Mechanikuhren- Dauerhaft über Generationen...

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...aber auf das HERZ der Uhr kommt es an !

Ein kleiner Ratgeber für "Neulinge" bei dem Uhrensammlern: Fast in jeder Familie gibt es Zeitmesser als Erbstücke von Großvater, Vater, etc. Meist Taschen- oder Armbanduhren, jedoch ausschließlich in mechanischer Werksausführung. Wer hat denn schon eine Quarzuhr vererbt bekommen ? Ich personlich kenne niemanden. Der Grund hierfür liegt, bei sachgemäßer Behandlung, in der Dauerhaftigkeit des Werkes. Es gibt hier keine Elektronikbauteile, welche dann bei Defekt irgendwann einmal nicht mehr lieferbar sind. Eine Mechanikuhr, gleich ob Handaufzug oder Automatik, wird vom Meister komplett zerlegt, das meist nach langem tragen verharzte Feinöl an den Lagern und Zapfen wird durch Reinigung entfernt, das Werk neu montiert, regliert, kontrolliert und ist dann wieder wie neu. Auf lange Jahre hin... Und dies kann über Generationen und Jahrzehnte wiederholt werden, ohne Schaden oder Verschleiß am Werk ! Bei der "Revision" sollten Sie übrigens unbedingt darauf achten, daß keine "Schnellreinigung", großteils maschinell, erfolgt. Dies können Sie bereits am Preis erkennen. Eine Komplettrevision einer Mechanikuhr, vom Meister von Hand durchgeführt, liegt niemals im Preisbereich bis 70.-/80.- Euro. Wie auch, bei dem Aufwand ?! Aber so ist auch das langjährig zufriedenstellende Resultat garantiert... Oder sollte man 30.- bis ... Euro sparen um sich im Anschluss dann täglich nur noch über (s)eine ungenau gehende Uhr zu ärgern ?! Alleine der Reklamationsaufwand, nebst Laufzeiten, etc. Ggf. mit div. Wiederholungen.. !?

Was jedoch macht den eigentlichen, beim tragen sichtbaren, Unterschied zur Quarzuhr aus ? Uns allen läuft täglich die Zeit davon. Leider wird diese jedoch bei der Quarzuhr pro Minute durch den Sekundenzeiger in 60 kleine Einheiten zerhackt ! Und bei der Mechanikuhr zerrint die Minute per Sekundenzeige stilvoll wie bei einer Sanduhr. Ohne Hektik, ein ruhiger Lauf der Zeit. Dieser kleine, aber sehr feine Unterschied, macht den Besonderen optischen Unterschied zwischen Quarz und Mechanik. Ein Stück Lebenskultur bei jedem Blick auf die Uhr.

Eines sollte man jedoch unbedingt bei mechanischen Uhren beachten: Es gibt Dutzende von angeblichen Hochwertuhren der Marken XYZ, meist mit wohlklingenden Doppelnamen (z.B. "Röbelmann & Sons", "Gräfelin & Thrais", schmunzel :-)) . Angeblicher Neupreis 1.000.-€ und mehr. Hierbei handelt es sich um einfache Billigwerkuhren aus Fernost, mit chinesischen Werken. Diese Werke haben meist eine Fantasiebezeichnung (Kaliber 12345...) Sie werden es kaum glauben: Die meisten dieser "Uhrenmarken" wurden eigens für Ebay und die allmorgendlichen Fernsehauktionen der Privatsender erfunden. Die Uhren sind meist weniger als 100-150.-€ wert und zu diesem Preis auch im Juweliersfacheinzelhandel (mit 2 J.Garantie vom Händler vor Ort) zu erhalten (z.B. Ingersoll, Carucci, etc.). Aber in dieser Preislage darf man eigentlich von einer Mechanikuhr nicht all zu viel erwarten. Zumindest in Puncto jahrzehnte an Langlebigkeit, schon gar nicht über Generationen. Achten Sie daher unbedingt auf ein schweizer Werk als Herz der Uhr (Eta, Valjoux, z.B.) Nur dann haben Sie eine wertige Uhr mit jahrzehntelanger Freudegarantie.

Ein tolles Etui, ein Lederband mit Faltschließe, aber ein Billigwerk... Nun denn.. Viel Schein, wenig Sein... Oder würden Sie einen Porsche mit Trabimotor kaufen ? Auf das Herz der Uhr kommt es an. Der Rest ist Optik. Gefallen muß die Uhr natürlich, aber funktionieren sollte sie auch ! Und das nicht nur wenige Jahre ! Und der Wiederverkaufswert & -preis einer Chinawerkuhr ist sicher auch eher gering. Abgesehen von der auch eher geringen Möglichkeit des Wiederverkaufes an sich...

Also, mein Tipp: Schauen Sie ruhig mal hinter die Kulissen. Fragen Sie beim Verkäufer an, welches Werk in der Uhr arbeitet (Kaliberbezeichnung) und wo dieses hergestellt wurde. Sie könnten sich hierdurch ggf. eine Menge Ärger und Enttäuschungen ersparen....

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