Maulwurf Maulwürfe im Garten

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Im Winter häufen sich oft die Klagen über lästige Maulwurfshügel. Manchmal, so scheint es, regen frostige Nächte die Wühltätigkeit ungemein an. Zunächst muss man wissen, dass Maulwürfe Einzelgänger sind, die in ihrem Gangsystem in der Regel keine weiteren Tiere dulden. Und wenn die Gänge einmal ausgebaut sind, wird eigentlich nur noch zweimal am Tag patrouilliert, um Beute zu machen. Dazu muss der Maulwurf nur die Tiere einsammeln oder verzehren, die sich im Gang eingefunden haben. Pflanzenwurzeln werden grundsätzlich nicht verzehrt. Beim Graben der waagerechten Gänge wird keine Erde ausgeworfen, sondern fest an die Innenwand gedrückt. Diese Verdichtung der Seiten bewirkt, dass sich Regenwürmer, die plötzlich in den Gang gelangt sind, nicht wieder in den Boden eingraben. Sie bleiben lieber im feuchten Tunnel und laufen dort entlang - dem Maulwurf direkt ins Maul. Das funktioniert auch mit Engerlingen und anderen Beutetieren. Erst wenn Nahrung ausbleibt (zum Beispiel im kalten Winter), gräbt der Maulwurf Gänge senkrecht nach oben, um in der humusreichen Bodenschicht mehr Beute zu finden - erst dann entstehen die Erdhügel. Es kann also vorkommen, dass ein Garten Maulwürfe beherbergt, ohne es zu verraten, weil der Boden humusreich und stark belebt ist und genügend Beute in die Gänge gelangt. Dagegen können magere, ungedüngte Böden übersät sein mit Maulwurfshügeln. Doch was kann man tun, um dem lästigen Treiben ein Ende zu setzen? Maulwürfe sind geschützt und dürfen nicht bekämpft oder gefangen werden. Man kann aber versuchen, sie zu vertreiben. Der Fachhandel bietet Vergrämungsmittel an, Duftstoffe oder Gase, die den Maulwurf vertreiben sollen. Die Wirkung ist nicht in jedem Fall gesichert. Vor allem aber sollte man die frischen Erdhügel sofort beseitigen. Einige Gärtner sind überzeugt, dass dies den Wühler beunruhigt und stört, so als wenn ein Hund zugange sei. Ist der Rasen betroffen, müssen die Haufen von vornherein entfernt werden, damit er eben bleibt und die Gräser darunter nicht absterben. Sonst entstehen Lücken, in denen sich rasch Unkräuter ansiedeln. Und, wer kräftig organisch düngt, sorgt dafür, dass sich der Maulwurf eher in den unteren Bodenschichten aufhält.
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