Microsoft Natural Ergonomic Keyboard 4000, USB Tastatur

Aufrufe 4 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Microsoft Natural Ergonomic Keyboard 400, - "black ist beautiful" ? ... tja, von wegen, ein Notkauf, mehr nicht !

Im Grunde nur empfehlenswert, wer bisher noch nicht bzw. nie das Vergnügen hatte, jemals eines der vorherigen Modelle von MS zu testen. Oder wer überhaupt ganz neu mit ergonomischen Tastaturen anfängt. Vorweg: niemand muß hier ausschließlich das blinde 10 - Finger Schreibsystem beherrschen. Denn, wirklich, - mit der richtigen Eingewöhnungszeit und überhaupt dem Willen dazu kommt das von ganz allein. Es ist also durchaus richtig, das man sich damit fast schon spielerisch dazu zwingen kann. Sie werden es mit der Zeit ganz von selbst bemerken, wie das Tempo sich steigert und kaum noch Vertipper passieren. Aber, wer hirt natürlich stur weiterhin krampfhaft am Adler - Suchsystem (2 Finger Auswahl) hängt und sich partout nicht einfach gehen läßt, - solch ein Keyboard fördert ja im Grunde nur, daß jede Hand jetzt auf einer Seite bleibt, der sollte besser zunächst nur mit einer halb - geschwungenen beginnen.

Gemeint sind damit die unzähligen, ebenso teuren Markenhersteller wie billigen Anbieter, die hier nun den ergonomischen Sinn bzw. den Knick eines geteilten Tastenfeldes ganz halbherzig und mehr schlecht als recht kopieren bzw. leicht modifiziert haben. Dadurch sollte dann wohl auch jedem die Umstellung leichter fallen, bis irgendwann zu einen echten und (fast !) zu 100 % ganz komromißlosen Ergonomie - Gerät (wie dem hier) gegriffen werden kann. Wer aber richtiger Vielschreiber ist (und dementsprechend, möglicherweise auch, ohnehin schon an Beschwerden wie RSI, Karpalttunnelsyndrom usw. - leidet, die andere erst später gerade durch ihr konsequent falsches tippen hier bekommen), der kommt eben nicht an solchen Keyboard's vorbei. Und vornehmlich an diese Käuferschicht richtet sich so eine Tastatur eben.

Halt, stimmt zwar, doch nicht ganz. Es gibt natürlich auch die kompletten Neuanfänger bzw. Quereinsteiger. Zu unterscheiden ist (und bleibt aber auch) allerdings, - siehe oben genannte Gruppe, das Klientel, die es garnicht erst versuchen. Wer hier immer noch nicht verstanden hat, warum sich gerade diese Tastatur durch die mitgelieferte Adapterstütze nach hinten neigt (bzw. neigen soll, denn das ist richtig), - dem ist halt nicht zu helfen. Dann kann sich natürlich über die schwer gängige Leertaste moniert werden.

Ironischerweise haben sich ja gerade solche Nutzer bewußt für dieses Modell und eben nicht zuerst einmal für den jeweiligen Vorgänger entschieden. Diese waren ja (fast) alle noch gerade aufliegend bzw. klassisch nach vorn gekippt aufstellbar. Das wird wohl auch am USB - Anschluß gelegen haben. Und eventuell ebenfalls an der Tatsache, das diese Tastatur hier auschließlich im (neu) modischen schwarz, hach, wie chic ;-), erhältlich ist !? Was allerdings dabei oft vergessen wurde, ist die ganz schlichte Tatsache, das eben durch die dunkle Grundfarbe auch viel schwerer abgelesen werden kann. Passiert halt beim nicht blind tippen. Und so wird dann auch die hebende Stütze wieder abmontiert, oder war niemals dran. Was sich aber wieder genau im - exakt dadurch - verschlechterten Anschlagverhalten niederspiegelt. Manchen kann es halt niemals recht gemacht werden. Ich möchte aber mal genau dieses (un)kritische Käuferpotenzial versuchen anzusprechen.

Es ist traurig, - MS hatte beinahe 10 Jahre Zeit, um nach dem angeblichen Desaster mit seinem Natural Multimedia Keyboard (viele hatten hier gemotzt, das bei dem Modell die F - Tasten nicht standardmäßig während des Systemstarts aktiviert waren, - auf die simple Idee, dann einfach eine Zusatztaste hier zu drücken bzw. gedrückt zu halten zur Aktivierung, kam leider wohl kaum einer), etwas zu verbessern. Was kam dabei heraus ? Eine Tastatur, - die nicht mehr auch nur das geringste von der früheren Qualität, und vor allem, Robustheit, Unverwüstlichkeit ihrer Vorgänger besitzt.

Hier lösen sich die Buchstaben auf den Tasten mit der Zeit ab. Anscheinend, beinahe schon der Regelfall aller heutzutage produzierten Keyboards. Kein Wunder, weil sie nicht gelasert bzw. gefräst wurden, sondern lediglich nur aufgeklebt sind. Das ganze wackelt, es knarzt (Korpus bzw. Gehäuse) sogar noch ganz erbärmlich. Die Tasten sind anfangs butterweich, auch wenn der früher von vielen so geschätzte, etwas härtere Anschlag vermindert wurde. Ein (dh. mit) kleines Zugeständnis halt, - auch und besonders an jene Laptop - Enthusiasten. Später ändert sich das allerdings sehr schnell. Es liegt aber nicht immer am Verschmutzungsgrad. Natürlich sollte sich jeder auch erst mal vorher kundig machen, bevor überhaupt versucht wird, das ganze so zu öffnen und zu reinigen.

Wie sich diese Tastatur öffnen, leicht demontieren und hinterher ebenso wieder zusammen bauen läßt, das kann mittlerweile - z.T. sogar reich und ausführlich bebildert ! - bereits überall im Netz recherchiert werden. Und trotzdem, - es macht bestimmt kaum noch einen wahrhaft langlebigen Gesamteindruck. Aber, das sollte ja auch nie beabsichtigt werden, wie es beinahe scheint !? Hauptsache, - hohe Gewinnspanne eben.

Das die Anordnung der Tasten ohnehin leicht begradigt und somit (verglichen zu den anderen Natural - Produkten) auch nicht mehr so ganz einem ergonomischen Konzept folgt, lässt sich ganz einfach damit erklären: niemand soll dadurch auch mal die Idee kommen, möglicherweise ein paar oder gleich ganze Tastenreihen hier durch die der anderen Modelle (möglichst heller, abriebfester) auszutauschen. Tja, MS - weltweit, falsch gedacht. Es gibt auch hier bereits gewifte Modding - Experten, die das bewerkstelligt haben. Natürlich funktioniert es dann nur, insofern, wie nicht die Tasten T, G, B und Z, H, N bzw. 6 & 7 ausgetauscht werden. Denn diese wurden absichtlich extrem verbreitert. Sich aber die Leertaste, - dh. wenn schon falsch angeschlagen wird, durch ein fast wieder gerades Teil zu wechseln, ist aber durchaus möglich.

Die Pseudo - Leder (Kunstleder) Handballenauflage hier ist ebenso ein geschmackliches Kriterium. Na klar, ist das handschmeichelnde Feeling im direkten Vergleich zu kaltem Plastik etwas feines. Aber, das allerdings dadurch auch irgendwann Schwitzränder hervortreten bzw. das Material brüchig, spröde und unansehlich, vergilbt wird (besonders, weil es ja nicht gut, feucht abgewischt werden sollte), ist genauso zu bemerken. Nur, bei den meißten dürfte aber auch die reine Lebenserwartung des ganzen Gerätes niemals solange liegen, gelle, MS. Also, warum dann Qualität produzieren !? ;-)

Natürlich gibt es bei soviel nun wirklich nicht komplett unberechtigter Kritik auch vieles, was für dieses Modell spricht. Der Markt ist leider nicht so überfüllt mit rein ergonomischen Tastaturen. Das (obwohl, im Grunde sehr gute Konzept) ganze hat sich bis heute eben niemals wirklich richtig in der Akzeptanz vieler dafür durchsetzen können. Im Klartext, - beinahe jeder, hat hier seine eigenen Vorstellungen.

Da wird vollgepfropft mit Zusatztasten, - frei belegbaren Hotkeys, Lautstärke bzw. Zoom - Buttons und Schiebereglern. Ein USB - Kabel darf es ausschließlich sein. Das der freie PS/2 Anschluß so nicht mehr gebraucht wird, ist ja egal. Und abgesehen davon, niemand denkt auch nur daran, wenigstens einen Adapter beizulegen. Naja, es wird sich wohl gedacht, irgendwann gibt es ohnehin keine alten PC's mehr. Die Ausmaße allein schrecken dadurch schon viele ab. Und, manche hätten aber auch, dh. selbst bei starkem Interesse, jetzt garnicht mal den Platz dafür. Andere wiederum sind dermaßen festgefahren in ihren hoffnungslos, veralteten Ansichten (das QWERTZ - Layout kann hiermit gut verglichen werden, - dennoch behalten wir es seit über 100 Jahren immer noch bei), daß sie sich kaum getrauen, überhaupt mal damit zu arbeiten. Tja, nicht jeder Quatsch, der, jedenfalls zur Hälfte bereitsm Tradition (geworden) ist, muß deshalb gleich automatisch das beste sein.

Wie auch immer, hier bekommen sie ein Gerät (noch dazu vom Monopolisten ihres Betriebssystems, was also folgerichtig sehr viel Kompatibilität verspricht), das sich trotz aller Einsparungen in der Verarbeitung, dem kaum geänderten Design, seiner Qualität und dem Grundgedanken der Erleichterung sowie ihrer Gesundheit sehr gut tun wird. Fazit: auf jeden Fall selber testen, - einfach mal ausprobieren, ob sie damit klar kommen und bei preisgünstiger Gelegenheit, zugreifen. Das heißt, bis zum theoretischen Nachfolger zumindest. Denn, wer weiß schon, wann das sein wird. ;-)

    

 (abgeriebene Tastenbeläge, ein sehr häufiges Problem heutzutage ... )

    

 (noch sehr deutlich zu erkennen, - die ehem. Umrisse der Aufkleber !)

 

 (sprödes Leder an Handauflage !)

 - / -

ps. was nicht heißt, bei den "guten, alten", weißen passiert das nie (allerdings, erst nach über 10 Jahren), - siehe hier ...


  

Microsoft Natural Keyboard (Elite) - abgeriebene Buttons ... trotzdem seltener als beim Ergonomic 4000
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden