Mehr als nur Auto fahren: Produkte zum Car Styling und Car Tuning

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Leitfaden für den Kauf von Produkten zum Car Styling und Car Tuning

Natürlich dient ein Fahrzeug zunächst einmal dem Zweck, möglichst zuverlässig von A nach B zu kommen, Dinge zu transportieren oder Kunden zu besuchen, wenn man geschäftlich unterwegs ist. Doch viele Menschen pflegen eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Wagen, und zwar in optischer wie auch in technischer Hinsicht. Zudem spielt der Wunsch nach einem gewissen Maß an Individualität eine Rolle, denn: Oft gleichen sich Serienfahrzeuge wie ein Ei dem anderen.

Klar, dass das Auto in gewisser Weise auch als Statussymbol gesehen werden kann, obwohl der Trend verschiedenen Medienberichten zufolge rückläufig ist und mittlerweile nur noch in Bezug auf einige wenige Marken gilt. Man wägt heute ab, ob man statusfördernd in das Auto investiert oder nicht doch eher in ein neues Handy, einen Laptop, ein iPad oder ähnliche Produkte. Umso wichtiger ist es für Hersteller und Anbieter, hochwertige Styling- und Tuning-Produkte auf den Markt zu bringen, die beim automobil orientierten Publikum ankommen und Wünsche wecken.

Mit dem nachfolgenden Leitfaden möchten wir Ihnen einige Tipps und Infos zum Thema Car Styling und Car Tuning mit auf den Weg geben, denn: Auto fahren kann viel mehr sein als das Fahren von A nach B.

Was versteht man eigentlich unter Tuning

Seit den 50er Jahren ist es gang und gäbe, Fahrzeuge zu tunen. Wortwörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet Tuning "abstimmen, anpassen". Mit dem notwendigen Wissen und ausreichend Zeit machten sich Hobby-Mechaniker daran, ihr Auto in Eigenregie aufzumöbeln. Zur damaligen Zeit waren Fahrzeuge noch verhältnismäßig einfach aufgebaut und die Umbauten entsprechend leicht durchführbar. Es dauerte nicht lange, bis Hersteller und externe Firmen diesen Markt für sich entdeckten.

Worum geht es beim Tuning?

Beim Tuning geht es vor allem darum, die eigentliche Leistung des Motors zu steigern und darum, die Fahreigenschaften hinsichtlich der Aerodynamik der Karosserie zu verbessern oder über Veränderungen am Fahrwerk den eigenen Wünschen anzupassen. Natürlich spielten und spielen auch optische Aspekte eine Rolle – und nicht zu vergessen: den Sound als das Tüpfelchen auf dem i. Die Palette reicht hier vom satten und sonoren Brummen bis hin zum hellen Kreischen. Allerdings setzt der Gesetzgeber hier längst deutliche Grenzen. So kann es durchaus passieren, dass man die neu eingebaute Sportauspuff-Anlage wieder demontieren muss, weil man die maximal erlaubten Werte dann doch um ein paar Dezibel überschritten hat.

Im Grunde lässt sich das Tuning daher in drei Hauptbereiche aufgliedern:

  • Motortuning
  • Fahrwerktuning
  • Karosserietuning

Traditionelles Motortuning

Beim traditionellen Motortuning geht es darum, die Leistung des Motors durch mechanische Eingriffe zu steigern. Dieses Ziel kann durch die Bearbeitung oder den Austausch einzelner Bauteile erreicht werden. Dabei gibt es je nach Fahrzeugart einige Möglichkeiten und Ansatzpunkte, die sich bei Benzinern und Dieselmotoren voneinander unterscheiden können. Einer der drei Ansatzpunkte ist die Erhöhung des sogenannten Mitteldrucks, bei dem Drehmoment und Drehzahl nach oben verändert werden. Dafür können Zylinder, Ansaugrohre und Auspuffanlage bearbeitet oder ausgetauscht werden.
Der zweite Weg führt über die Vergrößerung des Hubraums. Unter Kennern kursiert der passende Spruch: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Hubraum. Dies kann durch Aufbohren der Zylinder geschehen und/oder durch die Verwendung einer Kurbelwelle mit größerem Hub, wobei hier beachtet werden muss, dass die Einspritzanlage zusätzlich angepasst werden muss. Die dritte Variante für das traditionelle Motortuning besteht darin, die Drehzahl zu erhöhen, indem man Bauteile verwendet, die im Gegenzug die Reibung reduzieren.

Was versteht man unter Chiptuning?

Da moderne Fahrzeuge mehr und mehr durch elektronische Bauteile gesteuert werden, reicht das Motortuning alleine nicht mehr aus, um die maximal mögliche Leistung aus dem Fahrzeug herauszuholen. Das neue Zauberwort lautet Chiptuning und ist im Grunde die einfachste Variante, da keine baulichen Veränderungen mehr am Motor selbst notwendig sind. Man tuned sein Fahrzeug sozusagen elektronisch. Dabei können Leistungssteigerungen bis zu 30 Prozent erzielt werden. Über die Software auf den herstellerseitig eingebauten Chips werden alle Funktionen des Motors gesteuert: Das reicht von der Treibstoffmenge über die Steuerung des Zündzeitpunkts bis hin zum Ladedruck, sofern ein Turbolader vorhanden ist. Durch die neue Software wird auf die Leistungsreserve des Serienmotors zugegriffen. Diese Leistungsreserve besteht vor allem, weil Hersteller ihre Fahrzeuge weltweit vermarkten und entsprechend die jeweils länderspezifischen Vorgaben mit einplanen müssen. Natürlich muss man beim Motortuning und beim Chiptuning darauf achten, dass das Fahrzeug insgesamt, schon alleine aus Sicherheitsaspekten, auch für die gewünschte Mehrleistung ausgelegt ist. Dies betrifft häufig die Kühlsysteme, da mehr Leistung zumeist mit mehr Hitzeentwicklung verbunden ist.

Fahrwerktuning verbessert nicht nur die Straßenlage

Beim Fahrwerktuning steht das Car Styling mit im Vordergrund, da auch optische Veränderungen am Fahrzeug entstehen. Das Fahrwerktuning spielt sich dabei im Bereich der Federn und Stoßdämpfer ab. Verkürzte Federn und härtere Stoßdämpfer sorgen für eine bessere Straßenlage und gleichzeitig mehr Sicherheit, da sich die Karosserie in Kurven längst nicht mehr so stark neigen kann wie vorher. Im Grunde spricht man hier von einem Sportfahrwerk, wenn beide Bauteile gleichzeitig verändert werden. Ein tiefergelegtes Fahrzeug ist zudem oftmals ein echter Blickfang. Gewindefahrwerke bieten dabei den Vorteil, dass die Bodenfreiheit mit Hilfe von Gewinden an den Federbeinen bei Bedarf reguliert und angepasst werden kann. Für besonderen Fahrkomfort sorgen Luftfederungen, wie sie speziell in der mobilen Oberklasse serienmäßig verwendet werden. Zum Fahrwerktuning gehören natürlich auch Breitreifen, über die Fahrverhalten und Optik zusätzlich optimiert werden können.

Alles kann, nichts muß: Car Styling

Ein weites Feld an Möglichkeiten bietet das Karosserietuning: Unterschieden wird hier zwischen Umbaumaßnahmen, die dazu dienen, die Aerodynamik und das Fahrverhalten zum Beispiel speziell für hohe Geschwindigkeiten deutlich zu verbessern. Alle weiteren Veränderungen werden eher unter den Aspekten des Car Styling durchgeführt, um das Erscheinungsbild des eigenen Fahrzeuges möglichst individuell zu gestalten. Der Markt für An- und Aufbauteile ist hier riesig. Das kann beginnen bei der kompletten Umlackierung und dem Austausch des serienmäßig verwendeten Kühlergrills durch einen stylishen Sportgrill. Mit Scheinwerferblenden kann man ohne großen Aufwand optische Effekte erzielen und dem Fahrzeug einen ganz neuen Charakter verpassen. Ähnliches gilt auch für Rücklichter und RückleuchtenDesigner-Seitenspiegel oder Zierleisten, um nur einige Beispiele aufzuführen. Frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. Frontspoiler und Heckspoiler etwa dienen dagegen nicht nur dem optischen Tuning, sondern können auch zu einer verbesserten Aerodynamik beitragen.

In Bezug auf das Car Styling kann man natürlich auch mit verhältnismäßig wenig Aufwand tolle optische Effekte ohne großartige Umbaumaßnahmen erzielen: Zum Beispiel mit Aufklebern & Folien, manche sprechen in diesem Zusammenhang sogar von Autotattoos. Die Auswahl reicht von einfachen Schriftzügen mit Markennamen, Auto Sticker bis hin zu kompletten Aufkleberfolien mit unterschiedlichsten Motiven – von Schmetterlingen oder Schlangen bis hin zu den klassischen Flammen, die über die komplette Längsseite des Fahrzeugs züngeln.

Auch der Innenraum kann getuned werden

Spricht man vom Innenraumtuning, ist klar, dass es um optische, technische und praktische Aspekte geht. Manch einer möchte sein Auto zum Beispiel in eine fahrende Konzerthalle umwandeln und benötigt dazu eine Musikanlage und das passende Soundsystem mit allem Drum und Dran. Der Nächste wiederum freut sich auf ein neues Sportlenkrad oder möchte mit einer modernen Klimaautomatik nachrüsten, um auch im Sommer einen kühlen Kopf zu bewahren. Wer zudem geschäftlich viel unterwegs ist, wird die Vorteile eines Navi-Gerätes zu schätzen wissen. Natürlich kann man den Innenraum des Fahrzeugs auch farblich verändern durch neue Sitzbezüge oder mit Schalensitzen das sportliche Fahrvergnügen weiter steigern. Die Möglichkeiten, alles so einzurichten, dass die persönlichen Wünsche erfüllt sind, sind vielfältig.

Was bedeutet eigentlich Eco-Tuning?

In Zusammenhang mit dem zuvor beschriebenen Chip-Tuning ist auch häufig die Rede vom Eco-Tuning. Ziel ist es hierbei, durch die Veränderung der elektronischen Steuerung den Benzinverbrauch spürbar zu senken, wenn möglich bis zu 20 Prozent. Um dieses zu erreichen, gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte, auch abhängig davon, ob ein Ottomotor oder ein Dieselmotor zum Einsatz kommt. So könnte bei einem Ottomotor etwa die Schubabschaltung per Software optimiert werden, wenn man vom Gas geht, oder das Verhalten eines Turbodieselmotors bei niedrigen Drehzahlen verbessert werden. Eco-Tuning kann man vor allem aber selbst betreiben, indem man seine Fahrweise einfach ein wenig umstellt. Das kostet nichts, außer ein wenig Übung und Geduld.

Rechtliche Aspekte für Car Styling und Car Tuning

Wer beim Styling und vor allem beim Tuning selbst Hand anlegt, muss berücksichtigen, dass das Fahrzeug auch nach dem Umbau noch den aktuellen Richtlinien der Straßenverkehrsordnung entsprechen muss, sonst kann es durchaus passieren, dass der Schuss bei der nächsten Kontrolle nach hinten losgeht. Zudem sollte geklärt werden, ob bei den durchgeführten technischen Veränderungen eine Abnahmepflicht durch anerkannte Sachverständige bei TÜV, Dekra oder anderen Stellen besteht. Die Veränderungen müssen im Anschluss an die erfolgreiche Abnahme bei der KFZ-Zulassungsstelle im Fahrzeugbrief oder Fahrzeugschein eingetragen werden, andernfalls kann es passieren, dass die Betriebserlaubnis erlischt – ein eher unerwünschter Styling-Effekt!

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden