Meteoriten und Ihre Herkunft

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Meteoriten

Schon immer haben Kometen die Menschheit fasziniert und erschreckt. Oft wurden sie als Vorboten von Katastrophen oder gar vom Ende der Welt angesehen. Die astronomische Wissenschaft hat diese Schreckbilder weitgehend entkräftet.

Dazu hat vor allem die europäische Raumsonde "Giotto" beigetragen. Beim letzten Auftauchendes Halleyschen Kometen im Jahre 1986, flog die Sonde in nur 500 - 600 Kilometern Entfernung an dessen Kern vorbei.

Seitdem kann über Aufbau und Zusammensetzung dieser Schweifsterne einiges gesagt werden. Dennoch werden Kometen heute noch mystifiziert. 1995 wurde ein Komet entdeckt, der im Frühjahr 1997 mit bloßem Auge zu erkennen war. Dieser wurde nach seinen Entdeckern "Hale-Bopp" genannt. Sein Erscheinen führte in Nordamerika zum Suizid einer ganzen Sekte.

Die Mitglieder dieser Gruppierung nahmen an, daß sich im Gefolge des Schweifsterns ein außerirdisches Raumschiff befand. Um mit auf die Reise gehen zu können, glaubten sie, daß sie sich zunächst ihrer menschlichen Hülle entledigen müssten.

Der Name Komet stammt übrigens aus dem Lateinischen. Frei übersetzt bedeutet er soviel wie Haarstern.

Verlaufsbahnen und Herkunft

Der äußere Rand unseres Sonnensystems wird von einer Wolke begrenzt, die jenseits der Plutobahn liegt. In ihr befinden sich Milliarden von Kometenkernen, die auch "schmutzige Schneebälle" genannt werden.

Der niederländische Astronom Jan Oort hat 1950 diese Wolke erstmals beschrieben. Sie erhielt aus diesem Grund auch seinen Namen: Oortsche Wolke.

Die Oortsche Wolke stellt möglicherweise die Überreste des Sonnensystems dar.

Deshalb ist die Erforschung von Kometen von großem Interesse. Sie könnte Aufschlüsse über die Anfänge der heute bekannten Planeten geben. Die Oortsche Wolke unterliegt dem Gravitationsfeld der Sonne. Gelegentlich bricht ein Kern aus der Wolke aus und gerät in die inneren Planetenbahnen. Gründe dafür können Kollisionen oder Gravitationsfelder anderer Himmelskörper sein.

Passiert ein Komet auf seinem Weg zur Sonne einen größeren Planeten, so kann seine Bahn abgelenkt werden. Er gerät in eine relativ kurze elliptische Bahn. Dadurch wird er zu einem kurzperiodischen Kometen, der für einen Umlauf um die Sonne vergleichsweise wenige Jahre benötigt.

Ein Beispiel dafür ist der Halleysche Komet. Er kreuzt die Bahn der Erde alle 76 Jahre. Berühmt ist er vor allem deshalb, weil er der erste war, dessen Wiederkehr vorausgesagt wurde.

Der Engländer Edmund Halley hatte die Kometenbahn berechnet und seine Rückkehr für das Jahr 1758 angekündigt. Der Komet erscheint seit mindestens 240 vor Christi Geburt immer wieder. Während eines Umlaufs verliert der Halleysche Komet ca. 200 Millionen Tonnen seines Gesamtgewichts. Da er aber ziemlich viel Materie enthält, wird er unsere Erdbahn noch einige 10.000 Jahre passieren.

Es gibt auch Kometen, die nicht periodisch sind. Sie machen sogar den weitaus größten Anteil an Schweifsternen aus. Diese Schweifsterne kehren nach dem Passieren der Sonne in die Oortsche Wolke zurück. Diejenigen die länger als 200 Jahre für eine Umlaufbahn brauchen, werden als langperiodisch bezeichnet. Die kürzeste Umlaufzeit hat der Enckesche Komet mit etwa drei Jahren und vier Monaten.

Im Juli 1994 wurde der Komet Shoemaker-Levy-9 von Jupiter aus seiner Bahn geworfen. Dadurch geriet der Schweifstern in das Anziehungsfeld des Planeten. Er zerbrach in mehrere Teile und stürzte auf Jupiter. Die Folgen waren gewaltige Kollisionen, wobei ein solcher Zusammenstoß ausgereicht hätte, um das Leben auf der Erde zu vernichten.

Der Entdecker des Kometen, der amerikanische Geologe und Astronom Shoemaker, wurde gefragt, ob dergleichen der Erde denn auch widerfahren könne.

Seine Antwort lautete: "Es ist nicht die Frage, ob es passiert. Von Interesse ist, wann es geschieht."

Aufbau und Zusammensetzung

Ein Komet besteht aus Kern, Koma und Schweif. Der Kern hat einen Durchmesser von nur wenigen Kilometern. Die Vermessung der Raumsonde "Giotto" ergab, dass der Halleysche Komet sechzehn Kilometer lang und acht Kilometer breit ist.

Die Bestandteile des Kerns sind vor allem Eis und Staub. Daher kommt auch die Bezeichnung "schmutziger Schneeball".

Dieser Kern liegt im Inneren der Koma, die den umfangreichsten Teil des Kometen ausmacht. Ihr Durchmesser beträgt zwischen 10000 und 100000 Kilometer.

Die Koma entsteht durch die Annäherung des Kerns an die Sonne. Das Eis verdampft teilweise und umgibt den Kometenkern wie eine Gaswolke. Von der Koma wird durch den Sonnenwind ein Teil des Gases weggetrieben. Der Gasschweif des Kometen entsteht. Sobald sich der Komet von der Sonne entfernt, fliegt der Gasschweif quasi voraus, eine Folge des Drucks des Sonnenwindes.

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