Mario Party 4 für GameCube

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Der Klassiker des virtuellen Brettspiels in seiner bereits vierten Auflage ist gleichzeitig das Gamecube-Debüt der Serie,
die auf dem N64 viele Fans gewinnen konnte.
Auch mit „Mario Party 4" werden Freunde der Mehrspielerunterhaltung erneut auf das Vorzüglichste unterhalten.

Wie bei jedem Brettspiel gilt bei „Mario Party 4" natürlich auch: Alleine macht's (wenn überhaupt)
nur halb soviel Spaß wie mit zwei oder mehr Mitspielern.
Zwar gibt es einen Storymodus für einen Spieler, der sogar eine Reihe von Elementen aufweist,
die im Mehrspielermodus nicht zu finden sind, trotzdem sollte jedem klar sein,
das der Spielspaß sein volles Potenzial erst in geselliger Runde ausspielen kann.
Gespielt wird auf fünf thematisch völlig unterschiedlichen Spielbrettern (Geisterhaus, Dschungel,...),
die allesamt konzeptionell gut gestaltet wurden und alle ihre eigenen Eigenheiten haben.


Das Herzstück des Spiels bilden natürlich einmal mehr die zahlreichen Minigames,
von denen jeweils eins am Ende einer Würfelrunde gespielt wird.
Diese bewegen sich qualitativ auf durchweg hohem Niveau und bieten eine Menge Abwechslung,
während sie grafisch den Gamecube nicht ansatzweise ausreizen.
Da der Charme des Spiels aber sowieso im einfachen, aber ansprechenden Nintendo-Design liegt,
fällt die schwächere Technik kaum negativ ins Gewicht.

Sehr schön ist auch der sogenannte „Spezialmodus", der sich in erster Linie für kurze Einspielerrunden eignet.
Dieser nämlich umfasst einige Minigames, die nicht zum Brettspielmodus gehören und die speziell auf Solospieler zugeschnitten sind.
Einer meiner absoluten Favoriten aus diesem Modus ist das Minispiel „Arztbesuch",
bei dem der Spieler bei fünf Patienten unter zeitdruck mittels Rumblefunktion (!) den Herzschlag überprüfen muss,
um schließlich die Figur ausfindig zu machen, die krank ist; sprich: deren Herzschlag sich von dem der anderen unterscheidet.
Hört sich leichter an, als es ist und ist unglaublich motivierend, zumal die Highscore speicherbar ist.

Ganz ohne Kritik kommt „Mario Party 4" allerdings bei mir nicht davon:
Mal abgesehen von den Minispielen basiert der Brettspielmodus in den Würfelrunden ein wenig zu sehr auf dem Glücksprinzip.
Man kann nach dem Würfeln nämlich nicht entscheiden, in welche Richtung man ziehen möchte.
Das kann man bei „Mensch-ärgere-dich-nicht" zwar auch nicht, aber bei einem etwas komplexeren Brettspiel,
wie es „Mario Party 4" ist, hätte die freie Wahl der Richtung dem Spiel eine gehörige Portion Taktik hinzufügen können.
So kommt es jetzt in erster Linie nur auf die Erfolge in Minigames an.
Die Sega-Konkurrenz „Sonic Shuffle" hat auf dem Dreamcast vorgemacht, dass das auch anders geht.

Mein Fazit:
Auch wenn der Storymodus mit Sicherheit vorübergehend seinen Reiz hat,
kann ich niemanden empfehlen, sich „Mario Party 4" zuzulegen,
wenn er oder sie es langfristig gesehen nur alleine spielen möchte,
da das Spiel hauptsächlich auf den Mehrspielermodus ausgelegt ist.

Alle, die gern mit Freunden spielen, kann ich „Mario Party 4" uneingeschränkt ans Herz legen,
auch wenn der hohe Glücksanteil etwas ärgerlich ist, darum gibt's von mir auch nur 4 Sterne -
in der Hoffnung, dass Nintendo bei „Mario Party 5" dem Ganzen etwas mehr taktische Würze verleiht.

PS: Ihr JA-Klick wäre vielleicht eine kleine Anerkennung für mich.
Dankeschön.      
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