Manga & Anime: Entstehungsgeschichte der faszinierenden Comic-Kunst im asiatischen Stil

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Manga & Anime: Entstehungsgeschichte der faszinierenden Comic-Kunst im asiatischen Stil

Spätestens in den 90er Jahren erlangten sie auch in Deutschland zunehmende Popularität: Manga und Anime, die Comics und Zeichentrickfilme aus Japan. Heute gehören beide Genres zu den größten ihrer Art weltweit und Scharen von Fans sind in Clubs organisiert, zeichnen selbst Manga oder verkleiden sich im Rahmen von Cosplay-Events als ihre Lieblingsfiguren. War es früher noch fast unmöglich, an Manga heranzukommen, sind sie heute in jedem Comicladen erhältlich. Sie haben ganze Generationen von Jugendlichen motiviert, sich mit japanischer Kultur und Sprache zu befassen. In Japan, wo sie von Alt und Jung gelesen werden, wurden Manga und Anime im Jahr 2000 sogar als eigene Kunstformen anerkannt, die es Wert sind, gefördert zu werden.

Wir möchten hier näher auf die faszinierende Entstehungsgeschichte der kultigen japanischen Comics und Trickfilme eingehen. Von den Anfängen in der japanischen Kultur des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis hin zu den ersten modernen Trickfilmen und weltbekannten Produktionsstudios.

Zur Geschichte des Manga

Manga wird gerade von älteren Menschen, die nicht damit aufgewachsen sind, als ein neuartiges und modernes Phänomen wahrgenommen. Die japanischen Comics können aber auf eine überraschend lange Geschichte zurückblicken. Die allerersten karikaturistischen Zeichnungen von Tieren und Menschen fanden sich in Japan bereits im 8. Jahrhundert nach Christus. Der Begriff Manga existiert schon seit dem 18. Jahrhundert nach Christus. Damals handelte es sich aber noch nicht um zusammenhängende Bildgeschichte, wie wir sie heute kennen. Vielmehr waren „Manga“ Bände einzelner Bilder mit lustigen oder interessanten Darstellungen. Das Wort Manga kann daher auch mit  „spontanes Bild“ übersetzt werden, von „man“ (spontan) und „ga“ (Bild). Die ersten weitverbreiteten und beliebten Mangas in Japan waren die des Zeichners Katsuhika Hokusai. Im späten 18. Jahrhundert und frühen 19. Jahrhundert veröffentlichte er Bücher mit Darstellungen des japanischen Lebens der Edo-Periode. Aus dieser Zeit findet sich in älterer deutscher Fachliteratur mitunter noch die inzwischen veraltete Schreibweise „Mangwa“.

Die Vorläufer der Mangas

Holzschnitte mit fortlaufenden Bildgeschichten, sogenannte Toba-e, waren im 19. Jahrhundert bereits die beliebteste Lektüre unter Japanern. Erzählende zusammenhängende Bildgeschichten in gezeichneter Form kamen aber erst nach der Öffnung Japans im frühen 20. Jahrhundert auf. Als erstes Beispiel dafür gilt die Erzählung „Tagosakus und Mokubes Besichtigung von Tokio“ aus dem Jahr 1902 von Zeichner Rakuten Kitazawa. Damit war das japanische Manga im heutigen Sinne geboren. Versuche der japanischen Regierung, diese Stilrichtung zu unterdrücken, konnten der Entwicklung nicht dauerhaft Einhalt gebieten.

Zusätzliche Einflüsse wie das amerikanische Comicgenre von Walt Disney und europäische Filme des Expressionismus verhalfen dem Manga schließlich zu seinem heutigen unverwechselbaren Stil. Schon 1947 gründete sich das erste japanische Comicheft „Manga Shonen“. Von da an ließ sich der Siegeszug der Stilrichtung nicht mehr aufhalten und er gewann fortan immer mehr Liebhaber - auch weltweit.

Manga heute – Stil, Aufbau und Typisches der japanischen Comics

Wer ein Mangaheft in die Hand nimmt, der wird gleich bemerken, dass etwas anders ist. Die Bildbände werden nämlich nicht von links nach rechts gelesen, sondern umgekehrt. Man fängt von hinten an zu lesen, die gewohnte Vorderseite ist bei einem Manga die Rückseite. Zwar wird von oben nach unten gelesen, wie man es von amerikanischen oder europäischen Comics gewohnt ist. Doch auch auf den einzelnen Seiten ist die Reihenfolge links nach rechts.

Ganz besonders typisch für Manga ist auch das Aussehen der Figuren, besonders das Gesicht. Während Mund und Nase außergewöhnlich klein sind, haben die Figuren besonders große ausdrucksstarke Augen. Dies wird oft als Kindchenschema beschrieben. Liebevolle Details wie Pupillen verleihen den Figuren besonders große Ausdrucksstärke. Ebenfalls auffällig ist das breite Spektrum von Haar- und Augenfarben. Sie reichen von gängigen europäischen Varianten wie blond und braun bzw. blau und grün bis hin zu blauen Haaren und rötlichen Augen. Im Manga treffen diese Farbvarianten keine Aussage über die Ethnie oder Nationalität der dargestellten Figuren. Sie wird als neutral betrachtet.

Neben diesen Besonderheiten findet man auch Symbole und abstrahierte Körperformen zur Darstellung von Gefühlen. So haben Figuren, die sich über etwas aufregen oft ein rotes kreuzartiges Symbol auf der Stirn oder Figuren, denen etwas peinlich ist einen Schweißtropfen. Häufig werden Figuren auch für einzelne Szenen „super deformed“ dargestellt, um Emotionen oder Humor hervorzuheben und Aufmerksamkeit auf relevante Körperteile zu lenken. Hier wird bewusst nicht anatomisch korrekt gezeichnet, während der Hintergrund in Manga oft äußerst realistisch dargestellt ist.

Mangas unterscheiden sich in diesen Stilelementen deutlich von westlichen Comics.

Manga in Europa und Deutschland

Nachdem Mangas sich in Japan verbreitet hatten und zu einem integralen Teil der Kultur geworden waren, verbreiteten sie sich in anderen Teilen der Welt. Nach Europa kamen sie zunächst über Frankreich, wo bereits 1969 erstmals ein Manga käuflich war. Noch lange Zeit danach waren in anderen Ländern Europas nur Mangas erhältlich, die aus dem Japanischen über das Französische in die Landessprache übersetzt worden waren. In Spanien und Italien wurden Mangas in den 1980er Jahren beliebt. Zunächst waren Mangas auf dem deutschen Markt wenig verbreitet. Es gab kaum Übersetzungen und der Comicmarkt war von amerikanischen Superheldencomics und französischen und belgischen Comics belegt.
Im Jahr 1982 wurde „Barfuß durch Hiroshima“ schließlich das erste veröffentliche Manga in Deutschland. Sie wurde wie die erste Manga-Serie Akira noch spiegelverkehrt gedruckt, um sie von links nach rechts und von vorne nach hinten lesen zu können. Die original japanische Leserichtung setzte sich erst in den 90er mit der Veröffentlichung von Dragonball langsam durch. Danach hielten Mangas auch in Deutschland ihren Einzug. Es entstand Ende der 90er Jahre ein regelrechter Manga-Boom und mittlerweile sind Manga auch auf allen großen Buchmessen vertreten. Das Besondere an Manga ist übrigens, dass sie im Gegensatz zu den typischen westlichen Comics den Geschmack vieler junger Mädchen und Frauen in Europa trafen. Bis heute werden sie vorrangig von diesen gelesen.

Manga in Bewegung – Anime, die kleine Schwester des Mangas

Untrennbar mit den Mangas verbunden, sind die japanischen Animes. Dabei handelt es sich im Prinzip um Manga in animierter Form, als Trickfilm. Und so kommt auch der Begriff Anime vom englischen „animation“. Genau wie westliche Trickfilme sind auch Anime schon recht alt und kamen bereits im frühen 20. Jahrhundert auf. Im Jahr 1917 wurden die ersten japanischen Trickfilme veröffentlicht, damals noch als Stummfilme. Zunächst wurden häufig japanische Sagengeschichten und Inhalte aus der japanischen Folklore dargestellt, oft mit moralischem Kern. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Anime dann von der japanischen Regierung für Propagandazwecke in Auftrag gegeben. Nach dem Krieg, unter dem wachsamen Auge der alliierten Besatzer, entstanden dann viele Geschichten. Sie enthielten zwar noch moralische Elemente, aber oft spielten sie in einer Fantasiewelt oder griffen eine nicht-japanische Geschichte auf.

Die Entwicklung des Animestils

Der Stil dieser Animationen unterschied sich zunächst noch von dem, was wir heute als Animestil empfinden. Er nahm auch eine gewisse parallele Entwicklung mit dem Mangastil. Heute teilen sich Manga und Anime vielfältige Stilelemente wie Erzählstrukturen und Aussehen der Figuren und sind untrennbar miteinander verbunden. Der Mangaka (Manga-Zeichner) Osamu Tezuka war der Erste, der einen seiner Mangas in einen Anime umsetzte. Die Manga-Serie Astro Boy wurde 1963 als Anime im japanischen Fernsehen ausgestrahlt und war gleichzeitig auch die erste Serie mit einem serienübergreifenden Handlungsstrang. Heute bauen viele Anime auf erfolgreichen Mangaserien auf.

Kodomo, Shojo und Co - Subgenres des Anime

Bald kamen auch wie bei Manga unterschiedliche Subgenres auf, die sich an unterschiedliches Publikum richteten. So richten sich „Kodomo“ genannte Anime an Kinder, „Shojo“ genannte Anime an Mädchen und das Genre „Seinen“ an junge Männer. Auch thematische Subgenres entwickelten sich, so etwa das „Magical Girls“-Genre zu dem Sailor Moon gehört oder die Sparte „Mecha“, in der es um Roboter geht. Anime decken in der japanischen Kultur einen Großteil der existierenden Erzählthemen ab, die nahezu alle Alters- und Interessengruppen abdeckt. Neben Genres wie Fantasy, Science-Fiction, Horror, Kindergeschichten, Liebeserzählungen und Sportserien finden sich auch Erotikthemen und Serien mit historischem und literarischem Anspruch.

In Japan bezeichnet der Begriff Anime übrigens alle animierten Filme und Trickfilme, auch solche, die nicht aus Japan stammen. Außerhalb Japans hat sich der Begriff allerdings längst ganz speziell nur für Trickfilme etabliert, die aus Japan stammen.

Anime in Europa und Deutschland

Viele Europäer und Deutsche sahen schon als Kinder in den 80er Jahren Anime, ohne zu wissen, dass es sich um Anime handelte. Serien wie die Biene Maja, Heidi oder Sindbad begleiteten sie durch unterhaltsame Nachmittage. Dass die sympathischen Helden dieser Geschichten in Japan geboren wurden, war aber kaum einem Kind klar und viele Erwachsenen wissen davon bis heute nichts. Erstmals wirklich als japanischer Anime wahrgenommen wurde die Serie Sailor Moon. Die größte Bekanntheit auch außerhalb von Fankreisen erlangte die Serie Pokémon. Ebenfalls bekannt in Europa wurden die Sportserie Mila Superstar und die Serien Saber Rider und Miyuki.
Das breit gefächerte Themenspektrum von japanischen Animes hat sich bis heute nicht im europäischen und deutschen Fernsehen durchgesetzt. Zumeist werden Anime für Kinder und Jugendliche gezeigt, jedoch keine Anime, die sich in Japan an ein älteres Publikum richten. Typisch für japanische Produktionen, die sich an junge Kinder und heranwachsende Jugendliche richten, ist jedoch, dass sie sehr häufig mehr Gewalt zeigen. Weiterhin behandeln sie ernstere Themen, als dies in vergleichbaren westlichen Produktionen der Fall wäre. Beispiele für Anime dieser Kategorie sind Death Note, Naruto oder Welcome to the NHK.

Nah verwandt mit Manga und Anime sind Yu-Gi-Oh Cards. Bei diesem Sammelkartenspiel treten die Spieler grundsätzlich gegeneinander an, um die Lebenspunkte des anderen möglichst auf Null zu bringen. Dazu nutzen sie verschiedene Karten, die zum Beispiel für Monster mit verschiedenen Fähigkeiten stehen. Jeder Spieler hat ein Kartendeck, das aus 40 bis 60 Karten besteht und das er mit so genannten Booster Packs und Erweiterungssets aufwerten kann. Mittlerweile existieren über 6.000 verschiedene Karten, die gekauft, gewonnen und getauscht werden können.

Yu-Gi-Oh Cards waren bei ihrem ersten Erscheinen 1999 als Merchandise-Artikel zum beliebten Manga Yu-Gi-Oh! gedacht, haben sich aber sehr schnell eine eigene Nische erobert. Auch als Anime war Yu-Gi-Oh! sehr beliebt. Das Sammelkartenspiel wird weltweit gespielt und Wettkämpfe werden international ausgetragen. 

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