Mainboards: Der richtige Anschluss für Komponenten

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Um das Mainboardmit externen Komponenten zu verbinden, müssen die richtigen Schnittstellen vorhanden sein. Von PCI, über S-ATA bis USB: Was Sie brauchen und worauf Sie getrost verzichten können.

 

 

Mainboards: Der richtige Anschluss für KomponentenUm häufiges Umstöpseln zu vermeiden, sollten Mainboards genügend Anschlüsse für externe Geräte bereithalten. (Copyright: iStock/ Thinkstock)

 

 

Integration ist angesagt

Vieles von dem, was noch vor einigen Jahren in Form von Erweiterungskarten einen Slot auf dem Mainboard belegte, ist heute direkt auf der Hauptplatine untergebracht. So ist es beispielsweise selbstverständlich, Anschlüsse für externe Geräte (früher meist über serielle und parallele Schnittstellen, heute fast immer über USB) nicht über eine eigene Karte, sondern direkt über das Mainboard anzubieten.

 

Ebenfalls fast schon Standard ist es, die Funktionen und Bausteine von Sound- und Netzwerkkarten direkt auf dem Mainboard unterzubringen. Bei den meisten Mainboards für tragbare Rechner - und mittlerweile auch bei etlichen Desktop-Boards - ist zudem der Grafikchip auf der Hauptplatine integriert, um wertvollen Platz zu sparen.

 

 

PCIe ist ein Alleskönner

Auf einem Mainboard vereint: PCIe-Steckplätze mit 1 und 16 Lanes (gelb) und herkömmliche PCI-Slots (weiß). (Copyright: smial/ Wikimedia) Soll es eine externe Grafikkarte sein, waren früher spezielle Steckplätze nach den Standards VESA Local Bus (VLB) oder Accelerated Graphics Port (AGP) vonnöten. Heute wird für aktuelle Grafikkarten kein spezieller Slot mehr benötigt, denn sie findet Platz in einem PCIe-Steckplatz.

 

Dieses PCIe (Peripheral Component Interconnect Express) ist quasi der Alleskönner unter den Standards für Steckplätze. PCIe-Slots können nämlich nicht nur Grafik-, sondern auch andere Erweiterungskarten wie etwa Soundboards und Netzwerkkarten aufnehmen.

 

PCIe hatte seit 2003 den damals rund zehn Jahre alten PCI-Bus abgelöst, um höhere Datenübertragungsraten realisieren zu können. Aktuell ist derzeit PCIe 3.0, für 2015 wird PCIe 4.0 erwartet. Bei der Kombination PCIe/Erweiterungskarte ist zu beachten, das ältere PCIe-1.x-Karten möglicherweise inkompatibel zu Boards mit PCIe-3.0-Slots sind.

 

 

Von Platten und Mäusen

S-ATA ist Standard für den Anschluss interner Festplatten. (Copyright: Berkut/ Wikipedia) Wenn es um den Anschluss von internen Festplatten oder optischen Laufwerken geht, ist das bereits 2000 entwickelte S-ATA (Serial Advanced Technology Attachment) auch heute noch Standard. Manche Hauptplatinen haben zudem noch zumindest einen Anschluss nach dem Vorgängerstandard P-ATA (Parallel Advanced Technology Attachment) an Bord, um auch ältere Festplatten anbinden zu können.

 

Auf einen vorhandenen PS/2-Port des Mainboards sollten jene Anwender achten, die ältere kabelgebundene Tastaturen und Mäuse einsetzen möchten. Fehlt diese Schnittstelle, kann sie über einen USB/PS2-Adapter simuliert werden.

 

 

USB: Je mehr, desto besser

Von USB-Anschlüssen kann man kaum genug haben. Denn die Zahl der per USB anschließbaren Geräte, die der typische Computeranwender nutzt, nimmt stetig zu. Drucker, Scanner, Webcam, Funktastatur, Bluetooth-Dongle, externe Festplatte und USB-Stick, Lade- und Datentransferkabel fürs Smartphone sind nur einige der Geräte, die über den Universal Serial Bus verbunden werden.

 

Ein Board sollte also standardmäßig nicht weniger als eine Handvoll nach außen geführte USB-Ports bieten, wenn stetiges Ein- und Ausstöpseln vermeiden werden soll. Wichtig zudem, dass der aktuelle Standard USB 3.0 unterstützt wird. Er ist abwärtskompatibel, kommt also auch mit Geräten mit USB 1.0 oder 2.0 klar.

 

 

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