Mamiya - die Kamera für den Studioeinsatz

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Mamiya - die Kamera für den Studioeinsatz

Das im Jahr 1940 gegründete Unternehmen Mamiya Digital Imaging K.K. aus Japan produzierte bis zum Jahr 2006 neben Golfschlägern und elektronischen Bauteilen hochwertige Mittelformatkameras für Profis und ambitionierte Hobbyfotografen. Seit dem Jahr 2006 wird die Kamerasparte von der Firma Cosmo Digital Imaging unter dem traditionellen Namen Mamiya Digital Imaging weitergeführt. Im Jahr 2009 wurde zudem Phase One einer der Eigentümer von Mamiya und produziert seitdem unter dem Markennamen Mamiya Leaf digitale Kamerarückteile für analoge Mittelformatkameras. Damit werden die Vorzüge der analogen Technik mit dem Komfort der Digitalfotografie verknüpft.

  

Was unterscheidet Mittelformatkameras von Kameras im Kleinbildformat?

Mittelformatkameras arbeiten mit einem Bildformat von etwa 4,5 x 6 Zentimeter bis 6 x 9 Zentimeter. Das klassische Mittelformat beträgt 6 x 6 Zentimeter, was einer Bildgröße von 56 × 56 Millimeter entspricht. Das Kleinbildformat, das auch die meisten digitalen Spiegelreflexkameras verwenden, arbeitet mit einer Größe von 24 x 36 Millimetern. Digitale Mittelformatkameras werden hauptsächlich im professionellen Bereich verwendet. Dafür gibt es einige Gründe: Die großen Sensoren sind noch recht teuer, allerdings ist die Bildqualität beim richtigen Einsatz weit höher. Im Vergleich zu Kleinbildkameras sind Mittelformatkameras in der Regel wesentlich größer und schwerer, sodass sich die Benutzung eines Stativs empfiehlt. Außerdem stehen extreme Brennweiten für Mittelformatkameras nicht zur Verfügung, sodass diese Kameras in der Regel eher ihr Einsatzgebiet in der Studiofotografie finden.

  

Die Mamiya ZD – die erste digitale Mittelformatkamera

Die Mamiya ZD wurde im Jahr 2006 eingeführt und verfügt über einen Sensor mit einer Größe von 48 x 36 Millimetern und einer Auflösung von 22 Millionen Pixeln. Damit werden Fotos in der Größe von 5392 x 4000 Pixeln erzeugt, die gespeichert im RAW-Format pro Bild 35 MB auf der Speicherkarte benötigen. Dafür hat die Kamera zwei Speicherkartenplätze, und zwar für eine SD-Karte und für eine CF-Karte. Eine Besonderheit der Mamiya ZD ist der herausnehmbare IR-Filter, der durch optional erhältliche Filter ausgetauscht werden kann, um beispielsweise abhängig von den Lichtbedingungen die Hauttöne eines Models zu verändern. Zum sofortigen Überprüfen der Bilder kann die Mamiya ZD über ein Firewirekabel an einen Computer angeschlossen werden. 

 

Welche Objektive können mit der Mamiya ZD verwendet werden?

Die Mamiya ZD ist mit dem Bajonett des analogen Vorgängermodells Mamiya 645 kompatibel. Daher können alle Objektive verwendet werden, die mit dem Mamiya-645-AF-Bajonett ausgestattet sind.

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