Messgeräte für das Terrarium finden

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Messgeräte für das Terrarium finden

Terrarienarten und die dafür notwendigen Messgeräte

Bei den Terrarien werden je nach Bewohner verschiedene Arten unterschieden. Es gibt Terrarien für große Tiere wie Riesenschlangen, die durchaus über 75 Kilogramm wiegen können und dementsprechend widerstandsfähige Becken benötigen, Terrarien für Insekten und Ameisen, welche für Spinnen und Skorpione und natürlich Flaschenterrarien für Pflanzen.

Da jeder diese Bewohner verschiedene Anforderungen an sein Habitat stellt, ist es unumgänglich, dass die von Ihnen künstlich geschaffenen Umweltbedingungen auf das Genaueste geregelt und überwacht werden. Dabei helfen Ihnen verschiedene Messgeräte, die Sie neu oder auch gebraucht auf eBay erwerben können, denn ein Grundsatz für Terrarienbesitzer lautet, dass sie alles, was sie regeln, auch messen müssen.

Terrarien für Pflanzen

Terrarien, die nur für Pflanzen bestimmt sind, kennen Sie vielleicht als Flaschengarten, in dem ein kleines selbstständiges Ökosystem herrscht. Auch bei diesen an und für sich sehr pflegeleichten Terrarien empfiehlt es sich, das Sie zumindest am Anfang über die wichtigsten Werte Bescheid wissen. Diese wären die Lichtstärke, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Auch nicht uninteressant sind in diesem Zusammenhang die Wasserhärte und der pH-Wert des Wassers.

Terrarien für tierische Bewohner

Terrarien für tierische Bewohner stellen zwangsläufig höhere Ansprüche an den Besitzer. Hier müssten Sie nämlich ohne Technik mehrmals täglich nach dem Rechten sehen und schnell eingreifen, wenn ein Wert aus dem Ruder läuft. Damit Ihnen einiges an Arbeit erspart bleibt, können Sie sich mit Temperaturreglern, Berieselungsanlagen und dergleichen behelfen. Hierzu benötigen Sie die passenden Messgeräte, um die richtigen Einstellungen vornehmen zu können.

Wissenswertes über Messgeräte für Ihr Terrarium

Messgeräte für ein Terrarium sind in den verschiedensten Ausführungen erhältlich. Auch gibt es unterschiedliche Typen von Messgeräten für denselben Einsatzzweck. Das wohl einfachste Messgerät um die Temperatur zu fühlen tragen Sie ständig mit sich – Ihre Hand. Doch bei einem Terrarium reicht das leider nicht aus - hier sind Sie auf genaue Werte angewiesen. Um diese zu ermitteln, gibt es analoge und digitale Messgeräte.

Analog oder digital – hier scheiden sich die Geister

Analoge Messgeräte eignen sich besonders für sehr feuchte Einsatzgebiete. Um funktionieren zu können, müssen sie unbedingt im Inneren des Beckens angebracht werden. Die digitalen Varianten haben den Vorteil, dass sie bis auf das Zehntel Grad genau arbeiten und möglicherweise sogar die Durchschnitts- und Extremwerte der jeweils gemessenen Einheit speichern.

Bestandteile und Funktion der Geräte

Die meisten Geräte bestehen aus einer Anzeige für den gemessenen Wert und einem oder mehreren Fühlern. Bei den digitalen Geräten werden Batterien oder eine andere Energieversorgung verwendet, während analoge Geräte etwas anders funktionieren. Diese arbeiten mithilfe der Ausdehnung der verschiedenen Gase oder Flüssigkeiten oder sie verwenden zum Messen zum Beispiel die Wärmestrahlung. Eine dritte Gruppe stellen Messstreifen, zum Beispiel für den pH-Wert des Wassers da. Hier ist eine Substanz auf dem Streifen aufgebracht, die sich als Indikator je nach Wert unterschiedlich verfärbt.
Die Geräte können auch kombiniert werden, so gibt es Thermometer und Hygrometer in einem gemeinsamen Gehäuse zu erwerben. Das hilft einerseits Platz zu sparen und die Übersicht zu wahren, andererseits muss man, wenn eines davon kaputt geht, das kaputte Gerät ersetzen und hat somit wieder zwei Geräte. Die Geräte werden, bevor sie in den Handel gehen, mittels eines geeichten Referenzgerätes kalibriert.

Verschiedene Steuerungen für Terrariumtechnik

Da Sie nun mittels der Messgeräte wissen, wie hoch die Temperatur oder andere Werte Ihres Terrariums sind, möchten Sie bestimmt diese Werte für die Bewohner auch korrekt einstellen. Dies geschieht mittels diverser Steuerungen und Vorrichtungen. Die einfachste Steuerung ist hierbei wieder manuell, aber es kann zeitraubend und ermüdend werden, die Heizmatte oder die Beleuchtung von Hand ein- und auszuschalten. Eine andere Möglichkeit ist beispielsweise die Verwendung einer Zeitschaltuhr. Auch diese gibt es aufwendig mit unzähligen Programmen oder in schlichten analogen Varianten, bei denen nur die Zeiten eingestellt werden, in denen der Strom fließen soll. Damit ist es zum Beispiel möglich, alle 30 Minuten sechs Minuten lang die Berieselungsanlage oder der Luftbefeuchter laufen zu lassen.

Gegenüberstellung von günstigen Geräten und teureren Ausgaben

Messgeräte für Terrarien müssen nicht immer teuer sein. Sie müssen jedoch dem Einsatzzweck angepasst sein und vernünftig funktionieren. Da manche Tiere und Pflanzen extrem empfindlich sind und schnell erkranken können, sollten Sie sich vor dem Kauf der doch mitunter etwas kostspieligeren Geräte genau erkundigen, was die Terrarienbewohner benötigen und ob Sie mithilfe der Geräte auch wirklich so genau messen können.

Welche Werte Sie genau beobachten sollten

Im Prinzip sind alle Werte gleich wichtig. Sie sollten wissen, dass, wenn Sie ein Gerät wie zum Beispiel eine Lampe austauschen, sich nicht nur die Beleuchtung und damit die Temperatur ändern kann, sondern auch damit zusammenhängend die Luftfeuchtigkeit. Eine Lampe strahlt nicht nur Licht ab, sondern erzeugt auch Wärme. Es gilt ein einfaches Prinzip: Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie halten. So sollten Sie beim Austausch eines Gerätes unbedingt alle Werte im Auge behalten und gegebenenfalls korrigierende Maßnahmen ergreifen.

Feuchtigkeit und Wassergehalt der Luft

Um die Luftfeuchtigkeit zu messen, verwendet man sogenannte Hygrometer. Diese können aus einem einfachen Klebestreifen bestehen, der im Inneren des Beckens angebracht wird. Es gibt auch analoge Geräte, die ein Wasser anziehendes Material enthalten. Dieses Material kann sich bei verschiedenen Feuchtigkeiten ausdehnen oder zusammenziehen. Oft werden auch Hygrometer verwendet, die mit einem beschichteten Kunststoffstreifen ausgestattet sind oder digitale Hygrometer, die auf der Außenseite des Beckens angebracht werden und mittels Fühlern im Inneren die Luftfeuchtigkeit messen. Doch nicht nur die Luftfeuchtigkeit ist interessant, bei manchen Terrarien benötigen Sie auch die Feuchtigkeit des Substrats. Manche Tierarten benötigen feuchtes Substrat und würden ohne dieses nicht überleben können. Hier gibt es je nach Bedarf und Geldbeutel die verschiedensten Vorrichtungen.

Temperaturen von Luft, Bodensubstrat und Wasser

Die Temperatur von Luft, Boden und Wasser kann ebenso auf verschiedene Arten ermittelt werden. Die einfachsten und günstigsten Geräte funktionieren auch hierbei wieder analog und messen grundsätzlich nur ihre eigene Temperatur. Ein Infrarot-Thermometer, auch als Pyrometer bekannt, misst die Wärmestrahlung, die ein Körper aussendet.
Genauere Messergebnisse als mit analogen Geräten werden Sie mit den digitalen Geräten bekommen. Während die analogen Thermometer mittels Klebestreifen im Becken angeklebt werden, haben die digitalen Thermometer Fühler, die die Ergebnisse an die Anzeige weiterleiten. Die digitalen werden in der Regel wegen der für Elektrogeräte unverträglichen Temperaturen auf der Außenseite des Terrariums befestigt. Ein digitales Thermometer sollte über lange Kabel verfügen, damit Sie es gut verlegen können. Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Tiere das Kabel oder die Fühler nicht beschädigen können.

Worauf bei wechselwarmen Tieren zu achten ist

Viele wechselwarme Tiere benötigen während des Tages unterschiedliche Temperaturen, um gesund zu bleiben. Deshalb müssen Sie als Halter mittels einer geeigneten Heizung dafür sorgen, dass die Temperaturen auch eingehalten werden. Weil Sie jedoch wahrscheinlich eher nicht 24 Stunden am Tag vor dem Thermometer sitzen wollen, sollten Sie sich die Anschaffung einer Variante überlegen, die die Höchst- und Tiefsttemperaturen misst. Somit können Sie die Umgebungstemperaturen genau überwachen und im Bedarfsfall optimieren. Gerade in der Nacht brauchen die Tiere eine wesentlich kältere Umgebungstemperatur. Manche Arten verlangen sogar einen Unterschied von über 20 Grad Celsius zwischen der Tagtemperatur und der Nachttemperatur. Des Weiteren müssen Sie auch die verschiedenen Jahreszeiten im Terrarium simulieren.

Legen Sie verschiedene Temperaturzonen an

Achten Sie auch darauf, dass es in einem Terrarium verschiedene Temperaturzonen gibt. Diese Zonen können quer oder horizontal verlaufen. Im Idealfall haben Sie mehrere Thermometer, die die verschiedenen Temperaturen in den einzelnen Zonen messen. Vermeiden Sie auch, dass die Temperatur im Licht gemessen wird, damit sich das Thermometer nicht durch die Lichteinstrahlung erwärmt wird und so die Ergebnisse verfälscht werden.

Farbe und Helligkeit der Beleuchtung

So wichtig, wie die Temperatur für das Terrarium ist, so wichtig ist auch die richtige Beleuchtung. Sie müssen damit nicht nur die Sonne simulieren, sondern sich auch überlegen, welche Lampen Sie zusätzlich benötigen. Da es die verschiedensten Lampen gibt, sind auch verschiedene Messgeräte erhältlich. Dabei können Sie die Helligkeit der Lichtquelle messen oder Sie messen das Ergebnis an einem beliebigen Messpunkt. Die erste Variante finden Sie unter dem Begriff Fotometer, die zweite Variante wird Luxmeter genannt.
Lampen erzeugen aber nicht nur das für uns Menschen sichtbare Licht, sie können auch Infrarotlicht oder UV-Strahlen aussenden. Für die Tiere sind die UV-Strahlen teils lebensnotwendig. Die UV-Strahlung benötigen die Tiere für die Vitamin D3 Synthese und somit für einen gesunden Knochenbau. Die Werte der einzelnen Lampen auf dem Markt weichen aber extrem voneinander ab. Umso wichtiger ist es für Sie, zu wissen, wie viel von welcher Strahlung abgegeben wird. Da die UVC-Strahlung in der Natur nicht vorkommt, ist es hier besonders wichtig, genau vorzugehen, da sie zellzerstörend wirkt. Zum Messen der Strahlung wird unter anderem ein UV-Radiometer verwendet.

Der Stromverbrauch der einzelnen Geräte

Wenn Sie sich fragen, wie viel Strom diese Geräte verbrauchen, gibt es auch hierfür eine Lösung – Strommessgeräte. Diese werden zwischen die Verbraucher wie Lampe oder Heizung und der Steckdose angebracht. Somit können Sie den Stromverbrauch Ihres Terrariums ermitteln.

Wofür Sie sich auch entscheiden werden, ob für analoge oder digitale Messgeräte, im Vordergrund stehen dabei selbstverständlich immer die Bedürfnisse der Terrarienbewohner. Falls Sie sich nicht sicher sind, welches der vielen Geräte das richtige ist, scheuen Sie sich nicht davor, einen Fachmann oder ein Buch zum Thema zu Rate zu ziehen. Aber mit der richtigen Behandlung kann ein Terrarium ein wunderschönes und aufgrund der Lebenszeit der Tiere ein lebenslanges Hobby werden.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden