eBay
  • WOW! Angebote
  • Jetzt shoppen

Minolta AF Objektive für analoge und digitale Spiegelreflexkameras – Ein Ratgeber

eBay
Von Veröffentlicht von
Minolta AF Objektive für analoge und digitale Spiegelreflexkameras – Ein Ratgeber
. Aufrufe . Kommentare Kommentar . 2 Leserwertungen
Minolta AF Objektive für analoge und digitale Spiegelreflexkameras – Ein Ratgeber

Konica Minolta Dynax war der Begriff für die Autofokus-Spiegelreflexkameras der Firma Konica Minolta, die mit den Kameras der Dynax-Reihe der Firma Minolta 1988 startete. Das Kürzel AF steht für alle Objektive mit Autofokus mit Minolta-A-Bajonett. Mit der Einführung der i-Serie von Minolta, die es ab 1988 gab, wurde die Bezeichnung Dynax erstmals verwendet und bis 2006 auch für die digitalen Spiegelreflexkameras von Konica Minolta benutzt. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurden Kameras der Dynax-Reihe unter dem Namen Maxxum, in Japan unter der Bezeichnung Alpha verkauft. Anders als in Europa wurden diese Bezeichnungen jedoch auch schon für die erste Generation der Autofokus-Kameras verwendet, zu der auch die Minolta 7000AF aus dem Jahr 1985 gerechnet wird. Nachdem sich Konica Minolta 2006 aus dem Fotogeschäft zurückgezogen hatte, führt Sony das technische System weltweit unter dem einheitlichen Produktnamen Alpha weiter.

Die Anfänge der AF-Reihe

Im Jahr 1985 präsentierte Minolta mit der Minolta 7000 AF die erste in Großserie hergestellte Spiegelreflexkamera mit einem im Gehäuse integrierten passiven Autofokus-System auf der Grundlage von Phasendetektion. Mit der Einführung dieser Kamera wurde die Dynax-Serie begründet. In Europa erhielt die Serie zunächst keine Bezeichnung, erst später wurde der Namen Dynax verwendet. Während die Minolta 7000 AF eher für den Amateur vorgesehen war, war die nur wenig später in den Handel gebrachte Minolta 9000 AF für Berufsfotografen bestimmt. Der Konkurrenz war es erst erheblich später möglich, vergleichbare Fotoapparate vorzustellen. So kam die erste Autofokus-Spiegelreflexkamera des japanischen Produzenten Canon erst im Jahr 1987 auf den Markt. 1988 präsentierte Nikon die F4 aus der F-Serie. Minolta entwickelte speziell für die Apparate der neuen AF-Kamera-Serie ein neues Stecksystem für Wechselobjektive. Der Hersteller nannte dies Minolta-A-Bajonett. In Europa folgten 1988 mit den Minolta-Autofokuskameras der sogenannten i-Serie die ersten Kameras der Dynax-Reihe.

Die Entwicklung zur digitalen Kamera

Ab 1996 entwickelte Minolta parallel eine Reihe von analogen Kameras mit APS-Format unter dem Namen Vectis. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Kompaktkameras. Das Unternehmen präsentierte 1996 mit der Vectis S1 und im Jahr 1997 mit der Vectis S100 auch zwei Spiegelreflexkameras. Diese Apparate wiesen jedoch das Minolta-V-Bajonett auf, das zum A-Bajonett inkompatibel war. Dementsprechend bot Minolta nur sehr wenige passende Objektive an. Trotz sehr zufriedenstellender optischer Eigenschaften konnten sich die Spiegelreflexkameras der Vectis-Reihe beim Verbraucher nicht durchsetzen.
Seit 1986 produziert Minolta Digitalkameras. Damit zählt der japanische Hersteller zu den ersten Anbietern von Digitalkameras überhaupt. Für die Minolta 9000 AF wurde auf der photokina 1986 ein Still Video Back (SB-90) präsentiert. Im Jahr 1995 folgte die RD-175 mit einer Auflösung von 1,75 Megapixeln, die auf der Grundlage der Dynax 500si Super konstruiert worden war. Auf der Grundlage der APS-Spiegelreflexkameras der Vectis-Reihe erschien 1998 die DiMAGE RD-3000 mit 2,7 Megapixeln. Beide Geräte waren digitale Spiegelreflexkameras, die mit der CCD-Technologie ausgestattet waren.

Die digitale Kompaktkamera DiMAGE V wurde bereits 1996 der Öffentlichkeit präsentiert, der Fotoapparat, der auch die Minolta-DiMAGE-Modellreihe begründete. Minolta konzentrierte sich in den weiteren Jahren auf die Konzeptionierung von digitalen Kompaktkameras. Die All-in-One-Kameras der A-Serie mit integriertem Bildstabilisierungs-System Anti-Shake und die Superzoom-Kameras der DiMAGE Z-Serie mit Brennweiten bis zu 38 und 420 mm galten als technische Paradepferde. Hinsichtlich des Funktionsumfangs waren als handlicherer und leichterer Ersatz für die wesentlich schwereren Spiegelreflexkameras besonders die Apparate der A-Serie ausgelegt. Einige Komponenten des Zubehörs, wie die Programmblitz-Geräte mit Minolta-AF-Blitzschuh für die analogen Dynax-Kameras, ließen sich auch im Zusammenhang mit diesen Kameras einsetzen. Allerdings fehlte ihnen immer die Möglichkeit zur Verwendung von Wechselobjektiven mit Minolta-A-Bajonett.

Minolta und der Kampf um Marktanteile

Während die Wettbewerber, wie Canon mit den digitalen Modellen der EOS-Reihe und Nikon mit der D-Serie, die Entwicklung digitaler Spiegelreflexkameras vor allem für professionelle Nutzer seit der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre vorantrieben, bevorzugte Minolta nach wie vor die analogen Dynax 9-Kameras. Mitte der 2000er-Jahre erschienen immer mehr Produzenten mit digitalen Spiegelreflexkameras auf den Consumer- und Prosumer-Markt. Hierdurch sah sich Minolta herausgefordert, ab diesem Zeitpunkt in Zusammenarbeit mit Konica unter der Firmenbezeichnung Konica Minolta, mit der Dynax 7D eine Spiegelreflexkamera für das halbprofessionelle Marktsegment zu präsentieren. Ihr klassisches auf Drehschaltern basierendes Bedienungskonzept war der analogen Dynax 7 entlehnt. Mit der Dynax 5D folgte 2005 die letzte von dem japanischen Unternehmen entwickelte und unter dem eigenen Namen angebotene Spiegelreflexkamera. Beide Fotoapparate wiesen das im Gehäuse integrierte Bildstabilisierungs-System Anti-Shake auf.

Eigenen Angaben zufolge hatten Minolta und Konica Minolta bis Mitte des Jahres 2005 16 Millionen Wechselobjektive mit A-Bajonett ausgeliefert. Schließlich meldete Konica Minolta Anfang 2006, dass sich das Unternehmen innerhalb weniger Monate aus dem Kamera- und Filmgeschäft zurückziehen werde. Zukünftig sollte Sony das Geschäft mit digitalen Spiegelreflexkameras des Dynax-Systems weiter betreiben. Sony brachte in der zweiten Jahreshälfte 2006 mit der Alpha 100 eine digitale Spiegelreflexkamera auf der Grundlage der Dynax 5D in den Handel. Dieses Modell verwendet neben demselben Blitzanschluss auch das Minolta-A-Bajonett der Konica-Minolta-Kameras.

Die Dynax-Reihe von Minolta

Die Dynax-Reihe ist Bestandteil des Minolta-AF-Kamerasystems. Diese Serie umfasste neben den Kameragehäusen noch eine große Anzahl von Blitzgeräten und Objektiven, die besonders aufeinander abgestimmt waren. Auf diese Weise waren einige Funktionen, wie die ADI-Blitztechnologie, bedingt durch das Prinzip, lediglich in der Kombination der AF-Objektiven mit einem AF-Blitzgerät der HS(D)-Reihe und einem Entfernungsencoder (Typ "(D)") möglich. Allerdings nutzen manche der DSLRs einen im AF-Antrieb der Kameragehäuse über die Standardausstattung hinaus untergebrachten Drehencoder, um auch den ADI-Blitzbetrieb mit Nicht-(D)-Objektiven zu unterstützen. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Betriebsart nicht ganz so sicher ist wie mit (D)-Objektiven. Hingegen lassen sich auch andere Funktionen, wie das Anti-Shake-System der digitalen Dynax-Gehäuse, mit allen, auch sehr alten AF-Objektiven in Betrieb nehmen, selbst solche von fremden Produzenten. Sämtliche Komponenten des Minolta-AF-Systems, die rein mechanisch funktionierten, waren zueinander voll kompatibel. Nur von älteren Komponenten des Kamerasystems wurden einige neuere Funktionen unterstützt. Allerdings war die sogenannte Abwärtskompatibilität gewährleistet. Kompatibilitätsprobleme bei einigen Objektiven von Fremdherstellern ließen sich meist durch ein Chip-Update beheben.

Funktionsweise des Anti-Shake-Systems

Minoltas digitale Spiegelreflexkameras der Dynax-Reihe sind mit einem System zur Bildstabilisierung, das vom Unternehmen als Anti-Shake (AS) bezeichnet wird, ausgestattet. Dieses System verhindert oder reduziert das Verwackeln der Bildaufnahmen bei Belichtungszeiten unterhalb der gegebenen Freihandgrenze. Im Gegensatz zu den Systemen anderer Kamera-Produzenten, bei denen die Korrekturen im Objektiv vorgenommen werden, beruht das von Konica Minolta entwickelte System auf einer Bewegung des CCD-Chips (CCD-Shift). Auf diese Weise funktioniert es unabhängig vom verwendeten Objektiv. Beim Anti-Shake-System werden die Beschleunigung und die Bewegungsrichtung der Kamera über zwei gyroskopische Sensoren gemessen. Von der Elektronik werden aus diesen Informationen Korrekturbewegungen für die Piezo-Elemente, die den CCD-Chip verschieben, berechnet. Das Anti-Shake-System von Minolta verringert demnach Unschärfen, die durch das Verwackeln entstehen, unabhängig vom verwendeten Objektiv.

Die Objektive der Minolta AF-Reihe

Nachdem die Minolta 7000AF der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, veröffentlichte Minolta auch eine Reihe von neu entwickelten Objektiven auf den Markt, die vom Unternehmen AF-Objektive genannt wurden. Hierbei wurde erstmals auch das sogenannte Minolta-A-Bajonett verwendet. Der Wechsel des Objektivs erfolgt durch Drücken des Knopfes für die Bajonettentriegelung. Im Anschluss daran muss das Objektiv um 45 Grad gedreht werden. Der Abstand zwischen Objektivanlage und Filmebene, der als Auflagemaß bezeichnet wird, beträgt 44,5 Millimeter. Der Austausch der Daten zwischen Kameraelektronik und Objektiv erfolgt über acht vergoldete Kontaktstifte. Normalerweise befindet sich der Motor zur Einstellung des Fokus bei Minoltas AF-Systemen im Kameragehäuse. Seit Ende 1991, der Ende der xi-Serie, bietet Minolta integrierte Motoren und seit Ende 2003 Objektive mit eingebauten Ultraschallmotoren (SSM-Objektive) an. Ab der Dynax 7 (2000) wird dies von den Kameragehäusen unterstützt. Darüber hinaus bietet Minolta für die Dynax 9 ein SSM/ADI-Upgrade an.

Die Palette der angebotenen Minolta-AF-Objektive reicht von den sogenannten Fischaugenobjektiven mit 16 mm Brennweite über Normalobjektive und Weitwinkel bis hin zu Teleobjektiven mit bis zu 600 mm Brennweite. Besondere Optiken wie spezielle Makro- oder Portrait-Objektive sowie ein 500-mm-Spiegellinsenobjektiv waren im Angebot. Darüber hinaus befanden sich auch Objektive mit A-Bajonett von externen Produzenten wie Sigma, Tamron, Soligor und Tokina im Handel. Konica Minolta bot zusammen mit der Dynax 7D speziell für die Digitalfotografie entwickelte AF-Objektive. Die Objektive der DT-Serie waren für das kleinere APS-C-Sensorformat vorgesehen und lassen sich wenig sinnvoll an einer analogen Minolta-Kleinbildkamera verwenden. Der größte Nachteil ist derjenige, dass der kleinere Bildkreis der AF-DT-Objektive zwangsläufig zu einer kreisförmigen Abschattung am Bildrand des Kleinbildformates führt. Ähnliches gilt für die DI-2 und DC-Objektive der Fremdproduzenten.

Minolta selbst entwickelte, anders als die Konkurrenten Nikon mit der Vibration Reduction und Canon mit seinem Image Stabilizer zunächst kein eigenes, in den jeweiligen Objektiven integriertes System zur Bildstabilisierung. Allerdings entstand wie bereits ausgeführt nach langjähriger Entwicklungsarbeit für die digitalen Dynax-Kameras das sogenannte Anti-Shake-System, das bereits im Kameragehäuse integriert ist. Dieses Prinzip kann die Bewegungen der Kamera während der Belichtung durch eine ausgleichende Verschiebung des Bildsensors kompensieren.

Beispiele für im Handel befindliche Minolta-Objektive

Minolta AF 1,7/50 mm – robustes Standobjektiv

Minolta AF-Zoom 3,5-4,5/24-105 mm D – solide Bedienungselemente, gute Bildqualität

Minolta AF 2,8/300 mm Apo G (D) SSM – Werkzeug für Profis

Minolta AF 1,4/35 mm G – überzeugender Kontrast und Auflösung

Die Minolta AF-Objektive für analoge und digitale Spiegelreflexkameras haben in der Welt der Fotografie Maßstäbe gesetzt und haben auch heute noch bei Profis und Amateuren einen guten Ruf.

Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü