Mischen, fragen, sammeln: Mit diesen Strategien sind Sie beim Quartett erfolgreich

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Mischen, fragen, sammeln: Mit diesen Strategien sind Sie beim Quartett erfolgreich

Eigentlich kann es kaum etwas Schöneres geben, als an verregneten Tagen im warmen Wohn- oder Kinderzimmer zu sitzen, und sich mit interessanten, fesselnden und jede Menge Spaß bietenden Spielen zu beschäftigen. Es muss jedoch nicht immer schlechtes Wetter sein, damit sich Kinder oder auch die Erwachsenen die Zeit mit Spielzeug, Brett- oder Kartenspielen vertreiben. Auch bei herrlichem Sommerwetter kann es unheimlich unterhaltend sein, sich in heimischen Gefilden oder unter freiem Himmel mit Spielen zu vergnügen. Besonders, wenn Sie es sich zu einem Spielchen im Garten gemütlich machen wollen, gibt es kaum etwas Angemesseneres als Kartenspiele. Sie sind klein, sie sind handlich, sie passen in jede Tasche und sie können die Spieler stundenlang in ihren Bann ziehen. Ganz egal, wo man sich befindet und was man tut, ein Kartenspiel ist immer schnell zur Hand genommen, um sich auch auf ausgedehnten Zugfahrten oder in den Pausen während der Arbeit die Zeit zu vertreiben.

Das "Quartett" ist ein Kartenspiel mit langer Tradition

Es sind nun bereits über einhundert Jahre, die das "Quartett" Jung und Alt gleichermaßen erfreut. Das Besondere daran ist, dass es sich hierbei um ein aus einfachsten Mitteln hergestelltes Spielzeug handelt, das klein, handlich und extrem simpel ist. Eigentlich sind es heutzutage eher die technologisch innovativen Neuerungen, mit welchen man die Menschen am ehesten fesseln kann. Doch das kleine Kartenspiel "Quartett" konnte all diesen modernen Technologien trotzen und sich über ein Jahrhundert gegen die zeitgemäße Konkurrenz durchsetzen. In der Entstehungszeit und den ersten Jahren handelte es sich dabei lediglich um ein Spiel um vier gleiche Karten, wodurch es auch den Namen "Quartett" erhielt. Doch im Laufe der Zeit entwickelten sich viele verschiedene Adaptionen, die sich mit einer kaum zu überblickenden Zahl an Themen beschäftigen und dadurch dem Spieler immer wieder neue Inhalte bieten können.

Anders als beim Kartenspiel "Rommé", bei "Skat" oder "Bridge" bieten Quartett-Karten nicht nur Spielfarben und einen Wert für die jeweilige Karte, sondern zusätzlich auch weitere spezielle Merkmale und Werte, die in das komplette Spielgeschehen integriert und zum Sieg über die Mitstreiter genutzt werden können. Damit ist das "Quartett" wesentlich vielseitiger als herkömmliche Kartenspiele und kann die Spieler daher auch in der Regel sehr viel intensiver beschäftigen.

Das "Quartett" ist Spielzeug für Kinder und Erwachsene gleichermaßen

Viele Kartenspiele erwecken den Eindruck, sie seien nur für Kinder gemacht. Doch das ist nicht der Fall. Das "Quartett" ist mit all seinem Facettenreichtum ein Spiel, das vom Alter der Spieler vollkommen unabhängig ist. Daher spielt es keine Rolle, ob Sie ein "Quartett" für sich selbst, für Freunde oder für Ihre Kinder kaufen. Spielen kann es letztendlich jeder und es wird auch jeden in gleichem Maße erfreuen können. Vor allem die modernen "Ass-Quartette" respektive "Stich-Quartette" bieten durch mehrere Variationsmöglichkeiten innerhalb des Spiels einen noch größeren Umfang an Vielfalt und Vergnügen.

Wie ein "Quartett"-Spiel abläuft

Eigentlich hat das "Quartett" tatsächlich eine dem Spiel zugrunde liegende Regel, welche dem Spiel, wie schon erwähnt, auch seinen Namen gegeben hat. Doch im Laufe der Zeit variierte die Auslegung dieser Regel sehr stark. Durch die Einführung von vielen verschiedenen Quartett-Varianten kamen auch neue Regeln hinzu, die dem jeweiligen Spiel angeglichen wurden oder die bestehenden Regeln wurden modifiziert.

In der ursprünglichen Variante mit einem normalen "Quartett" ist das Spiel für drei oder mehr Personen gedacht. Es kann aber auch zu zweit gespielt werden. Im klassischen Stil wird das "Quartett" mit traditionellen Skatkarten gespielt - also ein Kartendeck mit 32 Blatt und den üblichen Kartenfarben wie Herz oder Karo und Symbolen oder Zahlen wie 10, Bube, Dame, König und so weiter. Nachdem die Karten gemischt und verteilt wurden, beginnt der erste Spieler einen seiner Mitspieler nach einer bestimmten Karte zu fragen. Es darf nur nach Karten gefragt werden, von deren Quartett man mindestens eine Karte besitzt. Hat der Gefragte die Karte auf der Hand, muss er sie herausgeben und der Fragende darf weiter fragen. Hat der Gefragte die Karte nicht auf der Hand, ist der nächste Spieler mit Fragen dran. Ziel dieser Variante ist es, durch das Sammeln von zusammengehörigen Karten Quartette zu bilden, die dann offen ausgelegt werden. Wer keine Karten mehr auf der Hand hat, scheidet aus. Wer am Ende die meisten Quartette gesammelt hat, ist der Sieger.

Neben dem klassischen "Quartett" gibt es noch die inzwischen weitaus populärere Variante des "Stich-Quartetts" mit Gegenständen, Fahr- oder Flugzeugen, von denen die jeweiligen Werte ausgewiesen sind. So gibt es zum Beispiel Spiele wie das "Auto-Quartett", das "Schiffe-Quartett", das "Panzer-Quartett" oder das "Flugzeug-Quartett". Sogar höchst skurrile Spiele wie das "Tyrannen-Quartett" mit Tyrannen und Diktatoren sind heutzutage erhältlich. Auf den jeweiligen Karten werden Werte wie Hubraum, Zylinder, Bruttoregistertonnen oder die Flügelspannweite angegeben. Diese Werte können dazu genutzt werden, die Werte des Gefragten zu überbieten. So nennt der Fragende dem Gegenspieler beispielsweise die Anzahl von 12 Zylindern. Hat der Gefragte nur 8 Zylinder, muss er seine Karte an den Fragenden abgeben. Hierbei geht es meistens nicht mehr darum, möglichst viele Quartette zu bilden. Das Hauptziel dieser Variante ist es, am Ende allen anderen Spielern die Karten abgenommen zu haben und somit als Sieger dazustehen.

Strategien in einem Glücksspiel wie "Quartett"

Man kann im "Quartett" versuchen, Strategien zu entwickeln, um sich den Mitspielern gegenüber einen Vorteil zu erarbeiten. Doch das ist kein leichtes Unterfangen. Denn genau genommen gibt es insbesondere für das klassische "Quartett" keine wirkliche Strategie, die den Erfolg des strategischen Spielers hundertprozentig garantieren könnte. Der hauptsächliche Grund hierfür ist, dass auch das "Quartett" wie viele andere Spiele eigentlich ein reines Glücksspiel ist. Man ist immer auf die Karten angewiesen, die man bekommt. Und das kann man nicht beeinflussen, solange man sich nicht dazu herablässt zu Schummeln - was ja nicht der Sinn des Spiels ist. Zudem können Sie auch die Karten der Mitspieler nicht kennen, geschweige denn sie beeinflussen. Hinzu kommt, dass es auch reiner Zufall ist, wer gerade welche Karte auf der Hand hat. In dem richtigen Moment den richtigen Spielzug zu treffen, ist und bleibt also ein reines Spiel mit dem Zufall und dem Glück.

Wenn Sie auf hohe Werte setzen, könnten Sie im "Quartett" siegreich sein

Dennoch können Sie versuchen, vor allem im "Stich-Quartett" immer auf die höchsten Werte abzuzielen. Das kann natürlich nicht ständig ein erfolgreicher Zug sein. Doch über einen längeren Zeitraum hinweg, könnten Sie so das Spiel für sich entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass die gegnerischen Spieler im Moment Ihrer Frage keine Karte auf der Hand haben, die einen höheren Wert als die Ihre besitzt. In manchen Kategorien zählt sogar der niedrigere Wert anstatt des höheren. In diesem Fall müssen Sie also auf den geringsten Wert setzen. Natürlich kommt es auch immer auf das Kartenspiel selbst an, welche Werte und Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Im "Quartett" kann die Strategie der niedrigsten Werte zum Erfolg führen

Eine weitere Strategie könnte sein, immer die niedrigsten Werte auszuspielen, während Sie die besten Karten mit den höchsten Gewinnchancen auf der Hand behalten. Hierbei handelt es sich um eine sehr gewagte, aber oftmals auch effiziente und höchst erfolgreiche Strategie. Gemessen an den Zufällen und Schicksalsschlägen, die in solch einem Spiel immer einen großen Einfluss ausüben, ist die Aussicht auf Erfolg womöglich um einiges höher, als wenn Sie gleich von Beginn an immer die höchsten Karten setzen würden. Sie können auf diese Weise auch sozusagen Unterlegenheit vortäuschen und Ihre Mitspieler in Sicherheit wiegen. Doch am Ende kommen Sie aus Ihrer Deckung heraus und setzen die siegreichen Nadelstiche genau zur rechten Zeit mit genau den richtigen Werten. In dem Fall ist es immer von Vorteil, wenn Sie selbst am Zug sind. Haben Sie nur noch hohe Karten auf der Hand und der gegnerische Spieler übertrumpft einen niedrigen Wert einer eigentlich guten Karte, ist natürlich auch diese Strategie aufgrund eines kleinen Makels zum Scheitern verurteilt.

Setzen Sie im "Quartett" bei einem schlechten Blatt auf die Strategie des taktischen Wartens

Dem Zufall könnten Sie sicherlich am besten beikommen, wenn Sie ganz und gar auf das taktische Abwarten setzen. Spielen Sie jede Karte situationsbedingt und überlassen Sie Ihren Mitspielern die Initiative. Gewinnen könnte am Ende schließlich auch derjenige, der die besseren Nerven zeigt und sich nicht allzu schnell aus der Reserve locken lässt. Mit dieser Taktik fahren Sie im Übrigen vor allem dann am besten, wenn Sie tatsächlich nur mehr oder weniger schlechte und schwache Karten auf der Hand haben. Mit taktisch klugen Zügen zur rechten Zeit könnten Sie sich auf diese Weise Karten ergattern, die eigentlich im Gesamtwert viel höher sind als jene, mit denen Sie sie schlagen. Und starke Karten brauchen Sie schließlich, um das Spiel am Ende erfolgreich für sich entscheiden zu können.

Im klassischen "Quartett" könnte das bessere Pokerface den Sieg erringen

Da es im klassischen "Quartett" so gut wie gar keine Möglichkeiten für eine Strategie gibt, könnten Sie versuchen, Ihre Nervenstärke zu Ihrem Erfolgsgaranten werden zu lassen. Wenn Sie in den Blicken, den Gesten und den Reaktionen Ihrer Mitspieler zu lesen versuchen, werden Sie womöglich schon nach recht kurzer Zeit feststellen, dass sie viel über das Denken und Handeln des jeweiligen Spielers verraten. Daraus ließe sich zum Beispiel erraten, welcher Spieler eine Karte haben könnte, die Sie für eines Ihrer Quartette benötigen. Schwieriger wird es natürlich, wenn es darum geht, um welche Farbe oder Karte es sich dabei handeln könnte. In diesem Fall müssen Sie gleichzeitig auf den Zufall und Ihr Glück setzen, um am Ende zu bekommen, was Sie wollen.

Im "Quartett" kann auch die beste Strategie vom Zufall zunichte gemacht werden

Als Fazit könnte man daraus schließen, dass es egal ist, wie gerissen Sie sind, wie viele gute Karten Sie sammeln, um sie im perfekten Moment auszuspielen und wie sehr Sie auch glauben, Ihre Mitspieler im Griff zu haben. Letztendlich entscheidet doch immer der Zufall das Spiel. Sie können lediglich versuchen, auch im Wettrennen gegen den Zufall Ihre Möglichkeiten zum Erfolg im Spiel zu nutzen. 

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