Matratzen kaufen: Darauf sollte man achten

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Für einen guten Schlaf ist die Matratze entscheidend. (Moodboard/ Moodboard/ Copyright: Thinkstock)

Ein tiefer, erholsamer Schlaf ist wichtig, um am Morgen fit und ausgeruht in den Tag zu starten. Doch die falsche Matratze kann die nächtliche Ruhe stören, Verspannungen, unruhiges Herumwälzen und sogar Gliederschmerzen auslösen. Darauf sollte man beim Matratzenkauf achten.

Grundsätzlich gilt: Die Schlafunterlage sollte individuell an den Körper angepasst sein. Neben Größe und Gewicht spielen auch das Alter und der Gesundheitszustand beim Matratzenkauf eine große Rolle.

Matratze muss an Körpermaße angepasst sein

Ein wichtiger erster Anhaltspunkt, um das persönlich richtige Polster zu finden, ist der Härtegrad. Er gibt an, wie stark die Matratze nachgibt und wie hoch entsprechend die Stützkraft für den Körper ist. Unterschieden wird in weich, mittel und hart. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Härtegrad von Matratzen nicht genormt ist und daher von Modell zu Modell unterschiedlich ausfallen kann. Als grobe Richtlinie gilt jedoch: Zierliche Menschen mit einem Körpergewicht von unter 60 Kilogramm sollten keine harten Matratzen wählen, da sie sonst zu steif aufliegen. Sofern sie nicht an Rückenschmerzen leiden, sind anpassungsfähige, weiche Polster besser für sie geeignet. Ab einem Gewicht von 80 Kilogramm sollte man zu harten Matratzen greifen. Für alle, deren Gewicht sich dazwischen befindet, ist die mittlere Härte die richtige Wahl.

Die Matratze muss an die Körpermaße angepasst sein. (Karamiri/ iStock/ Copyright: Thinkstock)

Je nach Gewicht sollte man den Härtegrad wählen. (Moodboard/ Moodboard/ Copyright: Thinkstock)

Eine gute Durchlüftung ist wichtig. (Angelo Gilardelli/ iStock/ Copyright: Thinkstock)
 

Handflächentrick ermittelt richtige Härte

Ob eine Matratze zu hart ist, findet man auch mit einem kleinen Test heraus: Der Tester legt sich dazu gerade auf den Rücken und versucht, eine Hand unter die natürliche Krümmung der Wirbelsäule zu schieben. Passt die Hand hindurch, ist die Matratze zu hart. Eine gute Matratze sollte soweit nachgeben, dass keine Lücke mehr zwischen Polster und Wirbelsäule besteht.

Punktelastische Matratzen sorgen für mehr Komfort

Neben dem Härtegrad ist auch die Elastizität der Matratze ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen zwei Typen: Punktelastische Matratzen geben ausschließlich an den Stellen nach, an denen der Körper auf dem Polster aufliegt. Sie passen sich daher optimal der Körperform an. Die meisten Latex- und Kaltschaummatratzen gehören hierzu. Im Gegensatz dazu sinkt bei flächenelastischen Matratzen eine größere Fläche um den Druckpunkt ein. Der Körper wird daher schlechter gestützt und entlastet. Daher gilt: Je höher die Punktelastizität, desto besser ist die Matratze für einen gesunden Schlaf.

Matratzen brauchen eine gute Durchlüftung

Jeder Mensch verliert im Schlaf etwa einen halben Liter Körperflüssigkeit pro Nacht. Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Matratzenkauf ist daher die Luftzirkulation. Je höher sie ist, desto besser kann die Feuchtigkeit im Polster entweichen. Vor allem für Menschen, die eher zum Schwitzen neigen, ist eine Matratze mit hoher Luftzirkulation deshalb wichtig.

Rücken- und Bauchschläfern kommen Matratzen entgegen, die unterschiedliche Härtezonen aufweisen und die Wirbelsäure in einer natürlichen Haltung belassen. Bei Seitenliegern sollte sich die Matratze soweit eindrücken, dass die Wirbelsäule gerade bleibt. Orthopädische Matratzen können dabei helfen, Knochen- und Muskelleiden zu lindern.

Ein Bett, zwei Matratzen

Da Paare in der Regel recht unterschiedliche Körpermaße und Schlafgewohnheiten aufweisen, sollten auch bei Doppelbetten besser zwei kleine statt einer großen Matratze verwendet werden. Denn nur so wird sichergestellt, dass beide Partner optimalen Schlafkomfort genießen und nicht der eine Partner im Polster absinkt während der andere steif auf der Matte liegt.

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