Mindestanforderung an einen Reparatur- und Messplatz !!

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Heute möchte ich über die Mindestanforderungen an einen vernünftigen Reparaturplatz sprechen.


Die Größe der Arbeitsfläche spielt dabei eine untergeordnete Rolle, ausschlaggebender ist dabei die Ausstattung!


Damit man bei einer Reparatur oder Revision zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommt sollte folgende Ausstattung vorhanden sein:


  • vernünftiges Werkzeug ist das A und O, Billigzeugs aus dem Baumarkt hat hier nichts verloren, Markenware wie Bernstein und Knipex schon!!

  • erweiternd ist natürlich einiges an Spezialwerkzeug nortwendig, z.B. Miniaturabzieher, speziell geformte Schlüssel etc.

  • spezielle, den Anforderungen entsprechendes Löt- oder Entlötwerkzeug wie z.B. Heißluft-Löt-Entlötstationen, SMD Lötstationen, alles natürlich temperaturgeregelt und mit allen möglichen Lötspitzengrößen (ich habe selber eine Heissluft- und drei normale SMD-Lötstationen, eine mit Zangenlötkolben)

  • verschiedene Reinigungsmittel, Kontaktsprays, Öle und Fette, Lötmittel

  • und von der Ehefrau aus der Küche viele, viele Putztücher!!!!!!!



Zum nachfolgendem Abgleich:

  • mindestens ein Zweikanaloszilloskop mit 20-35 MHz Bandbreite (ich habe z.B. ein Speicher- und ein normales Einkanal zur Fehlersuche)

  • einen Signalgenerator mit sauberem Ausgangssignal (z.B. Toellner)

  • einen genau arbeitenden Frequenzzähler (z.B. Grundig oder Philips)

  • ein genau arbeitendes Millivoltmeter mit weitreichendem Frequenzbereich (z.B. LEADER)

  • ein Wow- und Fluttermeter

  • Kapazitäts-und Induktivitätsmessgerät

  • ein analoges Vielfach Messgerät mit mindestens 10 MOhm Eingangswiderstand! (damit kann man beim Abgleich Tendenzen besser sichtbar machen wie mit einem Digitalen!)

  • ein Digitalmultimeter

Zum Schluß natürlich noch die notwendigen Einstell- und Abgleichtapes!



Das allerwichtigste:


Das notwendige Know How, Sauberkeit und Präzise Arbeitsausführung!

Wer lustlos an die Sache rangeht, da kommt nichts vernünftiges bei raus, glauben Sie mir!!


Nachtrag:

Ich vergaß, so nebenbei noch zu erwähnen, daß das Meßequipment natürlich auch in regelmäßigen Abständen gewartet, also kalibriert werden muß! Das gilt umsomehr für Meßgeräte, die auch schon ein gewisses Alter erreicht haben!

Diese Geräte sollten mindestens in einem zweijährigen Turnus (für den Privatbereich) neu kalibriert werden, da sonst die abgeglichenen Werte ja auch nicht richtig sind und die Arbeit eigentlich für die Katz ist.

Dafür gibt es verschiedene Firmen, ist zwar nicht ganz billig, aber dafür bekommen Sie sogar ein vor-nachher Meßprotokoll dabei!

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