Minolta Chipkarten

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Insgesamt gibt es 26 verschiedene Chipkarten für das Minolta - AF - Kameraprogramm. Die ersten Chipkarten wurden mit der Dynax 5000i/7000i eingeführt und von da an bis zur Einführung der Dynax 7xi/9xi immer mal wieder erweitert. Die 700si war die letzte Kamera mit dem Chip-Slot, für die si-Reihe wurden aber keine speziellen Chipkarten entwickelt.

Nicht jede Chipkarte hat in jeder Minolta Kamera die volle Funktionsvielfalt, einige sind nur für spezielle Kameramodelle gebaut. Bei anderen "beißt" sich die Funktion der (alten) Karte mit der eingebauten gleichen Funktion einer neueren Kamera. Ich möchte hier nur einen kurzen Überblick über die Funktionsvielfalt der einzelnen Karten geben:

A/S (Aperture-/Shutter-Priority) (nur für 5000i)
Gibt derDynax 5000i die Möglichkeit der Zeit- und Blendenautomatik

B (Bracket 1)
Mit dieser Karte können Belichtungsreihen mit bis zu 7 Bildern geschossen werden, bei denen die Belichtung in ¼, ½ oder 1er Stufen differiert.

BR (Bracket 2) (ab xi)
Mit dieser Karte können Belichtungsreihen sowie Blitzbelichtungsreihen mit bis zu 7 Bildern geschossen werden, bei denen die Belichtung in 0,3, 0,5 oder 1 EV (bei Blitzreihen 0,5 oder 1 EV) differiert. Diese Karte kombiniert sozusagen Bracket 1 und Flash Bracket.

BG (Background Priority) (ab xi)
Mit dieser Karte kann die Schärfentiefe individuell festgelegt werden ungeachtet der Objektivbrennweite und des Objektabstandes.

CH (Child) (ab xi)
Stellt spezielles Belichtungsprogramm für Kinderaufnahmen zur Verfügung. Sozusagen Schnappschußfunktion mit möglichst kurzen Belichtungszeiten. Zusätzlich aktiviert sie bei den xi-Objektiven den APZ (automatischen Programm-Zoom) um die Abbildungsgröße bei Objekten in Bewegung beizubehalten.

CL (Close-up)
Stellt spezielles Belichtungsprogramm für Nahaufnahmen zur Verfügung. Möglichst große Abblendung für höhere Schärfentiefe. Ideal für Nah- und Makroaufnahmen.

Cu (Custom)
Hiermit können verschiedene Kamerafunktionen verändert werden. (Tonsignale, Bildzähler, Filmrückspulung, Tastenfunktionen etc.)

CuXi (Custom xi) (ab 7xi)
Hiermit können verschiedene Kamerafunktionen verändert werden. (Belichtungskorrektur, Meßarten, Meßfeld, Bildzähler, Filmrückspulung, Blitzzuschaltung, Eye-Start-Funktion etc.)

Da (Data 1)
Speichert die Aufnahmedaten (Verschlußzeit, Blende, Brennweite, Lichtstärke, Belichtungskorrektur und Belichtungsfunktion für einen Film mit max. 40 Aufnahmen

Da2 (Data 2) (ab 7xi)
Speichert die Aufnahmedaten (Verschlußzeit, Blende, Brennweite, Lichtstärke, Belichtungskorrektur und Belichtungsfunktion für bis zu 4 Filme.

De (Depth)
Stellt spezielles Belichtungsprogramm für möglichst große Schärfentiefe zur Verfügung. Möglichst alle Bildteile in Nah und Fern werden versucht scharf abzubilden.

F (Fantasy 1)
Durch Schärfeveränderung während der Belichtung werden Softeffekte (Weichzeichnereffekte) ohne spezielle Filter möglich (David Hamilton Bilder)

F2 (Fantasy 2) (ab 7xi)
Durch Schärfeveränderung während der Belichtung werden Softeffekte (Weichzeichnereffekte) ohne spezielle Filter möglich (David Hamilton Bilder). Zusätzlich sind hier Doppelbelichtungen möglich, bei der ein scharfes Bild ein unscharfes überlagert.


FB (Flash-Bracket)
Mit dieser Karte können Blitz-Belichtungsreihen mit bis zu 7 Bildern geschossen werden, bei denen die Belichtung in ½ oder 1er Stufen differiert.

H/S (Highlight/Shadow)
Mit dieser Karte ist bei schwierigen Lichtverhältnissen eine Spotmessung auf Lichter oder Schatten möglich

I (Intervalometer) (ab xi)
Mit dieser Karte fotografiert die Kamera in festgelegten Intervallen von selbst. Vorgänge wie Sonnen-Auf- und Untergänge oder aufblühende Blumen können so fotografiert werden ohne daneben zu stehen.

ME (Multi-Exposure)
Erlaubt bis zu 9 Mehrfachbelichtungen auf das gleiche Filmbild mit der Belichtungsfunktion Normal, Ein- oder Ausblenden.

ME2 (Multi Exposure 2)

Wie ME. Eventuell zusätzliche Funktionen, genaueres jedoch nicht bekannt !

MS (Multispot)
Aus bis zu 8 Einzel-Spotmessungen wird ein Mittelwert gebildet. Erleichert die Belichtung bei schwierigen Lichtverhältnissen (hohe Hell- Dunkel-Konraste)

P (Portrait)
Stellt spezielles Belichtungsprogramm für Portraits zur Verfügung. Die Person wird so scharf vor einem unscharfen Hintergrund abgebildet.

PA (Panning) (ab 7xi)
Mit dieser Karte wird der Bewegungsschärfe Indikator in der 7xi angezeigt, der einem behilflich ist, wenn die Kamera bei schnellen Objekten mitgezogen wird. Es erlaubt z.B. das Bild eines scharfgezeichneten Autos vor einem verwischten Hintergrund (oder das Gegenteil davon)

SH (Shift 1)
Mit dieser Karte läßt sich das Verhältnis Blende / Zeit bewußt verändern, um eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

SH2 (Shift 2) (ab 7xi)
Mit dieser Karte wird eine Serie von drei Aufnahmen geschossen mit unterschiedlichen  Zeit- und Blenden Kombinationen. Hierdurch erhält man drei Bilder mit unterschiedlichen Schärfentiefen und Bewegungsunschärfen. Die Belichtung ist auf jedem Bild korrekt.

SP (Sports 1)
Stellt Programmautomatik und möglichst kurze Verschlußzeiten ein

SP2 (Sports 2) (ab xi)
Stellt Programmautomatik und möglichst kurze Verschlußzeiten ein. Zusammen mit den xi-Objektiven können 5 verschiedene Zoom Funktionen vorgewählt werden, die eine Nachführung der Brennweite bei bewegten Objekten erlaubt, wodurch der eingestellte Bildausschnitt beibehalten wird.

T (Travel) (ab xi)
Die ideale Reisekarte sorgt für größtmöglich Schärfetiefe. Zusammen mit den xi-Objektiven wird zudem noch eine möglichst kurze Brennweite eingestellt, um z.B. Personen vor einer Sehenswürdigkeit zu fotografieren.

 

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