wetzlar. Die optische Werkstatt wurde bereits 1847 von Moritz Carl Hensoldt gegründet und hatte ihren Sitz in Sonneberg. Zur AG firmierte man im Jahr 1852 um. Fernrohre und später auch Ferngläser wurden ab dem Jahr 1877 von dem Unternehmen gefertigt. Vor allem das Militär war damals ein großer Abnehmer für die präzisen Instrumente. Seit 1928 gehörte die AG schon zur Carl-Zeiss-Gruppe, änderte ihren Namen allerdings erst im Jahr 2006 in Carl Zeiss Sports Optics GmbH.

Antike Rathenow-Ferngläser sind Produkte, die in der DDR angefertigt wurden. Das Vorgängerunternehmen dagegen hatte eine wesentlich längere Geschichte, denn bereits 1801 gründete man die „Königlich privilegierte optische Industrieanstalt“ in Rathenow. Hier wurden vor allem Mikroskope produziert, aber auch Lupen, Brillen und astronomische Fernrohre. Viele Produkte und Entwicklungen folgten, man entsprach jeweils den Anforderungen des Marktes. Mit der Enteignung im Jahr 1945 allerdings wurde das eigentliche wirtschaftliche Handeln naturgemäß eingestellt. Das Unternehmen wurde zum VEB ROW. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands gab es verschiedene Entwicklungen im Unternehmen und es spaltete sich unter anderem der Bereich Mikroskopie ab, der heute noch aktiv ist. Je nachdem, aus welcher Zeit die Ferngläser genau stammen, halten Sie damit also ein Stück DDR-Geschichte oder eine optische Antiquität aus der Vorkriegszeit in Ihren Händen.

Hier zählt das Aussehen: kunstvolle antike Ferngläser

Sicherlich konnten Sie sich aufgrund der vorangestellten Informationen bereits ein sehr gutes Bild von den unterschiedlichen „Fernglasepochen“ machen und wissen nun, in welche Richtung Ihre Entscheidung gehen wird. Doch welche Äußerlichkeiten sind Ihnen bei einem Fernglas wichtig? Auch wenn die Funktionalität gerade bei einem militärischen Modell oder bei einem Jagdfernglas im Vordergrund steht, so hat sie doch sicherlich Einfluss auf Ihre Wahl. Vor allem bei gesellschaftlich relevanten Accessoires wie Operngläsern spielt das Aussehen sogar eine herausragende Rolle.

Grundsätzlich werden Sie unterschiedliche Gestaltungsvarianten finden. So erfreuen sich besonders Perlmutt-Ferngläser historischer Art einer großen Beliebtheit, denn die Schönheit ist zum Teil wirklich beeindruckend. Für eine Pirsch im morgendlichen Wald oder für eine Fahrt auf hoher See sollten Sie jedoch lieber ein widerstandsfähigeres Modell wählen.

Antike Ferngläser mit Gold-Elementen können ganz unterschiedlicher Art sein. Gold ist eine Farbe, die sowohl einem Opernglas als auch einem Feldstecher sprichwörtlich gut zu Gesicht steht. Darüber hinaus ist das Metall edel, ohne übertrieben zu wirken, wenn man es dezent einsetzt. So werden Sie historische Ferngläser mit goldenen Details sowohl bei den Herrenmodellen als auch bei den Damenmodellen finden.

Ebenfalls im Angebot vieler Antiquitätenhändler finden Sie Ferngläser die typisch für bestimmte kunstgeschichtliche Epochen gestaltet sind. Dazu gehören auch historische Ferngläser im historischen Jugendstil-Design. Der Jugendstil ist geprägt durch hübsche und oft sehr detailreiche Muster. Florale Elemente, kunstvolle Verzierungen und schmückende Bemalungen sind oft auf den Ferngläsern dieser Epochen zu finden. Gerade Sammler, die sich zwar für Technik, aber vor allem auch für Kunstgeschichte interessieren, kommen mit einem solchen Stück auf ihre Kosten.

Gut geschützt und sicher aufbewahrt: Zubehör für historische Ferngläser

Ein antikes Fernglas ist ein Präzisionsinstrument, das aus verschiedenen Gründen einen hohen Wert hat. Hier vereinen sich der Seltenheitswert der Antiquität und der Wert eines hohen Maßes an Handwerkskunst. Wenn Sie Ihr neues Sammlerstück gut schützen möchten, können Sie sich daher auch gleich für die passende Ausrüstung entscheiden. Ein Fernglas mit Ledertasche – beispielsweise aus hochwertigem Leder – ist hier eine gute Wahl.

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