Mit Wathosen im Wasser trocken bleiben

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Nicht nur beim Angeln gehört der Schritt ins kühle Nass dazu: Wer im oder am Wasser tätig ist, braucht eine Ausrüstung, die trocken und mitunter warm hält. Oft unverzichtbar ist die Wathose . Wie Sie damit nicht nur nasse Füße vermeiden, sondern auch mit dem Rest im Trockenen bleiben, erfahren Sie hier.

Im Wasser trocken bleiben: Wathosen machen es möglich

Was Sie beim Kauf von Wathosen beachten sollten

 

Wichtig ist der Einsatzort: Wollen Sie beim Angeln in kaltem Wasser nicht frieren, ist eine gute Isolation wichtig. Benutzen Sie die Hose in der Landwirtschaft, eignet sich abwaschbares Gummi. Sie sind in Action? Wenn Sie ins Schwitzen kommen, brauchen Sie eine Hose aus atmungsaktivem Material. Zur ungefähren Tiefe des Gewässers sollten Sie 20 bis 30 cm Puffer auf die Abschlusshöhe der Wathose dazurechnen. Ein Fehltritt in eine Mulde, Wellen oder ein großer Schritt bergen dann nicht gleich die Gefahr, dass Wasser einläuft.


Wathosen aus Gummi oder PVC

 

In der Abwasserwirtschaft und in der Landwirtschaft ist der Umgang mit aggressiven oder geruchsintensiven Substanzen üblich. Die Wathose aus Gummi oder PVC ist hier die richtige Wahl. Sie ist leicht zu reinigen, das Material ist resistent gegen Säuren sowie Chemikalien und nimmt keine Gerüche an.
Achten Sie bei Gummi- oder PVC-Hosen auf die Verarbeitung und die Dicke - eine Materialstärke von mindestens 500g/qm ist gut. Aber: Weder Gummi noch PVC sind besonders haltbar, sie wärmen nicht und haben keine atmungsaktive Funktion.

Sie brauchen die Hose nur für den einmaligen Einsatz? Hier bieten sich Einmal-Wathosen aus Gummi an.


Wathosen aus Neopren

 

Wer lange in kalten Gewässern steht und angelt, weiß, dass die Körpertemperatur dann absinkt: Der Wärmeverlust ist nicht zu unterschätzen. Mit einer Neopren-Wathose von mindestens 5mm Stärke wirken Sie diesem Effekt entgegen. Damit sind Sie allerdings nicht nur gut eingepackt, das Material ist auch steifer, Ihre Schritte werden mühevoller. Mehr Bewegungsfreiheit geht auf Kosten der Wärme: Dafür sind Hosen in 4mm-Neopren elastischer. Dickeres Material wiederum ist robuster - die Wathosen halten wesentlich länger.

Gut zu wissen: Neoprenhosen fallen bei einigen Herstellern wegen des isolierenden Innenmantels kleiner aus.


Wathosen aus Nylon

 

Wird die Wathose nur gelegentlich genutzt, bieten sich günstigere Modelle aus Nylon an. Oft in der Kombination mit der Polyamidfaser Taslan, ist das Material leicht und angenehm über der Kleidung zu tragen. Wichtig zu wissen: Nylon-Wathosen sind zwar gut zu reinigen und robust, aber sie wärmen nicht.
Viele Nylon-Modelle haben übrigens einen starken Eigengeruch; dieser verfliegt jedoch nach einigen Watgängen.


Atmungsaktive Wathosen

 

Wenn Sie die Wathose bei wärmeren Temperaturen tragen oder sich viel bewegen und dabei schwitzen, ist atmungsaktives Material optimal. Bei atmungsaktiven Wathosen wird entstehende Körper-Feuchtigkeit durch die wasserdichte Membran nach außen abgegeben: Das Körperklima bleibt ausgeglichen. Diese Modelle sind leicht, widerstandsfähig und langlebig. Auch deshalb gehören sie eher zum höherpreisigen Segment.
Gute Kälte-Kombi: Wer sich in Neopren-Wathosen nicht wohlfühlt, kombiniert bei niedrigen Temperaturen die atmungsaktive Wathose mit wärmender Funktionsunterwäsche.


Passt, wenn's wackelt und Luft hat

 

Ob Hüftmodelle oder Hosenträger-Varianten: Die Größe der Wathosen orientiert sich an den Schuhgrößen, der restliche Teil der Hose wird nach Durchschnitt angefertigt. Das Hosenmaß wird in Doppelgrößen angegeben: Wer Schuhgröße 44 hat, nimmt also eine Wathose in Größe 44/45.


Wathosen mit integrierten Stiefeln sind weniger gut geeignet, um längere Strecken zu laufen. Bei Modellen mit Füßlingen müssen Sie Watschuhe dazukaufen. Vorteil: Separate Watschuhe können Sie genau in Ihrer Schuhgröße kaufen, sie sitzen fester und lassen sich austauschen; etwa bei verschiedenen Bodenbeschaffenheiten.
Suchen Sie die Sohle der Stiefel oder Schuhe nach dem Untergrund aus: Griffiges Profil ist auf weichem bis schlammigem Untergrund wichtig. Die speziellen Filzsohlen dagegen verhindern das Ausrutschen auf veralgten oder feuchten Steinen. Stehen Sie auf Sand, können Sie beide Modelle gut verwenden.


Hose wie Schuhe? Watstiefel als Alternative

 

Watstiefel eignen sich je nach Wassertiefe. Für Arbeiten im Garten, auf feuchten Flächen oder in flachen Gewässern sind sie völlig ausreichend. Die Materialunterschiede sind dabei ebenso groß wie bei Wathosen. Auch bei Watstiefeln ist auf die Beschaffenheit der Sohle je nach Untergrund zu achten.

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