Mit Indianerschmuck gekonnt Akzente setzen

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Mit Indianerschmuck gekonnt Akzente setzen

Um die Kultur der Indianer ranken sich zahlreiche Mythen, viele Menschen sind von ihren alten Traditionen und ihrem Leben, früher und heute, fasziniert. Die Ureinwohner Amerikas leben seit jeher nach ihren seit Jahrtausenden bestehenden traditionellen Vorgaben und Ritualen. Ein wesentlicher Aspekt der indianischen Kultur ist der Schmuck, denn er steht für Würde, Ansehen und in den Stand innerhalb des Stammes. Jeder dieser Stämme fertigt seinen eigenen Schmuck mit jeweils charakteristischen Eigenschaften und Materialien an. Der heute beliebte und in hohem Maße nachgefragte Indianerschmuck ist jedoch der traditionelle Silberschmuck, der seit dem 19. Jahrhundert hergestellt wird. Mit Indianerschmuck können Sie tolle Akzente setzen, allerdings sollten Sie für die richtige Auswahl die Charakteristika der Schmuckstücke der einzelnen Stämme kennen.

Wissenswertes zum Schmuck der Indianer

Indianer stellen bereits seit Hunderten von Jahren Schmuck her. Zunächst wurde dieser aus Muscheln, Steinen und anderen Materialien natürlichen Ursprungs gefertigt. Es entstanden Schmuckstücke und zeremonielle Gegenstände, wie zum Beispiel Gürtel und Halsketten aus Muscheln, Kopfschmuck aus Federn sowie geschnitzte Masken aus Holz und Knochen. Diese Gegenstände hatten symbolische Bedeutungen, die fest in der indianischen Kultur und Religion verankert waren. Als erster Stamm erlernten die Navajo-Indianer im Jahre 1850 das Silberschmiedehandwerk. Einige Stammesmitglieder sahen sich diese Kunst von den ebenfalls im Südwesten der USA lebenden Mexikanern ab, die ihre Kenntnisse wiederum von den Spaniern hatten. Die Navajos verfügten bis zu diesem Zeitpunkt bereits über Erfahrungen in der Verarbeitung von Messing und Kupfer zu alltäglichen Gegenständen, wie zum Beispiel Sättel oder Zaumzeug. Die neue Technik des Schmiedens wurde daher schnell innerhalb des gesamten Stammes verbreitet und angewandt, vor allem zur Herstellung von Schmuck. Dafür wurden Silbermünzen aus Mexiko oder auch amerikanische Silberdollars eingeschmolzen. Nachdem die amerikanische Regierung dieses Vorgehen verboten hatte, wurden nach dem Jahr 1940 Silberblech und -draht verwendet. Da sich im Laufe der Zeit sowohl die Qualität der Materialien als auch die Techniken und Werkzeuge der Indianer stark verbesserten, hatte das auch einen positiven Einfluss auf das Aussehen und die Qualität des indianischen Schmuckes.

Beliebte Materialien, aus denen Indianerschmuck gefertigt wird

Silber als das beliebteste Metall der Indianer

Das am häufigsten verwendete Metall ist Silber, genauer gesagt Sterlingsilber. Sterlingsilber ist eine Legierung, die aus 92,5 Prozent reinem Silber und 7,5 Prozent anderen Metallen, meist Kupfer, besteht. Mit einem Feingehalt von 925/1000 handelt es sich um ein sehr hochwertiges Silber. Es kann in Ausnahmefällen auch einmal sein, dass die Herstellung eines bestimmten Schmuckstückes eine Silberlegierung mit einem Feingehalt von 835/1000 erfordert, da sich die Härte des Silbers mit zunehmendem Gehalt an Kupfer erhöht. Indianischer Silberschmuck wird in sämtlichen Ausführungen und Variationen angeboten, beispielsweise als Halsketten oder Ohr- und Armschmuck. Sehr beliebt sind auch silberne Anhänger. Ein großes Angebot finden Sie bei eBay.

Türkis als beliebter und am häufigsten verwendeter Stein

Der mit Abstand am häufigsten von den Indianern verarbeitete Stein ist der Türkis. Bei diesem Mineral handelt es sich um ein wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat, dessen Farbe von dunkelblau über hellblau und hellgrün bis hin zu dunkelgrün variieren kann, je nachdem, wie hoch der Kupfergehalt ist. Um den Türkis herum entstanden bei den unterschiedlichen Stämmen zahlreiche Legenden. Viele Indianer waren der Überzeugung, dass er seine Farbe vom Himmel bekommen hatt und somit die Kraft besaß, ausgedörrten Feldern Regen zukommen zu lassen. Auch soll er seinem Träger zu Gesundheit und Reichtum verhelfen. Große Vorkommen an Türkisen finden sich unter anderem im Südwesten der USA, also dem Lebensraum der Indianer; auch das wird zur Beliebtheit dieses Steines beigetragen haben. Der Wert eines Türkises richtet sich nach seiner Härte und seiner Farbe. Kräftige Blautöne werden von Indianern bevorzugt, etwas blassere Farben dagegen von Europäern. Wichtiges Kriterium für die Beurteilung des Wertes ist zudem die sogenannte Matrix, eine Art Zeichnung. Diese besteht aus Gesteinen, in denen der Türkis vorkommt und die ihre Spuren im Stein hinterlassen. Türkise aus dem Südwesten der USA weisen eine eigene Matrix auf, liegen sie doch in Gesteinen wie zum beispielsweise Eisenpyrit oder Quarz. Durch diese erhalten sie ihre charakteristische Zeichnung. Schmuck mit Türkisen wird als Armschmuck, Kettenanhänger oder Ohrschmuck angefertigt.

Koralle als wertvolle Verzierung des Indianerschmuckes

Neben Türkisen werden auch Korallen besonders gern verarbeitet. Bei einer Koralle handelt es sich um Kalkskelette tausender kleiner Seetierchen, das Farbspektrum reicht von hellem Rosa bis hin zu Dunkelrot. Sie sind sehr wertvoll, zumal ihre Ernte für Taucher nicht ungefährlich ist. Die Indianer stellen eine Vielzahl an Schmuck mit Korallen her, denn man sagt ihnen magische Kräfte nach. So sollen sie beispielsweise Blindheit und Schlangenbisse heilen können. Ebenso glauben die Indianer, dass Korallen ihrem Träger ein langes Leben, Glück und Fruchtbarkeit verleihen.

Weitere typische Materialien für Indianerschmuck

Die Mehrheit der indianischen Schmuckstücke wird mit Türkisen und Korallen verziert, es kommen aber auch einige andere Materialien zum Einsatz. Das können verschiedene Muschelarten und versteinerte Kohle, sogenannte Jetts, sein. Auch andere Mineralien wurden von den Indianerstämmen verarbeitet, so entstanden farbenfroher Schmuck mit Lapislazuli oder dezente Schmuckstücke mit Onyx. Gold, Diamanten oder Rubine werden Sie dagegen selten finden, denn diese gelten bei den Indianern als nicht populär.

Unterschiedliche Stilrichtungen von Indianerschmuck

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, indianischen Schmuck zu erwerben, sollten Sie sich bei der Auswahl eines für Sie geeigneten Stückes an den von Stamm zu Stamm teilweise sehr unterschiedlichen Stilrichtungen orientieren. Die Elemente vermischen sich allerdings, daher lässt sich der Schmuck auch nicht immer eindeutig einem Stamm zuordnen. Heute stellen hauptsächlich noch drei Stämme in den USA den authentischen Schmuck her: die Navajo, die Zuni und die Hopi-Indianer.

Akzente setzen mit Schmuck der Navajo-Indianer

Der Stamm der Navajo-Indianer gilt als Hersteller des traditionellen Indianerschmuckes, wie ihn jeder kennt. Die Schmuckstücke der Navajo bestehen größtenteils aus Silber, meist verziert mit einem Stein. Bei diesem handelt es sich fast ausschließlich um Türkise. Der Silberschmuck hat in diesem Stamm die Funktion einer Handelsware, eines Dekorationsmittels und er ist nicht zuletzt ein Zeichen für Wohlstand. Die Navajo-Indianer nutzen unterschiedliche Herstellungstechniken. Eine besteht darin, das Silber zu schmieden, in die gewünschte Form zu feilen und anschließend mit Punzen zur Gestaltung von Mustern zu bearbeiten. Anstatt das Metall zu schmieden, kann geschmolzenes Silber auch in vorgefertigte Formen aus weichem Vulkangestein gegossen und nach dem Erkalten in seine endgültige Form gefeilt werden. Mit auf diese Weise gefertigten Schmuckstücken können Sie eindrucksvolle Akzente setzen, denn sie zeichnen sich neben der schlichten Kombination von Silber und Türkis-Stein auch durch ihre feinen Proportionen aus. Sie sind vielseitig kombinierbar, passen zu vielen Outfits und Anlässen. Suchen Sie außergewöhnliche Ohrringe und Armreifen, sollten Sie nach Shadow Box-Schmuckstücken suchen. Shadow Box bezeichnet dabei das Ergebnis eines Herstellungsverfahrens, bei dem die Ränder des Silberbleches zur Mitte des Werkstückes hin hochgezogen und senkrecht weitergeführt werden. Nach dem Polieren der silbernen Oberfläche der so entstandenen Shadow Box ergibt sich ein starker Kontrast zu ihrem schwarz erscheinenden Boden. Eine ebenso aufwendige Fertigungsart ist das sogenannte Ship Inlay, bei dem Schmucksteinsplitter in Vertiefungen im Silber geklebt werden und die Fläche danach solange gefeilt und poliert wird, bis eine glatte Oberfläche entstanden ist. Der Schmuck der Navajo-Indianer reicht demnach von schlichtem Silberschmuck bis hin zu edlen und fast einzigartigen Schmuckstücken. Sie werden für jeden Anlass etwas Passendes finden, entweder für den Alltag oder für besondere Feiern.

Akzente setzen mit Schmuck der Hopi-Indianer

Der zweite Indianerstamm, der auch heute noch traditionell Schmuck herstellt, ist der Stamm der Hopi, der im nordöstlichen Arizona, mitten im Reservat der Navajo lebt. Der Schmuck der Hopi zeichnet sich durch asymmetrische Motive und den Einsatz der Overlay-Technik aus. Bei dieser Technik wird ein mit der Säge bearbeitetes Silberblech auf ein anderes gelegt und festgelötet. Anschließend wird das obere Blech, in das Muster gesägt wurden, poliert oder mattiert, das untere dagegen in einem Schwefelbad oxydiert. Mit Overlay-Technik gefertigter Schmuck fällt deshalb besonders durch seinen Kontrast auf, die Motive wirken dreidimensional. Mit solchen Ohrringen, Armreifen oder Kettenanhängern setzen Sie Akzente und ziehen sicherlich einige Blicke auf sich.

Akzente setzen mit Schmuck der Zuni-Indianer

Die Zuni-Indianer verzierten ihren Silberschmuck ebenfalls mit Muscheln, Korallen und anderen Materialien, ähnlich wie die Navajos. Ihre Steine sind allerdings feiner geschliffen, was jedoch der Tatsache geschuldet ist, dass das Schleifen seit langer Zeit ein fester Bestandteil der Schmuckherstellung der Zuni-Indianer ist. Im Unterschied zu anderen Stämmen hatten sie schon frühzeitig Zugang zu Wasser und Strom, was eine wichtige Voraussetzung für die Bearbeitung von Steinen schaffte. Der Schmuck der Zuni ist deshalb fast immer mit Steinen verziert, Silber dient ihnen nur als Grundlage für deren Einbettung oder Befestigung. In ihren Augen wird ein Stück Silber erst dann zu einem Schmuckstück, wenn es mit einem Stein, vor allem einem Türkis, verziert ist. Und umso dekorativer der Stein verarbeitet ist, desto wertvoller ist dann letztendlich auch der Schmuck. Wenn Sie beispielsweise mit einem Anhänger oder einem Ohrring Ihr Umfeld beeindrucken möchten, können Sie aus dem reichhaltigen Angebot an Silberschmuck mit farbenfrohen und hochwertig verarbeiteten Steinen wählen. Mögen Sie besonders filigranen Schmuck, empfiehlt sich die Spezialität der Zuni-Indianer: die mit Needlepoint-Technik gefertigten Schmuckstücke. Dabei werden sehr kleine, geschliffene Steine in aneinander gelöteten Fassungen befestigt, sodass Muster entstehen. Wenn Sie Ringe, Armbänder oder Ohrringe tragen, die mit der Needlepoint-Technik gefertigt wurden, sieht der Betrachter auf den ersten Blick, dass es sich um ganz besondere Stücke handelt. Eine große Auswahl an den unterschiedlichsten Schmuckstücken der Indianer erhalten Sie bei eBay.

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