Mangelhafte Ware - Trotzdem Rücksendg. selbst bezahlen!

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Ich will die hier besprochenen Fälle einmal Grenzfälle nennen. Oder besser Fälle, die in keine Schublade passen. Ist ja in der Justiz und im täglichen Leben manchmal auch so.

Mir sind kürzlich folgende Fälle passiert.

1. Ich habe von einem Händler eine "Neue, aber nicht mehr original verpackte CD" gekauft. Akzeptabler Preis, Versandkosten für einen Händler auch relativ günstig. Beim Erhalt zeigte die CD optisch keinerlei Mängel, keinen einzigen Kratzer, sah wirklich neu aus. Beim Abspielen dann das Fiasko: Zuerst irrsinnig laute, schrille Töne ("Gebrüll"), dann wieder extrem leise, fast nicht hörbar, plötzlich extrem laut, dann wieder extrem leise. Es war nicht anzuhören. Bei mir alles ok, richtig angeschlossen. Andere CDs funktionierten einwandfrei.

Ich habe die CD-Tonwerte in meinem privaten, nichtprofessionellen Tonstudio anhand von Wellenlinien bei jedem einzelnen Titel überprüft. Die Wellenschwankungen entsprachen den gehörten Tönen. Riesige Wellen (Clipping, Übersteuerung) wechselten sich plötzlich mit winzigen Strichen und Punkten ab. Vor jeder plötzlichen Lautstärkenänderung gab es immer ein Plups, fast wie ein kleiner, kurzer Knall. Hier ist natürlich nicht die Rede von "Dynamik" bei Musik!
Die CD war zweifellos technisch total defekt und unbrauchbar, von vorn bis hinten.
Es handelte sich - zu schließen aus dem Jugendfoto des heute schon älteren Interpreten - allem Anschein nach um die technisch sehr schlechte Überspielung einer alten Schallplatte, aber jedenfalls trotz allem Kauf-CD!
Dem Händler war kein Vorwurf zu machen, es sei denn, er würde alle vorhandenen CDs in seinem Laden abhören.
Folglich machte ich die Transaktion rückgängig, erhielt auch den vollen Kaufpreis plus Versandkosten zurück, mußte aber die CD auf eigene Kosten zurücksenden, blieb auf diesen Kosten sitzen.
Fazit: Geldverlust durch Porto ohne eigene Schuld.


2. Händler: Kauf eines Edelsteinarmbands, das zur Hälfte aus runden Perlen/Kugeln sowie zur anderen Hälfte aus "Tönnchen" bestand.
Zunächst nichts Außergewöhnliches feststellbar. Meine positive Bewertung war schon raus. Aber: Da mein PC-Tisch aus Eisen besteht, merkte ich schon bald, daß ich mit dem Armband dauernd am Tisch "hängen" blieb. Das Armband war also magnetisch, und zwar im höchsten Maße. Jeder 2. Stein war ein starker Magnet. Im Angebot war nichts dergleichen erwähnt.
Meine Stornierung folgte mit der Begründung, hätte ich von den starken Magneten vorher gewußt, hätte ich das Armband nie gekauft.
Wieder Rücksendung auf eigene Kosten. Wieder Erstattung des Kaufpreises plus ursprünglich gezahlte Versandkosten, sonst nichts. Keine Entschuldigung.
Und wiederum: Geldverlust durch Rücksendeporto ohne eigene Schuld.

Manche Händler verlangen auch noch Paketversand, wegen des Nachweises der Rücksendung.

Solche Fälle könnte ich mehrfach nennen. Die Rücksendekosten, die ich selbst bezahlen mußte, summierten sich.

Manchmal muß man auch noch froh sein, daß man den Kaufpreis plus Versandkosten zurückbekommt - ist offenbar Ermessenssache des Händlers, oft gibt es nur Kaufpreiserstattung.

Wegen der eigenen Rücksendekosten: Die Händler haben klugerweise in ihren AGBs den Passus eingebaut: Porto wird bei Rücksendung nur erstattet, wenn der Kaufpreis über 40 Euro liegt.
In allen anderen Fällen ist der Käufer der Dumme.

Man kauft doch oft regelrecht die Katze im Sack! Bei jedem größeren Versandhaus ist es üblich, daß ein Rücksendeschein einschl. Freiporto beiliegt.


 
Interessanterweise hat ebay diese Veröffentlichung unter
 TOTAL VERRÜCKTES
eingeordnet.

Na ja, ich sagte ja schon: Paßt in keine der vorhandenen Schubladen. :-)



Trotzdem: Vielen Dank für den Klick auf den JA-Button!!!  


 
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