Mini-Beamer: die preiswerten Alternativen für den mobilen Einsatz

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Mini Beamer: Das bringen die preiswerten Alternativen für den mobilen Einsatz

Projektoren – auch Beamer genannt – sind äußerst vielseitig verwendbare Geräte. In den Büros unterstützen die Beamer Präsentationen, in den Hörsälen der Universitäten zählen sie zur Grundausrüstung. Die Schulen setzen ebenfalls vermehrt darauf, und zu Hause verwandelt der Projektor die weiße Wand in ein Heimkino. Alle diese Einsatzzwecke haben einige Gemeinsamkeiten. Die verwendeten Geräte sind in der Regel nicht unbedingt günstig in der Anschaffung und dazu aufgrund großer Abmessungen eher unhandlich. Das erschwert den mobilen Einsatz.

Allerdings geht in der Technik in vielen Bereichen der Trend zu kleineren und leichteren Modellen. Das gilt in gleichem Maße für die Beamerbranche. Neben den erwähnten großen Projektoren bieten die Hersteller kompakte Ausführungen an: Projektoren, die beinahe in die Hosentasche passen. Das erleichtert die ortsungebundene Verwendung erheblich. Für spontane Präsentationen oder einen Foto- beziehungsweise DVD-Abend mit den aktuellsten Urlaubsbildern benötigen Sie keinen schweren Projektor. Es geht deutlich leichter – dank sogenannter Mini-Beamer.

Die Mini-Beamer sind gerade einmal so groß wie ein Taschentuch. Vom Gewicht her sind die leichtesten Ausführungen vergleichbar mit einem iPhone. Das macht die Miniatur-Projektoren – auch Pico-Beamer genannt – zum idealen Begleiter im Geschäftsalltag oder der Freizeit. Die kompakten Maße bringen verständlicherweise Unterschiede im Vergleich zu herkömmlichen, großen Beamern mit sich. Zunächst einmal sind die Mini-Beamer preiswerter erhältlich. Für die großen Geschwister müssen Sie in den meisten Fällen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dafür sind Letztere leistungsstärker. Gleichwohl erreichen Sie bei der richtigen Kaufentscheidung mit einem Pico-Beamer zufriedenstellende Bildqualitäten.

Dieser Ratgeber unterstützt Sie beim Kauf eines Mini-Beamers. Sie erhalten Informationen zu verschiedenen Ausführungen. Ferner erwarten Sie Hinweise, auf welche technischen Details Sie bei Ihrer Wahl besonders zu achten haben.

Kaufratgeber Mini-Beamer – Unterschiede bei den Ausführungen beachten

Mini-Beamer ist nicht gleich Mini-Beamer. Die als "Mini" titulierten Modelle unterscheiden sich in der Stromversorgung und in der Verwendung. Folgende Pico-Projektoren finden Sie auf eBay:

  • Mini-Beamer mit integriertem Akku: Ein Anschluss an das Stromnetz ist für den Betrieb des Gerätes nicht erforderlich.
  • Mini-Beamer ohne Akkubetrieb: Diesbezüglich ist erneut zu differenzieren zwischen zwei Ausführungen. Einige Projektoren schließen Sie direkt an das Stromnetz an. Andere Modelle beziehen die Energie per USB vom verbundenen Wiedergabegerät. Beide vorgestellten Alternativen lassen sich wie herkömmliche Beamer mit PC oder Notebook einsetzen.
  • Des Weiteren sind Mini-Projektoren für Smartphones erhältlich. Damit projizieren Sie den Bildschirm Ihres Mobiltelefons an die Wand. Besonders praktisch: Der Beamer fungiert zusätzlich als mobile Ladestation für Ihr Smartphone.

Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Verwendung Sie für den Mini-Beamer angedacht haben. Bei Einsatz des Projektors in Kombination mit einem Smartphone ist eine erste Eingrenzung der infrage kommenden Modelle einfach. Im Hinblick auf die mobile Nutzung in Verbindung mit einem PC, Notebook oder einer Spielekonsole sind weitere Überlegungen notwendig. Sie haben die Wahl zwischen einem Modell mit oder ohne Akku zu treffen. Entscheidend sind zunächst der Einsatzort und die Tatsache, ob dort eine Steckdose vorhanden ist. Ferner sind Ihre persönlichen Vorlieben ausschlaggebend. Legen Sie Wert auf größtmögliche Flexibilität oder ist die Bindung an eine externe Stromversorgung akzeptabel? Zudem sind technische Unterschiede zu beachten.

Mini-Beamer mit Akkubetrieb: begrenzte Batterielaufzeit, geringe Lichtstärke

Mini-Beamer mit integriertem Batteriebetrieb gehören zu den kleinsten erhältlichen Ausführungen. Die entsprechenden Geräte sind besonders kompakt und leicht. Sie bemerken die Geräte bei Gewichten zwischen 120 und 300 Gramm in Ihrer Tasche überhaupt nicht. Unkompliziert ist zudem der Einsatz: Sie schalten den Projektor ein – und die Präsentation beginnt. Die Suche nach einer Steckdose entfällt. Die Batterielaufzeit ist abhängig vom Modell und den gewählten Einstellungen. Bei heller Anzeige bewegt sich die Laufzeit maximal im Bereich von 90 bis 120 Minuten. Insofern sind Geräte mit Stromversorgung per USB oder Steckdose bei langen Präsentationen vorzuziehen. Sie vermeiden dadurch ein ungewolltes, verfrühtes Ende Ihres Vortrags. Dasselbe gilt für Spielfilme mit Überlänge.

Die kompakten Abmessungen inklusive eines Akkus, der Platz in Anspruch nimmt, machen sich in der Leistungsstärke bemerkbar. Insbesondere bei der Helligkeit sind die batteriebetriebenen Pico-Beamer ihren Geschwistern, die auf eine externe Stromversorgung setzen, unterlegen. Die Maßeinheit für die Lichtstärke bei Projektoren ist ANSI-Lumen (kurz lm). Je höher der Wert, desto stärker leuchten die Lampe beziehungsweise die integrierten LEDs. Die ersten Mini-Beamer im Hosentaschenformat erreichten eine Helligkeit von acht ANSI-Lumen. Mittlerweile gelangen den Hersteller Fortschritte. Die Helligkeitswerte der akkubetriebenen Mini-Beamer bewegen sich ungefähr zwischen 30 und 100 ANSI-Lumen. Zum Vergleich: Bei herkömmlichen Projektoren gilt ein Gerät ab 1.000 ANSI-Lumen als heimkinotauglich. Für helle Büroräume sind 2.000 ANSI-Lumen erforderlich. Ein abgedunkelter Ort ist deshalb für einen Pico-Beamer zwingend notwendig. Andernfalls stoßen die kleinen Geräte schnell ihre Grenzen.

Mini-Beamer mit externer Stromversorgung punkten mit höherer Leuchtstärke

Legen Sie Wert auf maximale Leuchtstärke trotz kompakter Maße und leichtem Gewicht, sind Sie mit einem Mini-Beamer ohne Akku besser beraten. Die entsprechenden Modelle erreichen teilweise bis zu 500 oder 700 ANSI-Lumen. Preisgünstigere Projektoren bewegen sich im Bereich von 100 bis 300 Lumen. Dennoch reichen besagte Werte noch immer nicht aus, um gegen direkte Sonneneinstrahlung zu bestehen. Im Vergleich zu den Geschwistern mit integrierter Batterie sind die Mini-Beamer ohne Akku etwas schwerer. Einige Modelle bringen 600 Gramm auf die Waage, andere Ausführungen liegen deutlich über einem Kilogramm.

Bedeutendes Kaufkriterium bei Mini-Beamern: die native Auflösung

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Kauf eines Beamers ist dessen Auflösung. Die auf eBay erhältlichen Modelle realisieren in dieser Hinsicht Werte zwischen 640 x 360 über 640 x 480 (VGA) und 800 x 600 bis hin zu 1.280 x 800 Pixeln (WXGA). Grundsätzlich gilt: Je höher die Auflösung ist, desto qualitativ hochwertiger ist das gezeigte Bild. Ist Ihnen ein scharfes Bild wichtig, ziehen Sie einen Beamer mit guter Auflösung vor. Dazu steigt in der Regel mit zunehmender Auflösung die mögliche Bildfläche, welche der Beamer mit seiner Projektion abdeckt. Hochauflösende Geräte erreichen zwischen drei und vier Metern Bildschirmdiagonale. Das ist für den gelegentlichen DVD-Abend völlig ausreichend. Ihre Urlaubsbilder zeigen Sie damit ebenfalls in geeigneter Größe Ihren Bekannten und Freunden.

Die Auflösung eines Mini-Beamers entnehmen Sie der dazugehörigen technischen Beschreibung. Achten Sie dabei auf den Unterschied zwischen der nativen und der maximalen Auflösung. Eine optimale Darstellung der zu zeigenden Inhalte erreichen Sie ausschließlich bei Verwendung der nativen Auflösung. In manchen Datenblättern machen die Hersteller zusätzlich Angaben zur maximalen Auflösung. Hierbei handelt es sich um die maximale Anzahl an Bildpunkten, die das entsprechende Gerät verarbeitet. Der Beamer rechnet das in der Maximalauflösung eingehende Signal in seine native Auflösung um. Das reduziert die Qualität des Bildes.

Verwendete Technologie – die LEDs dominieren unter den Mini-Beamern

Grundsätzlich ist bei (herkömmlichen) Beamern zwischen verschiedenen Technologien zu differenzieren. Es sind LCD-, LED-, DLP- sowie LCoS-Projektoren erhältlich. Im Hinblick auf die Mini-Beamer fällt die Auswahl deutlich geringer aus. Die LED-Technologie dominiert diesen Markt eindeutig. Beinahe alle Modelle erzeugen ihr Bild mittels Leuchtdioden. Modelle mit LCD oder DLP sind äußerst selten. Grund für die Vorherrschaft der LEDs ist deren geringer Energiebedarf. Besagter Aspekt ist insbesondere bei Ausführungen mit Akku von großer Bedeutung. Zudem entfällt die von alten Projektoren bekannte große Lampe. Die Verwendung kleiner Leuchtdioden ermöglicht geringere Abmessungen. Des Weiteren punkten die LEDs mit einer hohen Lebensdauer sowie satten und klaren Farben. Der Nachteil der LED-Technologie liegt in der vergleichsweise geringen Leuchtstärke. Daraus resultiert der bereits angesprochene niedrige ANSI-Lumen-Wert der Mini-Beamer.

Bei einigen – verhältnismäßig leuchtstarken – Mini-Beamern setzen die Hersteller auf eine Kombinationslösung. Grundlage ist dabei die DLP-Technologie. DLP-Projektoren besitzen Halbleiter mit bis zu zwei Millionen schwenkbaren Spiegeln. Die Spiegel reflektieren das Licht und erzeugen dadurch ein helles Bild. Quelle des Bildes ist bei herkömmlichen Beamern mit DLP-Technologie ein rotierendes Farbrad. Bei der vorgestellten Mini-Beamer-Lösung entfällt das Rad allerdings. Stattdessen dienen LEDs als Lichtquelle. Der Mini-Projektor arbeitet dadurch stromsparender und leiser.

Anschlüsse des Mini-Beamers mit der verwendeten Datenquelle abgleichen

Herkömmliche Beamer bieten eine große Vielfalt an Anschlüssen und Schnittstellen. Da bei Mini-Projektoren der vorhandene Platz deutlich geringer ausfällt, sparen die Hersteller an den Anschlüssen. Informieren Sie sich vor dem Kauf, über welche Schnittstellen das von Ihnen angedachte Modell verfügt. Diese sind vor allem mit der von Ihnen primär eingesetzten Datenquelle abzustimmen. Einen PC beziehungsweise Notebook verbinden Sie unkompliziert per VGA-Anschluss. Alternativ bietet sich dafür ein HDMI-Eingang an. Dieser eignet sich zudem für Spielekonsolen und Blu-Ray-Player. Ein Mini-Beamer mit HDMI lohnt sich erst ab einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Mit einem Composite-Video-Eingang schließen Sie Videoquellen wie DVD-Player oder TV-Receiver an. Beabsichtigen Sie, des Öfteren Bilder der Digitalkamera an die Wand zu projizieren, ist ein Steckplatz für SD- oder Micro-SD-Speicherkarten von Vorteil. Grundsätzlich empfehlenswert – aufgrund der vielseitigen Verwendungsmöglichkeit – ist eine USB-Schnittstelle.

Spezielle Mini-Beamer für das Smartphone – auf vorausgesetzte Schnittstellen achten

Abschließend erhalten Sie in diesem Ratgeber einige Kaufhinweise zu mobilen Smartphone-Beamern. Die realisierten Lösungen für das Mobiltelefon fallen teilweise sehr unterschiedlich aus. Einige Projektoren sind in Form einer Hülle konzipiert, in die Sie Ihr Smartphone einlegen. Das bedeutet: Die Abmessungen des Mini-Beamers sind an die Maße bestimmter Mobiltelefone (wie die iPhone-Beamer) angepasst. Sie können den Projektor nicht in Kombination mit beliebigen Modellen verwenden. Universeller sind Ausführungen, die optisch einem gewöhnlichen Mini-Beamer ähneln, jedoch über spezielle Smartphone-Anschlüsse verfügen. Sie verbinden Beamer und Smartphone mittels eines dafür im Lieferumfang enthaltenen Kabels. Das Gerät projiziert daraufhin Ihre derzeitige Displayanzeige an die Wand. Über Tasten oder ein Rad regulieren Sie die Bildschärfe. Überprüfen Sie vor dem Kauf, ob der Mini-Beamer mit Ihrem Smartphone kompatibel ist. Oftmals sind bestimmte Anforderungen an vorhandene Schnittstellen – zum Beispiel die Unterstützung des MHL-Standards – beim Mobiltelefon vorausgesetzt.

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