Mini Cooper – das Kultauto der 68er neu entdeckt

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Mini Cooper – das Kultauto der 68er neu entdeckt

Im Jahr 2001 übernahm BMW die Neuauflage des Mini, wobei der Name zum einen die deutsche Automarke meint, und zum anderen das Modell derselben Marke bezeichnet. Früher als Kleinstwagen aus dem Straßenbild in England nicht wegzudenken, gibt es ihn heute in sechs verschiedenen Karosserieversionen: als dreitürigen Hatchback, viertürigen Shooting Brake, zweitüriges Coupé oder Roadster sowie als fünftürigen SUV sowie Cabriolet.

Die verschiedenen Baureihen des Minis haben bei BMW unterschiedliche interne Bezeichnungen

Im Hause BMW haben die Minis je nach Zeitpunkt der Baureihen interne Bezeichnungen erhalten. Diese richteten sich analog zu den gleichzeitig entwickelten Modellen der Marke Rover. Als R50 sind die Modelle Mini One, One D und Cooper bezeichnet, die von 2001 bis 2006 gebaut wurden. R52 meint die Modelle Mini Cabrio als One, Cooper oder Cooper S, die von 2004 bis 2008 vom Band liefen. Die R-Bezeichnungen setzen sich bis R61 fort und decken den Mini Clubman als Kombiversion, Mini Coupé, Roadster, Paceman sowie Countryman ab. Ab 2013 wechselt der interne Buchstabe von R auf F, sodass die Minis ab diesem Zeitpunkt intern mit F56 geführt werden.

Der Mini Cooper der Jahre 2001 bis 2006 ist in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten erhältlich

Als BMW im Jahr 2001 die Wiederauferstehung des 68er-Mini-Coopers einläutete, ging das Unternehmen offensiv an den Markt, um eine möglichst breite Käuferschicht anzusprechen. Die erste Generation, die die Baureihen R50, R52 und R53 abdeckt, zeichnet sich durch Ottomotoren mit 1,6 Litern und Dieselmotoren mit 1,4 Litern aus. Die Leistung schwankte zwischen 55 und 154 kW. Im Mini One D, der mit 55 kW ausgestattet war, wurde derselbe Motor eingesetzt, der bereits beim Toyota Yaris für zuverlässigen Antrieb sorgte. In der Benzinvariante war der Mini One mit 66 kW, als Cooper mit 85 kW und als Cooper S mit 125 kW zu haben. Diese drei Modelle hatten einen Vierzylinder-Benzinmotor von Tritec, der gemeinsam mit Chrysler entwickelt und in Brasilien gefertigt wurde. Der Ursprungs-Mini war damals für Personen gedacht, die wenig Geld hatten und wenig Platz zum Abstellen des Autos, deshalb war das Auto kurz bemessen und der Radstand eng. Das schlug sich auf das Fahrgefühl und die Sicherheit nieder. Der neu aufgelegte Mini fällt als individuelles Auto mit Lifestyle-Faktor deutlich ins Auge. Im Gegensatz zum 68er-Mini haben die Fahrzeuge der ersten Generation deutlich mehr Platz im Innenraum, denn das Konzept ist komplett überarbeitet worden. Zum einen ist das Fahrzeug erheblich länger, zum anderen hat es ein wendiges und aktives Fahrverhalten bei hohen Sicherheitsmerkmalen. Tatsächlich ist die technische Ausstattung so hochwertig, dass der ADAC die Minis in der Pannenstatistik durchweg auf den ersten Plätzen führt.

Die Fahrzeugmerkmale des Minis sind vielfältig in den Varianten One, Cooper und Cooper S

Wer sich mit dem Mini beschäftigt, wird schon bald die enorme Vielfalt von Versionen feststellen. Immer als Mini erkennbar, doch häufig individuell designt, ist das Fahrzeug auch heute noch Kult. Der Mini One und der Mini One D weisen immer ein einheitliches Farbbild auf, was das Dach und die Karosserie angeht. Der Kühlergrill sowie die Außenspiegel sind schwarz. Der Mini Cooper eröffnete den Käufern die Option, die Wagenfarbe vom Dach abzusetzen, allerdings standen für das Dach alternativ zur Wagenfarbe nur schwarz und weiß zur Verfügung. Der Kühlergrill ist durchweg verchromt.

Der Cooper S wiederum unterscheidet sich durch einen Kühlergrill in der Farbe des Autos, sowie einem zusätzlichen Lufteinlass, der so genannten „Hutze". Sie ist in die Motorhaube integriert. Außerdem wurde der zweiflutige Auspuff zentral angebracht. Das Mini Cabrio erweiterte 2004 die Produktpalette. Das Auto hat ein Stoffverdeck, das automatisch betrieben wird. Es funktioniert ähnlich wie ein Schiebedach und wird nur zum Teil geöffnet. Das Auto hat eine Heckklappe, die wie beim Klassiker nach unten geklappt wird. Das Cabrio gibt es in den Varianten One, Cooper und Cooper S und wurde bis 2008 produziert.

Die Fahrzugmerkmale der Sondermodelle Mini Seven, Mini Park Lane und Mini Checkmade

Drei Sondermodelle sind seit 2005 auf dem Markt: Der Mini Seven, der Mini Park Lane und der Mini Checkmade. Die drei Individualisten haben exklusive Ausstattungsmerkmale, die auf sehr spezielle Zielgruppen zugeschnitten sind. Der Mini Seven ist für Lifestyle-orientierte Käufergruppen konzipiert und ist als One, One D und Cooper zu haben. In einer einzigartigen Lackierung unterscheidet er sich von allen anderen Modellen, denn nur der Mini Seven ist in Solar Red Metallic zu haben. Das Dach der Version Cooper konnte in der gewählten Wagenfarbe, schwarz oder weiß gewählt werden, wobei silberfarbene Außenspiegel die individuelle Optik vervollständigten. Wenn Sie sich bei eBay nach einem Mini One Seven umsehen, werden Sie diesen nur mit einem Dach in Wagenfarbe und schwarz lackierten Außenspiegelkappen finden. Im Innenraum fällt das Sondermodell durch die Verwendung des Mini-Symbols in den Sitzbezügen und an der Innenverkleidung auf. Serienmäßig können Sie mit einer Klimaanlage, Lederlenkrad, Bordcomputer und höhenverstellbaren Sitzen rechnen.

Der Mini Park Lane ist die Luxusvariante der Minis. Das Design ist exklusiv, die Verwendung von hochwertigem Leder und verchromten Bauteilen Standard. Gepaart mit der gewohnt hochwertigen Verarbeitung von BMW ergibt sich ein Fahrzeug für Personen, die Wert auf Exklusivität und hohen Komfort legen. Der Mini Park Lane hat ebenfalls eine extra kreierte Farbgebung, nämlich Royal Grey Metallic. Sämtliche Mini-Varianten sind als Park-Lane-Modell verfügbar. Das Dach des Mini Park Lane ist bei dem Cooper und Cooper S kontrastierend in Silber lackiert, was dem Fahrzeug ein edles Aussehen verleiht. Ergänzt durch einen Dachspoiler, der allerdings ausschließlich für Benziner zu haben ist, ergibt sich ein einzigartiges Design. Leichtmetallräder und verchromte Außenspiegel vervollständigen diesen Eindruck. Auch im Innenraum kann sich der Mini Park Lane sehen lassen. Neben den bereits erwähnten Materialien Leder und Chrom sind serienmäßig eine Klimaanlage und ein zweifarbiges, lederbezogenes Lenkrad zu finden. Obwohl der Park Lane zu den luxuriösen Fahrzeugen gehört, weist außen lediglich ein sehr zurückhaltender Schriftzug auf diesen Umstand hin – ganz englisches Understatement.

Für die sportlichen Käuferschichten ist der Mini Checkmate konzipiert, der als Cooper und Cooper S zu haben ist. Auffällig sind die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie die aufwendige Lackierung im schwarz-weißen Zielflaggen-Muster an den vorderen Kotflügeln. Das Dach ist in einer Kontrastfarbe zur Sonderlackierung Space Blue verfügbar. Auch der Dachspoiler weist die Kontrastfarbe auf. Auf der Motorhaube unterstreichen Farbstreifen in Längsrichtung das sportlich ausgerichtete Image. Auch im Innenraum setzt sich das Konzept fort. Die Ausstattung ist farblich auf die Lackierung der Karosserie abgestimmt, die Bezüge, wahlweise in Stoff oder Leder, sind in silbergrau und blau abgesetzt. Auch das zweifarbige Lederlenkrad passt sich diesem Farbkonzept an. Die karierte schwarz-weiße Musterung an den Kotflügeln findet sich auch auf den Türschwellern wieder. Das Fahrwerk ist ebenfalls sportlich ausgelegt, die Federung entsprechend dynamisch. Serienmäßig bringt der Mini Checkmate CD-Radio, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, Bordcomputer und höhenverstellbare Sitze mit. Wenn Sie bei eBay diese Variante des Minis suchen, könnten Sie auf weitere Lackierungen stoßen, denn es war möglich, das Fahrzeug in anderen ausgewählten Farben zu bestellen.

Der Mini der zweiten Generation läuft seit dem Jahr 2006 vom Band

Hinsichtlich des Schutzes von Fußgängern und aufgrund der verschärften Vorschriften in den gängigen Crash-Tests wurde der Mini der zweiten Generation, der BMW-intern mit den Kürzeln R55, R56, R57, R58 und R59 belegt wurde, in der Karosserie verändert. Der Mini bekam eine längere Schnauze, die zudem insgesamt erhöht wurde. Das hatte erheblichen Einfluss auf die Gesamtproportionen des Kultmobils und so wurde die Frontscheibe neu designt. Auf den Markt kamen die Modelle der zweiten Generation mit 1,4 bis 1,6-Liter-Ottomotoren mit 70 bis 105 kW oder als Diesel mit 1,6 bis 2,0-Liter-Motoren und einer Leistung von 66 bis 155 kW.

Auch beim Mini der zweiten Generation brachte der Hersteller unterschiedliche Varianten auf den Markt. So können Sie ihn ab Baujahr 2007 als Cooper mit 88 kW, Cooper S mit 128 kW, One mit 70 kW und Cooper D mit 80 kW auch bei eBay finden. Ende 2007 kamen die Varianten Cooper Clubman, Cooper S Clubman und Cooper D Clubman hinzu, die mit Motoren zwischen 88 und 128 kW ausgestattet wurden. Mit 155 kW noch stärker motorisiert sind die Modelle ab August 2008, nämlich Mini John Cooper Works und Mini John Cooper Works Clubman. Erst 2009 folge der Mini One als Basismodell mit der schwächsten Motorisierung von 55 kW. Doch damit war die Angebotspalette noch nicht vollständig. Es kamen drei Varianten des Cabrios als Mini Cooper Cabriolet mit 88 kW, Mini Cooper S Cabriolet mit 128 kW und Mini John Cooper Works Cabriolet mit 155 kW auf den Markt sowie der Mini Cooper SD mit einer Leistung von 105 kW. Das grundlegend Neue an den Modellen ist der sparsame Verbrauch. Die Motoren, die zusammen mit Peugeot und Citroen entwickelt wurden, weisen beispielsweise in der Dieselvariante einen geringen Verbrauch von 3,9 Litern/100 km bei einer Schadstoffbelastung von 104 g CO2/km auf. Bemerkenswert ist, dass der Turbolader des Cooper S insgesamt fünf Mal hintereinander den Preis „Engine of the year" in der Klasse der Kleinwagen erhielt.

Weitere Modelle des kleinen BMW als Coupé, Roadster und Mini E

Das Mini Coupé ist ein geschlossener Pkw mit zwei Türen, der insgesamt einen sportlichen und eleganten Eindruck macht. Vergleichen Sie das Coupé mit der Karosserie des Kleinwagens, so zeichnet es sich durch ein verkürztes Dach und nur zwei Säulenpaare aus. Damit wirkt das Coupé noch sportlicher als der Mini Checkmate. Der Roadster ist im Prinzip das Mini Coupé als Cabriolet. Anfang 2012 kam er auf den Markt und bietet lediglich zwei Personen Platz. Das Verdeck ist von Hand zu öffnen, lediglich als Sonderausstattung ist das Verdeck auch elektronisch zu bedienen. Er ist jedoch wegen des deutlichen Aufpreises verhältnismäßig selten zu finden. Der Mini E trägt dem Trend nach alternativen Antrieben Rechnung. Seit 2009 wird das Fahrzeug als Modellversuch in Berlin, London und München getestet, zum Teil auch in den USA. Als Serienmodell ist der Mini E noch nicht zu haben, jedoch steht BMW in den Startlöchern, um auch umweltbewussten Fahrern mittelfristig eine ausgereifte Alternative bieten zu können.

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