Mit Fotos vom Set ganz nah am Dreh

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Mit Fotos vom Set ganz nah am Dreh

Worauf es bei der Standfotografie wirklich ankommt

Was bei einem Filmdreh hinter den Kameras geschieht, ist weitreichender, als es sich die meisten vorstellen. Neben der Besetzung in vielen Arbeitsbereichen wie beispielsweise Dekoration, Maske, Kamera oder Garderobe sind auch immer einer oder mehrere Standfotografen, auch “film still” oder “stills photographer” genannt, am Set. Standfotografen sind dafür zuständig, aussagekräftige Bilder während der Filmaufnahmen zu machen, die später für Werbe- und Marketingzwecke verwendet werden können. Heutzutage verzichtet kein Filmproduzent auf den Standfotografen oder “film still”, da die Anfertigung dieser Aufnahmen große Vorteile mit sich bringt und so beispielsweise grundlegend zur medialen Rezeption der gezeigten Kinofilme beitragen kann, indem sie durch eine gelungene Aufmachung die Aufmerksamkeit vieler potenzieller Kinobesucher auf sich zieht und sie zum Kinobesuch animiert. Interessant zu wissen: Für solche Fotos können nicht einfach Film-Bilder verwendet werden, da beim Film 24 Bilder pro Sekunde produziert werden. Wenn diese durchlaufen, erscheinen sie vor unserem Auge als eins. Würde man sie jedoch als Einzelbild herausziehen, wären sie unscharf und verwischt. Auch ist das Format des Films ein anderes als das einer Fotokamera.

Im Folgenden werden nun grundlegende Informationen zum Thema Standfotografie ausgeführt. Sie erhalten auf diese Weise einen umfassenden Einblick in die Materie sowie einige Beispiele für „Standfotografien“ und sind so optimal informiert. Außerdem wissen Sie, mit welchem Material Sie bei bereits abgeschlossenen und künftigen Filmproduktionen rechnen können, und können sich so eine schöne Sammlung von interessanten Fotografien aufbauen.

Vermarktung der Fotografien

Obwohl es eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten für die während der Dreharbeiten angefertigten Fotos gibt, erfüllen diese Fotografien einen klaren Hauptzweck. Sie dienen als Presse- und Werbematerialien. Gelungene Aufnahmen vermitteln einen Gesamteindruck des Films oder einzelner Filmabschnitte und werden in Form von Pressefotos, Plakaten, Bilder in Kinoschaukästen, Autogrammkarten oder als unabdingbare Bestandteile eines Zeitschriftenartikels eingesetzt. Außerdem werden sie genutzt, um Werbung für den Film oder für einen bestimmten Schauspieler bzw. für eine bestimmte Schauspielerin zu machen. Darüber hinaus werden sie für die spätere Rekonstruktion von verlorenen Filmen, wie z. B. einen Großteil der Stummfilme, verwendet.
In der Regel werden diese „film stills“ vom Studio zusammen mit Pressemappen und Freikarten verschickt, so dass Zeitungen und Zeitschriften die Gelegenheit erhalten, Artikel über den Film und die Schauspieler zu verfassen und die Fotos dabei abzudrucken. Beide Seiten gewinnen so: Das Studio erhält kostenlose Publicity und die Presse ebenfalls kostenloses Material für ihre Leser.

Der Standfotograf

Der Standfotograf ist im gesamten Team der Filmproduktion der einzige, der nicht unmittelbar mit der Herstellung des Films befasst ist. Er ist auch nicht ständig während der Dreharbeiten anwesend – meist genügen zwei Drittel der Drehzeit. Umso wichtiger ist allerdings seine Aufgabe: Er muss mit wenigen Fotos die entscheidenden Elemente des Films einfangen: Die Geschichte, die Atmosphäre, die wichtigsten Szenenbilder und „Highlights“ wie spektakuläre Stunts, Massenszenen oder Spezialeffekte. Schließlich ist die Werbung im Vorfeld ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg des Films.

Einteilung der Bilder in Kategorien

Film stills

Man kann die Aufnahmen in drei Kategorien einteilen. Die am häufigsten verwendeten Szene- oder auch Standaufnahmen, auch „film stills“ genannt, werden während der Dreharbeiten direkt am Set angefertigt und bilden eine Kategorie. Manchmal muss der Standfotograf allerdings auch die wichtigsten Szenen nachstellen, da er während des Drehs vielleicht nicht den idealen Standpunkt bekommt, sondern diesen der Filmkamera überlassen muss.

Production stills

„Making-of“- Fotos oder „production stills“ dokumentieren die Dreharbeiten an sich und bilden die zweite Kategorie - hierauf sind auch oft die Mitarbeiter hinter den Kameras wie z. B. der Regisseur zu sehen.

Publicity stills

Portraitfotos oder „publicity stills“, die häufig unabhängig vom eigentlichen Filmdreh in den Ateliers der Fotografen produziert werden, bilden die dritte Kategorie.

Die Urheberrechte der Fotos

Die Urheberrechte sind je nach Kategorie verschieden. Während man für die “production stills” und die “film stills” eine Genehmigung des Produzenten benötigt, sind die “publicity stills” meist lizenzfrei. Sie dienen dazu, den Film oder den Schauspieler bzw. die Schauspielerin bekannt zu machen und sollen deshalb so viel wie möglich genutzt werden.

Vor- und Nachteile der Standfotografie

Die Standfotografie wird eingesetzt, da sie in relativ wenigen Bildern aussagekräftige Mitteilungen machen kann. Dies ist besonders für Werbezwecke, beispielsweise bei Plakaten von Bedeutung. Allerdings ist die Standfotografie eine Kunst für sich. Es wird häufig unter erschwerten Bedingungen gearbeitet, da am Set chronischer Zeitmangel herrscht, viele Szenen nicht nachgestellt werden können und der Fotograf keine feste Zeitspanne hat, in der er seine Arbeit machen kann. Er muss sozusagen zwischen den Arbeitsabläufen der anderen agieren - und die Durchführung wird teilweise durch die Benutzung eines ”Sound Blimps”, dessen Bedeutung später erläutert wird, erschwert. Am Beispiel der Film-Rekonstruktion, welche einen Bereich der “film stills” darstellt, können Sie sich ein Bild über die Vor- und Nachteile machen.

Standfotografien bei der Film-Rekonstruktion

Der entscheidende Vorteil eines “film stills” bezüglich der Film-Rekonstruktion ist die Tatsache, dass Bilder die Möglichkeit haben, Filme auf visuelle Art und Weise zu vermitteln. Viele verloren geglaubte Filme können so, oft in Kombination mit dem Drehbuch, rekonstruiert werden. Außerdem stellt die mögliche Verwendung als Werbeträger einen weiteren Vorteil dar. Andererseits wird angemerkt, dass die authentische Wiedergabe eines Films lediglich bedingt realisiert werden kann. Dies ist zum einen der verschiedenen Blickwinkel der Film- bzw. der Fotokamera, und zum anderen der verschiedenen Voraussetzungen – Bewegung oder Stillstand - geschuldet. Die Ausdrucksmöglichkeiten sind darüber hinaus begrenzt, da die im Film ablaufenden Handlungen nur abstrahiert oder auf das Nötigste reduziert werden können.

Wissenswertes für „stills photographers“

Die Ausrüstung

Um geeignete Fotografien anzufertigen, ist es unabdingbar, über eine qualitativ hochwertige Ausrüstung zu verfügen. Oft ist es nicht möglich, die Szenen nachzustellen, was bedeutet, dass sich der Fotograf im Moment des Drehs an die vorherrschenden Lichtverhältnisse und die meist knappe zur Verfügung stehende Zeit anpassen muss. Neben einer geeigneten Kamera gibt es eine Menge anderer wichtiger Details, die der “film still” mit sich führt. Dazu gehören unter anderem Wechselobjektive, ein “Sound Blimp”, eine Blitzanlage oder ein Notebook, um die Fotos direkt vom Set aus verschicken zu können.

Der “Sound Blimp”

Im Genre der Standfotografie ist das Einsetzen eines „Sound Blimps“ unerlässlich. Als “Sound Blimp” bezeichnet man das Schallschutzgehäuse, das über die Kamera montiert wird, um beim Dreh das Auslösegeräusch einzudämmen. Auf diese Weise ist es möglich, nicht nur vor und nach den Dreharbeiten Fotos zu machen, sondern direkt im Moment während der Aufnahmen. Das ist deswegen wichtig, da die Lichtverhältnisse und sonstigen Umstände meist nur im Moment des eigentlichen Drehs optimal sind. So kann eine einwandfreie Bildqualität der für den “film still” zentralen Szenefotos erreicht werden.

Fotos vom Dreh als Fanartikel

Die unterschiedlichen Bildformate

Häufig dienen die Fotos, die am Set geschossen werden, später als Werbeplakate oder Werbeposter. Bei eBay finden eingefleischte Filmfans verschiedene Poster von Filmen. Darunter befinden sich nicht nur Originale. Käufer solcher Filmplakate sollten darauf achten, ob sie ein originales oder nachgemachtes Filmplakat erwerben möchten. Auch sollte darauf geachtet werden, ob die eigene Wohnung die Möglichkeit bietet, das Poster aufzuhängen. Neben Filmplakaten sind Fotobände eine beliebte Alternative. Ein Vorteil von Fotobänden ist, dass sie einfach im Bücherregal verstaut werden und nach Belieben hervorgeholt werden können. Fotobände umfassen meistens mehrere Filmset-Fotos von einem Film. Viele der Filmbände sind Pressemappen, die der Presse dazu dienen, eine ausführliche Berichterstattung zu verfassen. Für Fans ganz bestimmter Schauspieler gibt es Fotosammelbände, die nur Fotos des Schauspielers zeigen. Diese Fotos können Portraitfotos, Pressefotos, Fotos vom Set oder auch Fotos mit Schauspielerkollegen sein.

Absolutes Muss für jeden Fan: signierte Fotos und Autogrammkarten

Für einen richtigen Fan gibt es signierte Fotos vom Set sowie Filmplakate. Auch hier sollte darauf geachtet werden, ob es ein originales Autogramm ist, oder ob die Unterschrift des Schauspielers auf das Foto gedruckt wurde. Fotos vom Filmdreh dienen gerne als Autogrammkartenmotive. Ob Sie solch ein Motiv bevorzugen oder lieber eine Autogrammkarte mit einem Portraitfoto des Schauspielers, bleibt Ihnen und Ihren Vorlieben überlassen.

Beispiele für Bilder vom Dreh

Interessieren Sie sich für Aushangfotos von bekannten Fantasy-Filmen? Bei eBay werden Sie beispielsweise für „Harry Potter“ wie auch für „Herr der Ringe“ fündig. Aber auch Bilder von spannenden Actionfilmen wie „Terminator“ und Blockbustern wie „Titanic“ sind zu finden – wer erinnert sich nicht gerne an die berühmte Szene, die die beiden Hauptprotagonisten „fliegend“ an der Reling des Luxusdampfers zeigt?

Passionierte Sammler legen hingegen ihren Fokus auf Standfotos von Filmgrößen aus vergangener Zeit, beispielsweise James Dean in „Giganten“ oder „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. Unvergessen bleiben auch Audrey Hepburn und Marilyn Monroe.

Fotos kaufen oder selbst anfertigen

Unabhängig davon, ob Sie daran interessiert sind “film stills” zu kaufen oder selbst als Fotografin bei einem Dreh anzufertigen, haben Sie nun einen Einblick in die Materie erhalten. Nehmen Sie sich Zeit, um sich für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden, gerade wenn es um Ausrüstungsgegenstände wie eine Kamera oder Objektive geht. Die passgenaue Auswahl der Geräte nach ihren Wünschen sollte mit großer Sorgfalt durchgeführt werden, um später ein optimales Ergebnis zu erzielen. Sollten Sie an den Standfotografien an sich interessiert sein, können Sie sich in Ruhe von den vielen Aufnahmen, die bei eBay vorhanden sind, inspirieren lassen.

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