Mahlgrad der Kaffeemühle richtig einstellen

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Hallo liebe Ebayer,

kennen Sie das auch, da kommt die neue Espressomaschine mit externer Kaffeemühle in´s Haus und man weiß nicht so recht wie das mit der Einstellung des Mahlgrades geht?

Gute Kaffeemühlen haben viele Einstellmöglichkeiten, was nicht ohne Grund ist. Um einen guten Kaffee oder Espresso zu zubereiten sind jedoch mehrere Faktoren wichtig, wie; die Kaffee/Espressobohne selbst, das Wasser, die Temperatur, der Mahlgrad, der Druck und die Zeit in der das Mahlgut durch den Siebträger durchgepresst wird, um einmal die wichtigsten Komponeten zu erwähnen.

Bleiben wir jedoch beim Mahlgrad:

Sie sollten grundsätzlich das Kaffeemehl direkt nach dem Mahlen mit den Fingerspitzen erfühlen, d.h. wenn Sie eine Mühle mit einem vorgesetzten Portionierer besitzen, entfernen Sie diesen bevor Sie mit dem Mahlen beginnen bzw. versuchen Sie direkt an das Mahlgut heran zu kommen, so verschwenden Sie nur wenig wertvollen Kaffee/Espresso und können das Mahlergebnis sofort überprüfen. Das Mahlgut sollte eine "fein sandige" Konsistenz besitzen. Fangen Sie am Besten mit der mittleren Einstellung der Kaffeemühle an und gehen dann schrittweise in Richtung "fein" oder "grob", bis der Mahlgrad zumindest gefühlsmäßig stimmt. 

Kommen wir nun zur Feinabstimmung:

Wenn Sie den vorgenannten Mahlgrad erreicht haben, können Sie mit dem ersten Kaffee/Espresso zubereiten beginnen (vorausgesetzt Sie kennen die Funktionen der Espressomaschine). Es ist z.B. hilfreich, wenn Sie ein Espresso mit "Crema" für die Ersteinstellung verwenden, da gerade die Crema empfindlich auf eine falsche Einstellung des Mahlgrades reagiert. Bereiten Sie nun mehrere kleine Espresso zu, wobei jedes Mal ein anderer Mahlgrad gewählt werden sollte (Bitte nur schrittweise vorgehen und zwischendurch schmecken!). Achten Sie unbedingt darauf, dass das Mischungsverhältnis sowie der Anpressdruck des Mahlgutes immer gleich ist! Hilfreich ist beim Verkosten immer eine zweite Person, die Zubereitung sollte dagegen nur eine Person vornehmen! Notieren Sie sich dabei die Einstellung an der Kaffeemühle, wo sich die Crema am Besten entwickelt hat und der Espresso nicht bitter schmeckt.

Warum ist es denn nun so wichtig, den richtigen Mahlgrad zu erreichen?

Wird der Espresso zu lange gepresst (zu feine Einstellung), können sich Bitterstoffe lösen, die sich unangenehm im Geschmack bemerkbar machen und nichts mit der "Stärke" eines Espressos zu tun haben. Bei zu grober Einstellung reicht dazu im Gegensatz die Zeit nicht aus, um ausreichend die Aromastoffe aus dem Kaffeemehl zu lösen und der Espresso oder Kaffee schmecken dann relativ flach.

Ergebnis:

Wenn Sie soweit sind, können Sie nun mit der selben Bohnensorte einen Kaffee zubereiten. Sollte auch hier, trotz der Verdünnung noch eine vernünftige Crema zustande kommen, sind Sie auf dem richtigen Weg!!!

Nun können sie den Portionierer - sofern vorhanden - wieder anbringen und mit dem Kaffee/Espresso zubereiten beginnen. Füllen Sie den Portionierer immer nur soweit, wie Sie ca. verbrauchen, dadurch erhalten Sie immer einen frischen Kaffee/Espresso. Also lieber öfter mahlen als zuviel auf einmal, denn gemahlene Bohnen altern schneller und verlieren dann relativ schnell ihr ausgezeichnetes Aroma!

!!!Wichtig!!! eine andere Kaffeesorte oder Espressomaschine, sowie das Altern der Kaffeemühle kann eine neue "Feinjustage" der Kaffeemühle erforderlich machen, gehen Sie aber immer nur schrittweise - wie oben beschrieben - vor!

Viel Spaß beim Kaffee/Espressogenuß, denn Kaffee/Espresso genießen ist eine Lebensqualität!

Ihr zockibaby

Dieser Ratgeber entstand auf der Grundlage eigener langwieriger Erfahrungen und schließt jegliche Gewährleistung aus!

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