Makiwara und Co.-unverzichtbares Equipment für das professionelle Karate-Training

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Makiwara und Co unverzichtbares Equipment fur das professionelle Karate Training

Die fernöstliche Kampfkunst Karate führt lange kein Nischendasein mehr, sondern erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit in jeder Altersgruppe. Auch die Auswahl an Trainingszubehör ist unüberschaubar geworden. Das Sortiment reicht vom günstigen Gi (Anzug) für Einsteiger bis zu High-End-Protektoren für Wettkampfsportler. Lesen Sie hier, welche Anschaffung sich lohnt.


Die wichtigste Ausrüstung für das optimale Karatetraining

Der Begriff Karate hat im Japanischen die Bedeutung „leere Hand“, was aussagt, dass traditionell ohne Waffen gekämpft wird. Ein gewisses Equipment ist jedoch trotzdem erforderlich, um den optimalen Nutzen aus seinem Training zu ziehen.

 

Mit dem richtigen Anzug und Gürtel fängt Karate an

Die wichtigste Ausrüstung für das Karatetraining ist der Do-Gi genannte Karateanzug sowie der Obi, der Gürtel. Beides wird traditionell aus Baumwolle gefertigt, bei den Gürteln gibt es jedoch inzwischen auch Modelle aus synthetischen Materialien.
Das entscheidende Kriterium bei der Auswahl des Anzugs ist das Gewicht, das in Unzen (oz) gemessen wird. Die schwereren Modelle (12-16 oz) werden als besonders geeignet für die Kata (Formenlauf) angesehen. Leichtere Anzüge (6,5-12 oz) dagegen werden oft im Kumite (Kampf) bevorzugt. Im traditionellen Training macht diese Einteilung jedoch wenig Sinn, da beides von jedem Schüler gleichermaßen trainiert wird. Die persönliche Vorliebe ist daher das ausschlaggebende Kriterium. Der Anzug besteht aus Jacke und Hose, die meistens zusammen gekauft werden. Bei der Farbe des Anzugs ist Weiß vorherrschend. Vereinzelt sind auch schwarze Anzüge zugelassen, bei denen jedoch die symbolische Bedeutung der Reinheit des Herzens des Schülers verloren geht.
 

Der optimale Schutz im Kampf

Je nach Stilrichtung und Fortschritt wird im Karatetraining Schutzausrüstung interessant. Im traditionellen, kontaktlosen Shotokan-Stil können Sie mit der Anschaffung nach Trainingsbeginn getrost noch ein paar Jahre warten, bei Vollkontaktstilen wie Kyokushinkai ist diese schon früher sinnvoll.
Die Art der verwendeten Schutzausrüstung ist von Stil zu Stil verschieden. Das Sortiment reicht vom Zahnschutz über den Faustschutz bis hin zum Brustschutz für Damen beziehungsweise dem Tiefschutz für Herren. Vereinzelt werden auch komplette Schutzwesten, Kopfschutz und Arm- und Beinschutz verwendet. Vor dem Kauf sollten Sie sich in jedem Fall informieren, welche Schutzausrüstung in Ihrer Stilrichtung oder Ihrem Verband erlaubt oder vorgeschrieben ist.

 

Die eigene Technik perfektionieren: Makiwara und Pratzen

Dem Namen nach besteht ein Makiwara traditionell aus einem hölzernen Pfosten, um dessen oberes Ende Reisstroh gewickelt wird und das dem Schlagtraining dient. Moderne Varianten besitzen Schaumstoffpolster und lassen sich teilweise direkt an der Wand befestigen. Doch Vorsicht – eine falsche Ausführung der Techniken kann besonders bei Anfängern zu Verletzungen führen. Trifft zum Beispiel die Faust nicht korrekt auf das Trainingsgerät auf, kann dies in den schlimmsten Fällen zu Knochenbrüchen führen. Pratzen dienen dem Training mit einem Partner. Dieser hält das Schlagpolster, sodass der Trainierende seine Techniken direkt „am Objekt“ perfektionieren kann. Pratzen gibt es in einer Vielzahl von Ausführungen, als handschuhähnliche Kissen oder größere Polster. Wer Karate nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern wettkampforientiert betreibt oder seine Technik ins Ziel bringen will, der kommt früher oder später nicht um Pratzen oder Makiwara herum.

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