Mini-PCs: Klein, leise und günstig

t-online.de
Von Veröffentlicht von

Office-Arbeiten, Mailen, Surfen – wenn dies Ihre Hauptbeschäftigungen am PC sind, könnte ein Mini-PC die richtige Lösung für Sie sein: Sie sind keine Boliden, aber brave Arbeitsrechner. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

 

Mini-PCs: Klein, leise und günstigDer ASRock VisionX gehört zur Oberklasse unter den Mini-PCs und bietet Anschlüsse satt. (Copyright: ASRock)

 

 

Preis und Leistung: Was kann ein Mini-PC?

Klein, stromsparend und kostengünstig – das macht Mini-PCs so attraktiv. Die kompakte Bauweise bedeutet aber vor allem, dass alle Komponenten so verbaut sind, dass ein Aufrüsten kaum möglich ist. Sie müssen also vor dem Kauf entscheiden, was Sie mit dem Rechner tun möchten und welche Leistung Sie dafür brauchen. Dies entscheidet dann über den Preis: In den günstigsten Mini-PCs unter 300 Euro stecken schwächere Prozessoren. Sie genügen aber völlig für alltägliche Arbeiten und finden sich in den Produktpaletten aller Hersteller, etwa bei Acer, ASUS, Lenovo oder ZOTAC. Brauchen Sie beispielsweise für Spiele mehr Leistung, dann sollte ein stärkerer Prozessor im Gehäuse stecken. Das bewegt den Preis eher in Richtung 500,- Euro oder sogar darüber. Für einen ASRock VisionX zum Beispiel können Sie etwa 800,- Euro anlegen.

 

 

Herzstück des Mini-PCs: Der Prozessor

Der ASUS VM40B-S003M ist ein Einsteigermodell und bereits für 200 Euro zu haben. (Copyright: ASUS) Mini-PCs sind unter anderem so preisgünstig, weil in ihnen zum Beispiel ein Intel Atom, Celeron oder ein schwächerer AMD-Prozessor verbaut ist. Sie bieten genügend Power, um E-Mails zu schreiben, Office-Arbeiten zu erledigen oder im Internet zu surfen – daher auch der alternative Name "Nettop". Für ordentlich Gaming-Power sollte allerdings mindestens ein Intel Core i5 verbaut sein.

 

 

Grafikkarte für Spielspaß unerlässlich

Rechenintensive Bildbearbeitung und Gaming erfordern Grafik-Power. Der integrierte Grafikchip in den günstigeren Mini-PCs kann solche Ansprüche kaum erfüllen – da muss eine ausgewachsene Grafikkarte her, etwa eine AMD Radeon oder Nvidia Geforce. Bedenken Sie aber, dass die Grafikkarte auch Strom verbraucht und den Preis nach oben schraubt.

 

 

Kein Lärm, geringer Stromverbrauch

Die ZOTAC ZBOX nano gehört zur gehobenen Klasse - sowohl was Ausstattung als auch Preis betrifft. (Copyright: ZOTAC) Was macht Lärm im PC? Einfach gesagt: alles was sich dreht. Das ist hauptsächlich der Lüfter – der wird gebraucht, weil der Prozessor beim Arbeiten heiß wird. Je stärker der Prozessor, desto größer die Hitze. Dank ihrer schwächeren Prozessoren müssen also Mini-PCs weniger gekühlt werden, manche Modelle kommen sogar ganz ohne Lüfter aus.

 

Eine weitere Geräuschquelle ist die klassische Festplatte – eine SSD-Platte wäre die lautlose Alternative, denn sie hat keine beweglichen Teile. Und schließlich das DVD-Laufwerk: Überlegen Sie, ob Sie ohne auskommen können bzw. ob für den gelegentlichen Einsatz ein externes USB-Laufwerk genügt. Prozessor, Lüfter, Festplatte, Laufwerke – allesamt Stromverbraucher, die in Mini-PCs in schwächeren oder lautlosen Varianten eingebaut sind. Mini-PCs sind damit also nicht nur leiser, sondern sparen auch noch Strom.

 

 

Mini-PCs laufen oft unter Linux

Achtung: Manche Mini-PCs setzen auf alternative Betriebssysteme wie Linux oder Android. Wenn Sie also Ihre vertraute Windows-Oberfläche nicht missen möchten, achten Sie vor dem Kauf darauf. Manche Geräte werden auch ganz ohne Betriebssystem geliefert – für jene, die sich alle Möglichkeiten offen halten möchten.

 

 

Auf passende Ausstattung achten

Standard-Verbindungen wie etwa USB-Anschlüsse sollten auf jeden Fall vorhanden sein – am besten sogar USB 3.0. Ebenso selbstverständlich: Buchsen für LAN, Monitor, Lautsprecher, Kopfhörer und Mikrofon. WLAN sollte heutzutage auch an Bord sein. Dann wird es anspruchsvoller: Ein HDMI-Ausgang wäre sinnvoll, wenn Sie das Gerät als Mini-Kino an den Fernseher anschließen möchten. In dem Fall ist auch eine Fernbedienung zwingend. Fotografen werden einen Slot für Speicherkarten zu schätzen wissen und Film-Liebhaber brauchen zumindest ein DVD-Laufwerk, Blu-ray wäre noch besser.

 

 

Bonus-Feature: Montage am Monitor

Manche Mini-PCs lassen sich an der Monitor-Rückwand befestigen. Wenn Sie also noch mehr Platz sparen möchten, achten Sie auf diese Option. Vorteil: Die fest verbundene PC/Monitor-Kombi lässt sich sehr einfach transportieren.

 

 

Hersteller und Modelle

Bei allen Herstellern finden sich Mini-PCs in verschiedenen Preisklassen. Bei ASUS, Lenovo und Acer zum Beispiel liegen die Preise etwa zwischen 200,- und 500,- Euro. Hier finden die meisten Anwender das richtige Gerät für ihren Bedarf – vergleichen lohnt sich. Es finden sich sogar Geräte für weniger als 200,- Euro im Angebot. Hier sollten Sie aber genau darauf achten, welche Leistung Sie dafür geboten bekommen. Das gilt auch für die Geräte im oberen Preissegment: Nicht jeder Mini-PC um die 1.000,- Euro hat zum Beispiel eine starke Grafikkarte an Bord. Am Ende entscheidet wie bei jedem Computerkauf die Frage: Was möchte ich mit dem Gerät tun? Dann ergibt sich meist von selbst, welcher Mini zu Ihnen passt.

 

> Zurück zum Themen-Überblick 

Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü