Memory Cards - und Datenverlust war gestern!

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Memory Cards - und Datenverlust war gestern!

Ratgeber zum Kauf von Speicherkarten

Akkulaufzeit und Speicherplatz sind bei Mobilgeräten ein leidiges Thema. Das gilt für Smartphones gleichermaßen wie für MP3-Player, Tablets oder auch Digitalkameras. Bei intensiver Nutzung erreicht die Batterieanzeige unweigerlich den kritischen Bereich. Der verfügbare Speicherplatz neigt sich bei häufigen Fotografien oder Videoaufnahmen ebenfalls schnell dem Ende zu. Bei der Stromversorgung sind Ihre Möglichkeiten eingeschränkt: Entweder Sie laden Ihr Gerät entsprechend häufiger auf – oder Sie tauschen den Akku aus. Begrenzte Speicherkapazität hingegen muss kein Dauerzustand bleiben. Sie haben die Möglichkeit, mit Memory Cards den für Ihre Daten zur Verfügung stehenden Platz zu erweitern.

Mehr Speicherkapazität durch Memory Cards

Memory Cards – auch Speicherkarten genannt – sind kompakte Speichermedien mit vergleichsweise geringen Maßen. Diese wiederbeschreibbare Speicherkarte setzen Sie in jedem Gerät ein, das über eine entsprechende Schnittstelle verfügt. Sie können Daten wie Textdateien, Audiofiles, Videos oder Bilder darauf speichern. Neben der Kapazitätserweiterung finden Memory Cards auch bei der Übertragung von Dateien zwischen zwei Geräten – wie ein USB-Stick – Verwendung. Zur Speicherung der Daten verwenden die Karten die Flashtechnik.

Speicherkarten sind klein, praktisch und dazu günstig. Sie können damit ohne großen Aufwand mehr Daten speichern – vorausgesetzt, Ihr Gerät besitzt einen dazu passenden Speicherkartenslot. So einfach der Einsatz der Memory Cards auch ist, so unübersichtlich ist der dazugehörige Markt. Sie finden auf eBay eine Vielzahl an verschiedenen Speicherkarten. Die jeweiligen Produkte unterscheiden sich nicht nur in ihrer äußeren Größe oder der Speicherkapazität. Lange Zeit waren sich die Elektronikhersteller über ein einheitliches Format uneinig. Prominentester Vertreter ist mit Sicherheit die SD Memory Card von SanDisk. Die meisten Elektronikhersteller setzen auf diesen Speicherkartentyp und verbauen in ihren Geräten entsprechende Schnittstellen. Sony setzte dagegen lange auf den eigens entwickelten Standard "Memory Stick". Erst seit 2010 verfügen die Modelle des japanischen Konzerns auch über SD-Karten-Slots.

Der Formatkrieg ist seitdem beendet und die SD-Card setzt sich als einheitlicher Standard unter den Speicherkarten durch. Memory Cards dieses Formates erhalten Sie jedoch nicht nur von SanDisk. Andere Hersteller wie Samsung, Toshiba oder Kingston produzieren ebenfalls Speicherkarten, die Sie in einen SD-Karten-Slot einführen können. Deshalb müssen Sie vor dem Kauf eine große Auswahl an Angeboten sortieren und hierbei einige Aspekte beachten. Dieser Ratgeber informiert Sie über sämtliche relevanten Punkte rund um das Thema der Memory Cards. Sie erhalten Erläuterungen zu unterschiedlichen Formaten und zu Weiterentwicklungen der Standards. So sind Sie bestens vorbereitet für Ihren Speicherkartenkauf.

Sichere und energiesparende Flashtechnik – die Vorteile der Memory Cards

Trotz der teilweise großen Unterschiede bei Hersteller und Format haben die Memory Cards eine Gemeinsamkeit: die Flashtechnik. Dieser sogenannte nicht wechselflüchtige Speicher behält die darauf abgelegten Daten ohne Energiezufuhr. Die Speicherung erfolgt in Form von elektrischen Ladungen in einer Speicherzelle. Je nach Größe besitzt eine Memory Card unterschiedlich viele dieser Speicherelemente. Diese Technik bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Zunächst einmal gelten Memory Cards als sehr robust. Stöße oder Schwingungen können der Speicherkarte nichts anhaben. Dadurch sind Ihre Daten sicher geschützt. Ein durch Herunterfallen bedingter Datenverlust ist ausgeschlossen. Des Weiteren benötigen die Speicher- und Lesevorgänge relativ wenig Energie. Das spart wertvollen Akku beim Smartphone oder der Digitalkamera. Diese beiden Punkte – Stoßunempfindlichkeit und geringer Energiebedarf – machen Memory Cards zu einer sichereren Alternative als kleine Festplatten. Dagegen ist die Lebensdauer der Karten beschränkt. Die Hersteller versprechen eine garantierte Anzahl von 100.000 Löschzyklen. Nach Erreichen dieser Grenze verliert die Karte an Zuverlässigkeit, Ihre Daten sind in Gefahr. In der Praxis ist dieser Aspekt allerdings kein wirklicher Nachteil. Selbst bei intensiver Verwendung der Karte erreichen Sie die besagten Wert in der Regel nicht.

Kaufberatung zu Speicherkarten – worauf Sie bei der Auswahl einer Memory Card achten sollten

Auf dem Markt ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Speicherkartenformaten erhältlich. Zwar etabliert sich die SD-Karte als Standardslot bei den meisten Mobilgeräten, dennoch finden Sie auf eBay auch weiterhin andere Standards. Zu den gängigsten Formaten gehören:

  • die Secure Digital Memory Card (kurz SD),
  • CompactFlash, abgekürzt mit CF,
  • die Multimedia Card (MMC),
  • der Memory Stick.

Die Formate verlangen jeweils eine dazu passende Schnittstelle in den Geräten. Sie sollten sich deshalb vor dem Kauf darüber im Klaren sein, wofür Sie die Memory Card einsetzen. Informieren Sie sich in der technischen Beschreibung des entsprechenden Gerätes über den unterstützten Speicherkartentypen.

Tipp: Der Trend geht zu immer kleineren Memory Cards. Ältere Smartphones, Notebooks oder Digitalkameras besitzen jedoch ausschließlich Schnittstellen für größere Formate. Wollen Sie eine kleinere Speicherkarte benutzen, benötigen Sie einen Adapter.

Die angesprochenen Standards arbeiten alle mit einem integrierten Controller. Besagter Controller fungiert als Steuereinheit und beeinflusst die Übertragungsgeschwindigkeiten der Daten maßgeblich. Daraus resultieren – je nach verbautem Controller – Unterschiede bei der Geschwindigkeit der Datenübertragung. Legen Sie Wert auf eine schnelle Übertragung, müssen Sie beim Kauf auf den zum jeweiligen Standard gehörenden Wert achten. Nachfolgend erhalten Sie Erläuterungen zu den genannten Formaten.

CompactFlash – die Memory Card für professionelle Spiegelreflexkameras

Mit der Entwicklung der Digitalkameras entstand ein Bedarf an kompakten und zuverlässigen Speichermedien für die Aufnahmen. Seitdem erfreuen sich die Memory Cards großer Beliebtheit. Eine der ältesten Speicherkarten mit Flashtechnik, die maßgeblich von der Popularität der Digicams profitierte, ist die CompactFlash-Karte. Die bei der Einführung sehr günstige und zuverlässige Memory Card mit der Abkürzung "CF" war lange Zeit Marktführer. Aufgrund immer kleinerer Maße der Digitalkameras mussten die CF-Karten bei modernen Modellen kompakteren Standards weichen. Die SD-Karte machte somit CompactFlash den Status des Branchenprimus streitig. Bei professionellen Spiegelreflexkameras sind die CF-Karten allerdings weiterhin verbreitet. Profis schätzen die größeren Speichermengen und besseren Transfergeschwindigkeiten von CompactFlash gegenüber den SD-Cards. Dazu erhalten Sie eine Karte, die durch ein zusätzliches Metallgehäuse nochmals robuster ist. Die professionellen Kameras bieten mit ihren verhältnismäßig großen Abmessungen auch weiterhin ausreichend Platz für die CF-Memory-Cards.

Die Speicherkartenformate Memory Stick und MMC

Der Memory Stick ist ein 1998 von Sony eingeführter Standard der Speicherkarten. Dementsprechend sind es insbesondere Produkte von Sony, die diesen Memory-Card-Typ unterstützen, und so ist der Memory Stick hauptsächlich dann für Sie interessant, wenn Sie ein Gerät aus dem Hause Sony mit entsprechender Schnittstelle besitzen. Der japanische Elektronikkonzern verbesserte mit Weiterentwicklungen die Speicherkapazität und reduzierte zugleich die Maße der Memory Card. 2010 gab Sony bekannt, die Produktion des Memory Sticks einzustellen. Die mittlerweile ebenfalls von Sony produzierten SD-Karten sind vergleichsweise günstiger als der Memory Stick (bei gleicher Speicherkapazität).

Vorgänger der SD-Card war wiederum die Multimedia Card, kurz MMC. Die MMC ist – wie die CF-Karte – schon lange auf dem Markt vertreten. Da die SD-Karte als Nachfolger der Multimedia Card auf den Markt kam, können Sie die MMC in der Regel auch in einem auf SDs ausgelegten Gerät betreiben. Trotz des Erfolges der SD-Karte präsentierte SanDisk mit MMCplus noch einen weiteren Standard der Multimedia-Reihe. Diese Hochgeschwindigkeitsversion können Sie allerdings nicht in einem älteren Steckplatz verwenden.

Die erfolgreichste Memory Card: die SD-Karte und ihre Weiterentwicklungen

Mit der Vorstellung der ersten, auf MMC-Basis entwickelten SD-Karte im Jahr 2001 startete SanDisk eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile dominiert dieser Standard die Branche der Memory Cards. Die "Secure Digital Card" ist von der Geschwindigkeit her nur minimal besser als die MMC. Dafür verbaute SanDisk einen mechanischen Schreibschutz in Form eines Schiebereglers. Dieser verhindert, dass Sie Ihre Daten versehentlich löschen. Sie haben beim Memory-Card-Kauf die Auswahl aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Speicherkarten, die alle das Kürzel "SD" im Namen tragen. Hintergrund: seit 2001 präsentierte SanDisk Erweiterungen und auch kleinere Formate. Dadurch erreichen die Speicherkarten mittlerweile eine Kapazität von bis zu zwei Terabyte bei einer maximalen Schreibgeschwindigkeit von ungefähr 100 Megabyte in der Sekunde.

SDHC und SDXC – die Erweiterungen der ursprünglichen SD-Memory-Card

Die erste Erweiterung trägt die Bezeichnung "SDHC". HC steht für "High Capacity" – eine SD-Karte mit bis zu 32 Gigabyte Speicherplatz. Seien Sie beim Kauf einer SDHC-Karte aufmerksam. Sie können diesen Typ nicht in einer herkömmlichen SD-Card-Schnittstelle einsetzen. Die SDHCs sind vor allem auf den Einsatz in Digitalkameras ausgelegt. Sofern Ihr Gerät SDHC unterstützt, sollten Sie dieses Format einer herkömmlichen SD-Karte vorziehen. Die Speicherkapazität ist um ein Vielfaches höher.

Der dritte SD-Standard trägt den Namen "SDXC". Damit erweiterte SanDisk die maximale Speicherkapazität auf von herkömmlichen Festplatten bekannte Dimensionen. Bis zu zwei Terabyte können Sie theoretisch auf dem Typ mit vollem Namen "SD eXtended Capacity" sichern. Ferner verspricht SDXC Transferraten von bis zu 100 Megabyte pro Sekunde, geplant sind sogar 300 MB/s. Nachteil ist das verwendete Dateisystem ExFat. Das führt möglicherweise bei älteren Betriebssystemen zu Problemen (erst seit Windows Vista unterstützt), darüber hinaus leidet erneut die Kompatibilität. Sie benötigen einen speziellen SDXC-Slot. Die Hersteller von Elektronikgeräten verbauen entsprechende Schnittstellen erst seit 2010.

Mit SDHC führte SanDisk erstmals Geschwindigkeitsklassen für seine Memory Cards ein. Diese geben Auskunft über die Schreibgeschwindigkeit und sind deshalb für Sie als Käufer interessant. Die Klassifikation unterteilt die Speicherkarten in "Class 10", "Class 6", "Class 4" sowie "Class 2". Die Zahl gibt dabei jeweils Aufschluss über die minimale Schreibrate der Memory Card in Megabyte pro Sekunde.

Die Memory Card im Miniaturformat: miniSD und microSD

Neben den Erweiterungen erhalten Sie kompaktere SD-Karten für kleinere Geräte. Die miniSD ist nur halb so groß wie eine herkömmliche SD-Card. Eine nochmals reduziertere Ausführung bekommen Sie mit der microSD-Karte, die von den Maßen mit einem Fingernagel vergleichbar ist. Beide Formate sind sowohl als normaler SD- wie auch als SDHC-Standard verfügbar. Die microSD-Karten finden insbesondere bei modernen Smartphones Verwendung und bieten eine Speicherkapazität von bis zu 64 Gigabyte. Mittels eines entsprechenden Adapters haben Sie die Möglichkeit, die kleineren Formate auf die Größe einer SD-Karte zu bringen.

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