Mein kleiner, lauter Freund (CleanMaxx Professional Saugroboter)

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Fazit für Eilige - siehe unten.
Wie kommt man auf die Idee, sich einen Saugroboter an zu schaffen? In meinem Fall gab es vor etwa einem Jahr eine Phase, in der ich sehr schlecht schlief. Ich erinnerte mich, dass ich früher oft zu Hause einschlief, wenn meine Mutter mit dem Staubsauger in der Wohnung unterwegs war. Also suchte ich mir ein paar Staubsaugertöne aus dem Netz, lies die Endlosschleife starten - kautzig aber half. Irgendwie wirkt das Gesauge auf mich beruhigend und einschläfernd - ganz ohne Pillen. Dann dachte ich mir, wenn ich Strom verbrauche, nur um Töne aus der Retorte zu hören, kann ich auch gleich richtig saugen (lassen). Also habe ich mich über das reichhaltige Angebot an Saugrobotern informiert. Überrascht, wie viel Auswahl es da mittlerweile gibt, wollte ich erstmal nicht so viel investieren. Einfach mal eine Zeit lang probieren und wenn das was bringt, kann man immer noch "aufrüsten".
Die Wahl fiel also entweder auf den "Vileda" oder auf den "CleanMaxx Professional". Ausschlag gebend war dann der bessere "Sound" beim CleanMaxx. (Der "Vileda" klingt m.E. furchtbar.) Bei verschiedenen Portalen von ca. 400,- bis 130,- Euro angeboten, schlug ich bei "Ebay" zu. Die Verkaufsagentur "hhpinball" bot einige CleanMaxx als "vom Händler überholte B-Ware/Rückläufer etc." in Auktionen an. Ich bekam den Zuschlag für 109,- EUR und war happy. Der Sauger kam - und war total verdreckt. Haare, Staub und was noch alles. Einfach ekelig. Nach Hin und Her mit dem Verkäufer, bot er Umtausch an. Also zurück damit und Ersatz kam. Der sah viel besser aus, war sauber, aber bereits beim Test lief der Akku nur ca. 30 Minuten. Neue Reklamation. Wieder Hin und Her; Ersatzakku kam dann. Jetzt galt es. Er musste ran und zeigen, was er kann:
Nach dem Start arbeitet der CleanMaxx seine fünf Programme ab (Gerade, Spirale, S-Form, Wandmodus, Mehreck). Zugegebener Maßen bleiben einige Bereiche vom Säubern ausgelassen, da keines der Modi diese "erwischt". Der Modus ist aber auch einzeln einstell- und für eventuelle Nacharbeiten einschaltbar. Zusätzlich gibt es eine zuschaltbare UV-Lampe, die gegen Bakterien und Keime wirken soll (was theoretisch auch stimmt. UV Licht wird sogar in Krankenhäusern zur Desinfektion benutzt), sowie einen Timer in 10 Min. Intervallen. Stößt der Kleine gegen ein Hindernis, gibt der Sensor Bescheid und es geht in anderer Richtung weiter. Bodensensoren verhindern den Absturz von z. B. Treppenstufen. Das selbstständige Finden der Ladestation nach einem ca. 80 Minuten-Einsatz, dauert leider geräuschvoll lange und klappt oft gar nicht. 
Der CleanMaxx arbeitet auf glatten Böden ganz ordentlich. Seine Bürsten nehmen Staub und kleine Partikel auf und befördern sie in den Behälter. Größere Partikel schafft die doch sehr geringe Saugleistung leider einfach nicht. Das wird dann eher verteilt. Kurzflorige Teppiche und Teppichboden schafft er auch noch und bürstet hier den gröbsten Staub ganz gut raus. Unser kurzer Wollteppich ist hier durchaus ergiebig. Langflor und Fransen an Teppichen bringen aber ein Riesen-Kuddelmuddel in die seitliche Bürste, er verfängt sich und ruft nach Hilfe (piepst) - Error (auch bei Kabeln). Leise ist der CleanMaxx auch nicht gerade. Öfter habe ich gelesen, lange Haare würden nicht eingesaugt, sondern in den Bürsten hängen bleiben. Hallo? Ist doch logisch bei rotierenden Bürsten oder? Und ich möchte nicht wissen, wie es bei Leuten aussieht, wo so viele lange Haare liegen, dass die Bürste zu ist...
Nach dem ersten Einsatz hatte der Kleine seinen Namen: "Dobby". Nach dem fleißigen Hauselfen in "Harry Potter". Alles in allem war und bin ich mit "Dobby" zufrieden. Nur mit dem Händler gab es Probleme. Nach genau einem halben Jahr und ein paar Tagen nämlich (Gewährleistung war 6 Monate) lies sich der Akku nicht mehr über die Ladestation laden. Eine Zeit lang funktionierte es noch mit dem direkten Laden und Netzteil am Gerät. Dann ging auch das nicht mehr. Der Verkäufer "hhpinball" stellte sich stur und lies sich - wegen ca. einer Woche - nicht auf Reparatur und Gewährleistung ein. Ich habe daraus gelernt und lasse zukünftig die Finger von B-Ware und Rückläufern. Das, was man anfangs vielleicht spart, legt man an Zeit und Nerven für die unerwarteten Folgen drauf. Das lohnt sich nicht. Zumal ich dann parallel ein Angebot beim Versandhändler "Amazon" fand, bei dem ich einen nagelneuen CleanMaxx Professional auch für nur 149,- EUR. fand plus insgesamt 5 Jahre volle Garantie für zusätzlich 13,- EUR. Und wenn ich mal viel Geld übrig habe - so ca. 500,- EUR, schiele ich schon auf einen Vorwerk Kobold oder Samsung NaviBot SR-8980...

Fazit:
Insgesamt zufriedenstellende Ergebnisse auf glatten Böden und kurzflorigen Teppichen (Teppichböden). Staub und kleine, leichte Krümel werden geschluckt. Größeres bleibt liegen oder wird verteilt. Einige Bereiche bleiben leider auch unberührt. Für die kleine Arbeit zwischendurch ist der CleanMaxx in Ordnung. Den großen Sauger ersetzt "Dobby" aber auf gar keinen Fall. Den Wischmop schon gar nicht. Für das Geld ein wirklich netter kleiner Helfer um selber die Augen nach der Arbeit mal zu zu machen und ihn dafür "sauber machen zu lassen". Mehr kann ich nicht verlangen. Danke "Dobby".

Lieferumfang:
Saugroboter, Akku, Fernbedienung, Ladestation, 2x Ersatzfilter

Technische Daten:
Modell: QQ2L
Gerät: Clean Maxx Saugroboter Professional (Trockensauger)
Spannungsversorgung: 22 V DC 1000 mA
Leistung: 55 W
Durchmesser: 36 cm
Höhe: 9 cm
Gewicht: ca. 2,5 kg
Geschwindigkeit. 16,5 - 18,5 cm/s
Akku: 14,4 V; 2,5 Ah; Ni-Mh
Akkukapazität: 2500 mah
Akkuladedauer: 3,5 Stunden
Betriebsdauer: 70 - 80 Minuten
Staubbehälterkapazität: 0,3 l
Geräuschemission: 50 db
Stromversorgung der Fernbedienung: 1x 3 V-Lithium-Knopfzelle (CR 2032)
Netzeil Spannungsversorgung: 100 - 240 V ~ 50/60 Hz
Schutzklasse: II
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