Malachite - Tipps und Tricks für den Kauf

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Malachite - Tipps und Tricks für den Kauf

Der Malachit – Name und Herstellung

Der Malachit ist ein seit Jahrtausenden bekanntes Mineral aus der Familie der Carbonate. Er entsteht als Verwitterungsprodukt in den Oxidationszonen von Kupfervorkommen. Häufig ist Malachit zusammen mit Azurit anzutreffen, aus dem er durch Wasseraufnahme entsteht. Er kann allerdings auch zusammen mit anderen Mineralien wie Calcit, Dolomit und Quarz vorkommen, um nur einige zu nennen. Sein Name soll aus dem Griechischen stammen und vom Wort „malache“ für Malve abgeleitet sein, weil seine intensive grüne Farbe dem Laub der Malve ähnlich sieht. Diese grüne Farbe resultiert aus seinem hohen Kupfergehalt. Bekannt ist er auch unter der ebenfalls griechischen Bezeichnung „Chrysokolla“, was übersetzt „Goldleim“ heißt. Diesen Namen hat er der Verwendung bei der Granulationstechnik in Goldschmieden zu verdanken. Hierbei wird gemahlener Malachitstaub unter Zuhilfenahme von Fischleim und Wasser zu diesem sogenannten Goldleim verarbeitet, der wiederum im Holzkohlefeuer zu Kupfer reduziert wird, woraus eine lötfähige Kupferlegierung resultiert. Seit jeher ist der Malachit ein beliebter Schmuckstein, vor allem aufgrund seiner ausgeprägten, typischen Bänderung und Bildung konzentrischer Augen und wird auch gerne als Amulett verwendet. Seine wahre Schönheit allerdings kommt erst durch Schliff und Politur zur Geltung; dann allerdings besticht er durch seine intensive Farbe und Zeichnung.

Verwendung des Malachits im Laufe der Geschichte

Im alten Ägypten war der Malachit äußerst beliebt und wurde als Pigment für Malereien verwendet. Wände mit Verzierungen aus Malachit wurden bei Ausgrabungen in einer 9.000 Jahre alten Siedlung entdeckt. Die Frauen Ägyptens nutzten das Pigment des Malachits in Verbindung mit Eiweiß, Akazienharz oder Feigenmilch als Lidschatten. Zudem wurden aus Malachit Kunstobjekte wie zum Beispiel Skarabäen geschnitzt und auf die Totenmaske von Pharao Tutanchamun wurde das Gold mithilfe von Malachit aufgelötet, denn auch die Ägypter beherrschten diese Technik in Perfektion. Auch im alten China war Malachit sehr beliebt. Reste eines Malachit-Farbüberzugs wurden sogar auf der berühmten Terrakottaarmee in Qin Shihuangdis Mausoleum nachgewiesen und chinesische Malachit-Figuren sind in vielen Museen zu bestaunen. In Japan wurde Malachit seit dem 8. Jahrhundert verarbeitet und selbst präkolumbianische Kulturen kannten und nutzten den Mineralstein als Pigment und Schmuckstein. Durch riesige Malachitvorkommen im Ural finden sich auch in ganz Russland Kunstwerke aus Malachit, so zum Beispiel die Säulen der Isaaks-Kathedrale in St. Petersburg oder im ebenfalls in St. Petersburg befindlichen Malachit-Zimmer. Tischplatten, Schreibgarnituren, Schatullen, Vasen und viele weitere Gegenstände lassen sich in russischen Museen und Schlössern bewundern, auch die Russische Mafia pflegte ihren dahingeschiedenen Größen Malachitgrabsteine anzufertigen.

Malachitvorkommen weltweit

Weltweit gibt es rund 8.800 Fundorte von Malachit, wobei er selten in größeren Mengen auftritt. Meistens findet man ihn in Form von unscheinbaren erdigen, pulverigen Krusten oder auch als kleine Nädelchen. Malachit findet sich unter anderem auf dem afrikanischen Kontinent in Ägypten, Algerien und in Angola, im Kongo, in Marokko und Namibia. In Asien wurde Malachit unter anderem in China, Laos, Vietnam, Thailand, Malaysia, auf den Philippinen und in Indonesien nachgewiesen. In Mittel- und Südamerika ist Malachit unter anderem in Mexiko, Guatemala, auf Kuba, in Panama, Jamaica, Peru, Paraguay, Brasilien und Costa Rica anzutreffen. In den USA wird Malachit ebenso abgebaut wie in Kanada, und in Europa findet man das begehrte Mineral in Polen, Italien, Serbien, Portugal, Spanien, in Großbritannien sowie in der Schweiz und natürlich auch in Deutschland, zum Beispiel im Schwarzwald.

Verwendung des Malachits als Schmuckstein

Malachit ist überwiegend im Kunstgewerbe als Schmuckstein zu finden. Im Kreml in Moskau stehen ganze Säulen aus Malachit. Der Stein kommt ausschließlich in Grün vor, jedoch erreicht dieses Grün unterschiedliche Töne und die vorkommende Bänderung, die an die Maserung von Holz erinnert, macht Malachit als Schmuckstein so begehrt. Die Verarbeitung von Malachit ist jedoch aufwendig und teuer, denn der dabei entstehende Staub sowie das Schleifwasser sind giftig. Sehr beliebt ist Malachitschmuck in Form von Cabochons, einer Form des Schliffs, bei der die Oberfläche glatt und gewölbt ist. Der Vorteil dieser Schleifform ist, dass sie die Bänderung und das satte Grün des Malachits optimal zur Geltung bringt, ohne Facetten schleifen zu müssen. Dafür ist der Stein nicht geeignet, da die Kanten leicht ausbrechen könnten. Vorsicht ist geboten vor diversen Manipulationen und Imitationen, denn aufgrund der Schwierigkeiten bei der Bearbeitung und seiner Spaltbarkeit werden Rohsteine des Malachits gerne durch das Hinzufügen eines Malachitstaub-Kunstharz-Gemisches stabiler gemacht. Mit dieser Methode lassen sich auch aus kleinen Bruchstücken größere Malachite rekonstruieren, die in der weiteren Schmuckverarbeitung Verwendung finden. Diese Methode der Manipulation ist gerade auch bei Trommelsteinen und Donuts sehr verbreitet. Derart manipulierte Steine sind jedoch in der Regel an ihrem Erscheinungsbild erkennbar: Durch das Auffüllen von Lücken mit Spachtelmasse entstehen auffällige, körnige Flecken. Sehr populär ist auch die Imitation von Malachit durch gefärbten Jaspis, Achat oder Marmor. Wird Ihnen „roter Malachit“ angeboten, so ist dies lediglich der Handelsname für roten Jaspis, denn Malachit kommt in der Natur ausschließlich in Grün vor. Jedoch lässt sich Malachit mittlerweile auch synthetisch herstellen. Malachit wird auch gerne für Knöpfe und Perlen verwendet. Aus diesen Perlen lassen sich wunderschöne Halsketten gestalten. Bei eBay finden Sie darüber hinaus auch eine breite Auswahl an Ringen. Auch eleganter Ohrschmuck aus Malachit ist schön anzusehen, ob als Ohrstecker oder -ringe. Armbänder sind ebenfalls bei eBay in großer Zahl zu finden. Somit lässt sich Malachit an beinahe jeder Stelle des Körpers als modisches Accessoire oder auch als Glücksbringer tragen. Für alle, die sich Malachit nicht an den Körper stecken oder hängen wollen, kommt Malachit auch als Handschmeichler zum Einsatz. Wer Malachit lieber dekorativ einsetzen möchte, findet bei eBay einige sehr schöne Skulpturen sowie Gläser und Kristalle.

Andere Namen für Malachit und malachitähnliche Gesteine

Es gibt diverse Synonyme und Varietäten, so ist zum Beispiel oft von Grünkupfer die Rede, was ein altes Synonym für Malachit darstellt. Beim Azurmalachit handelt es sich um ein Gemisch aus Malachit und Azurit. Kalkmalachit dagegen ist nichts anderes als unreiner Malachit. In Gesteinen eingeschlossener Malachit wird als Kupfergrün bezeichnet und Prase Malachite sind englische Varietäten von Prasem, was wiederum eine grüne Varietät von Jaspis oder auch Quarz darstellt. Ein Pseudomalachit ist ein eigenständiges Mineral, das eigentlich nichts mit Malachit zu tun hat, außer dass es ihm aufgrund seiner Farbe sehr ähnlich sieht und hinter der englischen Bezeichnung Zincian Malachite steckt eine dem Malachit ähnliche Zink-Varietät.

Malachit und seine Bedeutung in der Esoterik

Wie viele andere Edelsteine ist auch der Malachit in der Esoterik ein wichtiger Stein mit psychischen und physischen Auswirkungen. So sagt man ihm die Fähigkeit nach, unbewusste Gefühle an die Oberfläche zu bringen, egal welcher Natur diese sein mögen. Dank dieser Fähigkeit empfiehlt er sich besonders für Menschen mit Zurückhaltungen und Komplexen. Er soll bei sämtlichen psychosomatischen Erkrankungen helfen, die auf verdrängten oder unerwünschten Gefühlen beruhen. Wenn lindernde Steine versagt haben, soll man somit zum Malachit greifen. Malachit stärkt die Auffassungsgabe und Vorstellungskraft und stellt überdies ein Symbol der Freundschaft dar. Frauen soll er geheimnisvoll und begehrenswert machen. Malachit holt aus dem Unterbewusstsein längst erledigt geglaubte Gefühle hervor und verstärkt diese. Schlussendlich soll er aber auch das geeignete Mittel sein, um diese endlich zu bewältigen und zukünftig dagegen immun zu sein. Malachit soll vor negativen Strahlungen schützen und durch seine reinigende Wirkung auch eine reinigende Kraft auf die Seele auswirken. Krankmachende Lebens- und Ernährungsweisen sollen sich dank ihm einfacher erkennen und zukünftig vermeiden lassen. Schließlich soll der Träger des Malachits ausgeglichener werden, mehr Lebensfreude entwickeln und mehr Verständnis und Liebe für Mitmenschen empfinden. Viele Menschen sind der Meinung, dass sie durch das Tragen von Malachit ihre Ziele besser erreicht haben und er ihnen geholfen habe, sich selbst zu verwirklichen und mehr Erfolg und Zufriedenheit zu erfahren, als zuvor ohne ihn.

Malachit als Heilmitte gegen körperliche Beschwerden 

In körperlicher Hinsicht wird dem Malachit eine große Wirkung bei Erkrankungen des Knochenapparats nachgesagt, inklusive Bandscheiben- und Wirbelsäulenproblemen. Auch bei Rheuma und Gelenkentzündungen soll er helfen. Bei chronischen Atemwegserkrankungen und Asthma soll Malachit helfen, das Herz und den Kreislauf stärken sowie die Sehnerven kräftigen. Malachit soll auch entgiftende Wirkung haben und bei Entzündungen, Blockaden sowie Verspannungen helfen, insbesondere gegen starke Menstruationsschmerzen soll er ein wahrer Wunderstein sein. Als „Hebammenstein“ ist er im Volksmund bekannt, weil er sich begünstigend auf die Geburt auswirken soll; auch nach der Geburt soll er die Milchbildung unterstützen. Überhaupt soll er bei vielen Frauenbeschwerden und -krankheiten positive Wirkung entfalten, wo andere Mittel versagen. Augenschmerzen und Sehschwächen soll er lindern, Magenprobleme lösen und tief ins Nervensystem eindringen, wo er das Rückenmark vor Gefäßverhärtungen schützen soll. Lindernde Wirkung wird ihm auch bei Zittern und Lähmungen der Gesichtsnerven nachgesagt. Der Malachit soll zur Wundbehandlung ebenso gut einsetzbar sein wie bei Entzündungen des Rachens und bei Gelenkentzündungen. Die Liste der Anwendungsmöglichkeiten lässt sich noch durch Koliken, Kinderkrankheiten, Vergiftungen, Unfruchtbarkeit, Infektionen, Geschwüre und Augenstar erweitern, selbst bei Leukämie und Krebs im Vorstadium soll Malachit positive Wirkung entfalten. Die Bauchspeicheldrüse soll er ebenso stärken wie das Gehirn und allgemein die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Bei Verstauchungen und Prellungen soll er Linderung bringen und zu guter Letzt sogar bei MS und Parkinson helfen. Wissenschaftlich bestätigt ist jedoch keine dieser Wirkungen.

Wie man Malachit anwendet

Malachit soll auf Problem-Körperstellen aufgelegt oder längere Zeit getragen werden. Im Gegensatz zu anderen Edelsteinen soll man aus ihm kein Wasser zum Trinken erzeugen, kann ihn jedoch zur Erstellung von Heilsalbe verwenden. Man sagt, dass man am Malachit anhand seiner Verfärbung erkennen kann, wie viel „schlechte Kraft“ er seinem Träger entzogen hat. Seine ohnehin großen Kräfte soll er in Verbindung mit anderen Steinen noch potenzieren.

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