Macht Schluss mit unschönen Härchen - Nasenhaarschneider richtig benutzen

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Macht Schluss mit unschönen Härchen - Nasenhaarschneider richtig benutzen

Wenn lange Haare aus der Nase wuchern, ist das selten ein ästhetischer Anblick. Deshalb sollten Personen, die zu starkem Haarwuchs im Gesicht neigen, regelmäßig die Nasenhaare trimmen. Das Innere der Nase ist aber sehr empfindlich und deswegen ist beim Stutzen der Nasenbehaarung Vorsicht angebracht. Am einfachsten und angenehmsten lässt sich diese Aufgabe mit einem Nasenhaarschneider erledigen.

Bekannte Hersteller von Nasenhaartrimmern

Bei den Nasenhaartrimmern sind prinzipiell dieselben Firmen auf dem Markt vertreten wie bei Elektrorasierern oder Haarschneidegeräten. So finden Sie unter anderem Nasenhaarschneider von AEG, Braun, Panasonic, Remington und Wella. Wenn Sie bereits mit Haartrimmern einer bestimmten Marke positive Erfahrungen gemacht haben, können Sie sich auch bei den Nasenhaarschneidern nach einem Gerät desselben Herstellers umsehen.

Welche Funktion haben Nasenhaare?

Viele betrachten die Nasenhaare nur als lästige Härchen, die der makellosen Schönheit des Gesichts im Wege stehen. Allerdings erfüllen diese mehrere Millimeter langen Haare durchaus einen Zweck. Sie dienen als erster Filter für die Atemwege. Die Haare sind nach außen gerichtet und filtern kleine Fremdkörper wie Staub oder Schmutzpartikel aus der Atemluft. So werden viele kleine Verschmutzungen bereits vor der Lunge aus der eingeatmeten Luft gefiltert. Deshalb darf auf keinen Fall die komplette Nasenbehaarung entfernt werden.

Die Vorteile eines Nasenhaarschneiders

Der klassische Weg, die Nasenhaare zu kürzen, ist die Verwendung einer Nagelschere. Das birgt jedoch ein großes Verletzungsrisiko. Die empfindlichen Schleimhäute im Naseninneren können dabei recht schnell beschädigt werden. Spezielle Nasenhaarscheren sind schon eher dazu geeignet, aber auch noch keine optimale Lösung. Eine andere Methode ist das Zupfen mit einer Pinzette. Diese Methode ist aber relativ schmerzhaft. Außerdem werden die Haare dabei samt Wurzel entfernt, was die Schutzfunktion der Haare vermindert. Mitunter können sich die Haarfollikel schmerzhaft entzünden. Häufig entstehen anschließend daraus auch Narben im Inneren der Nase. Aus denselben Gründen ist auch von der Epilation der Nasenbehaarung, wie sie häufig in Kosmetikstudios durchgeführt wird, abzuraten. Auch das Abflammen der Haare, das unter anderem türkische Friseure praktizieren, kann sehr schmerzhaft sein.

Eine gute Alternative zu diesen Methoden ist die Verwendung eines Nasenhaarschneiders. Dadurch werden die Haare schnell, einfach und schmerzfrei gekürzt. Bereits für deutlich unter 50 Euro können Sie einen sehr guten Nasenhaartrimmer erwerben.

Die Geschichte des Nasenhaarschneiders

1935 wurde im US-Bundesstaat New Jersey von einem Herrn Clark der erste Nasenhaarschneider entwickelt. Er nannte sein manuelles Gerät „Klipette“, der kommerzielle Durchbruch blieb bei seiner Erfindung aber vorerst aus. Clark musste deshalb sein Unternehmen verkaufen. Die Käufer vermarkteten das Produkt geschickt und die Klipette wurde auch an zahlreiche Friseurausstatter verkauft. Das Produkt war lange konkurrenzlos, erst Jahrzehnte später gab es Mitbewerber. Besonders durch die Entwicklung von elektrischen Nasenhaarschneidern verbreiteten sich die Geräte auch in Privathaushalten. Mittlerweile sind Nasenhaartrimmer vieler verschiedener Hersteller erhältlich und auch aus keinem Friseur- und Kosmetikstudio mehr wegzudenken.

Aufbau und Funktionsweise des Nasenhaartrimmers

Ein Nasenhaarschneider ist ein kleines und stabförmiges elektrisches Gerät. Die Form erinnert etwas an einen dickeren Kugelschreiber, allerdings ist der Haarschneider deutlich kürzer. Am vorderen Teil des Geräts sind die Klingen angebracht, die sich wie bei einem elektrischen Rasierapparat unter einer Scherfolie befinden. Dadurch wird das Verletzungsrisiko beim Schneiden der Nasenhaare minimiert. In der Mitte befindet sich meistens der An- und Ausknopf, der so mit dem Daumen betätigt werden kann. Der hintere Teil dient als Griff, im Inneren befinden sich Motor und Akku beziehungsweise Batterien. Batteriebetriebene Nasenhaartrimmer können in der Mitte auseinandergeschraubt werden, sodass die Batterien eingelegt und gewechselt werden können. Wenn die Klingen des Geräts stumpf sind, muss der komplette Trimmer ausgetauscht werden. Das Wechseln der Klingen oder Nachschärfen ist nicht möglich. Da die Geräte aber meist nicht sehr teuer sind und die Lebensdauer recht hoch ist, halten sich die Kosten dabei in Grenzen.

Material und Verarbeitung der Nasenhaarschneider

Ein Punkt, in dem sich die Geräte zum Schneiden der Nasenhaare unterscheiden, ist ihre Verarbeitung. Das Gehäuse besteht meistens aus Kunststoff. Etwas hochwertigere Exemplare sind auch aus Metall gefertigt. Unabhängig vom verwendeten Material sollten Sie jedenfalls darauf achten, dass das Gerät stabil und robust ist. Die Verbindungen der einzelnen Teile sollten fest sitzen. Die Oberfläche ist idealerweise resistent gegen Kratzer und Beschädigungen. Das Auf- und Zuschrauben des Trimmers sollte möglichst einfach vonstatten gehen. Teilweise wird der Öffnungsmechanismus auch per Knopfdruck in Gang gesetzt. Im zusammengeschraubten Zustand müssen die beiden Hälften gut zusammenhalten. Auch das Innenleben sollten Sie beachten. Selbst bei häufigem Wechsel der Batterien darf das Innere nicht abgenutzt oder beschädigt werden. Die Form des Geräts ist am besten leicht gebogen und sollte klein genug sein, um damit gut ins Innere der Nase zu gelangen.

Mechanische Nasenhaarschneider – eher ein Nischenprodukt

Die meisten Nasenhaartrimmer werden elektrisch betrieben. Allerdings erhalten Sie auch mechanische Geräte. Bei diesen Modellen werden die Klingen durch Drehen des Geräts oder durch das Drücken eines gefederten Griffs bewegt. Im Vergleich zu elektrischen Trimmern ist die Verwendung deutlich weniger komfortabel, da die Messer nicht automatisch angetrieben werden. Vorteile sind aber die Umweltfreundlichkeit und die Unabhängigkeit von elektrischer Energieversorgung. In der Gegenwart werden fast ausschließlich elektrische Modelle verkauft. Für unterwegs oder beim Camping kann ein mechanischer Nasenhaartrimmer jedoch durchaus nützlich sein.

Energieversorgung der Nasenhaarschneider – Akku, Batterie oder Netz

Nur sehr wenige Nasenhaarschneider funktionieren ausschließlich im Netzbetrieb. Dadurch ist auch die Mobilität sehr eingeschränkt und das Kabel stört oft bei der Verwendung. Die meisten Geräte werden mit Akkus oder Batterien betrieben. Manche Exemplare lassen sich mit handelsüblichen AA-Mignon-Batterien betreiben. Dabei steht es Ihnen frei, ob Sie die leere Batterie austauschen oder wieder aufladbare Exemplare verwenden. Bei vielen Modellen wird ein passender Akku mitgeliefert, der dann auch im Gerät aufgeladen werden kann. Vor dem Kauf sollten Sie sich über die Laufzeit des Akkus informieren. Wenn der Nasenhaarschneider vor jeder Benutzung aufgeladen werden muss, stört das doch sehr. Praktisch ist auch eine LED-Anzeige, die den aktuellen Ladezustand anzeigt. So können Sie mit einem Blick erkennen, ob der Akku noch durchhält oder ob Sie das Gerät besser doch aufladen sollten.

Die Qualität der Klingen – wichtig für effizientes Schneiden der Nasenhaare

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für ein schmerzfreies und effizientes Kürzen der Nasenhaare ist natürlich die Beschaffenheit der Klingen. Diese sollten selbstverständlich möglichst scharf sein. Gute Klingen sind aus Edelstahl oder auch aus Keramik. Auch die Anordnung der einzelnen Messer und die Schnelligkeit der Rotation sind dabei wichtig. Manche Modelle besitzen einen um 360 Grad schwenkbaren Kopf, dadurch wird das Kürzen der Haare zusätzlich erleichtert. Um die Qualität der Messer zu erhalten, empfiehlt es sich, die Klingen regelmäßig zu reinigen und zu ölen. Dazu gehen Sie am besten nach der Bedienungsanleitung vor.

Die Handhabung der Nasenhaarschneider

Auch der Handhabung der Trimmer für die Nasenhaare sollten Sie Beachtung schenken. Das Gerät sollte möglichst gut in der Hand liegen. Auch mit nassen Händen müssen ausreichende Rutschfestigkeit und ein fester Grip gewährleistet sein. Der Ein- und Ausschaltknopf sollte sich leicht bedienen lassen und einen guten Druckpunkt besitzen. Manche Modelle schneiden nur auf einer Seite. Wenn der Nasenhaarschneider dann in die Nase gesteckt wird, kann man nicht mehr erkennen, wo sich diese Seite gerade befindet. Deshalb sollte das Gerät einen haptischen Hinweis dafür haben. Beispielsweise kann durch eine leicht angeraute Fläche an einer Seite des Griffs gefühlt werden, wie der Trimmer gehalten werden muss.

Nützliches Zubehör bei den Nasenhaartrimmern

Auch beim mitgelieferten Zubehör unterscheiden sich die einzelnen Nasenhaarschneider. Zunächst sollte eine passende Batterie oder ein Akku mitgeliefert werden, damit das Gerät auch gleich benutzt werden kann. Durch eine Schutzkappe lässt sich die Klinge vor Abnutzungen außerhalb der normalen Verwendung schützen. Ein mitgelieferter Reinigungspinsel vereinfacht die Pflege und Reinigung des Geräts. Bei manchen Geräten wird auch ein Etui zur ordentlichen Aufbewahrung und zum einfachen Transport des Nasenhaartrimmers mitgeliefert.

Weitere Funktionen des Nasenhaarschneiders

Manche Nasenhaarschneider lassen sich nicht nur zum Trimmen der Nasenhaare verwenden. Viele Geräte kürzen außerdem auch effizient die Ohrenhaare. Damit muss kein separates Gerät angeschafft werden, um wucherndem Haarwuchs an den Ohren Herr zu werden. Meistens wird dazu ein spezieller Aufsatz mitgeliefert, der sich dann für das Trimmen der Ohrenhaare eignet. Auch Augenbrauen und sonstige Körperbehaarung trimmen einige Modelle.

Manche Nasenhaarschneider lassen sich auch nass, zum Beispiel unter der Dusche, verwenden. Auch in der Lautstärke unterscheiden sich die einzelnen Modelle. Wenn Sie sich durch ein lautes Brummen gestört fühlen, sollten Sie eher zu leiseren Geräten greifen.

Tipps zur Anwendung des Nasenhaartrimmers

Vor der Anwendung des Nasenhaarschneiders sollten Sie Ihre Nase durch Schnäuzen gründlich reinigen. Anschließend kontrollieren Sie gegebenenfalls noch, ob der Akku oder die Batterie des Geräts geladen ist. Nun können Sie die herausstehenden Haare kürzen. Am besten stellen Sie sich dazu vor einen gut beleuchteten Spiegel. Obwohl sich der Nasenhaarschneider leicht in das Nasenloch einführen lässt, sollten Sie nicht bis zur Schleimhaut kürzen, denn das Haar besitzt eine natürliche Schutzfunktion, die ansonsten verloren geht. Kürzen Sie wirklich nur herausstehende Haare, die Sie stören. Weiterhin sollten Sie auf keinen Fall Haar samt Wurzel schneiden – auch hier verlieren Sie den Schutz, den die Nasenhaare bieten. Im schlimmsten Fall kann es dann zu Atemwegserkrankungen kommen. Nach der Reinigung empfiehlt es sich, den Nasenhaarschneider mit dem beiliegenden Pinsel reinigen. Manche Modelle lassen sich auch unter fließendem Wasser reinigen. Wie oft Sie die Nasenhaare schneiden sollen, lässt sich schwer pauschal sagen. Bei jedem wachsen die Härchen anders und mit einer anderen Geschwindigkeit. Sobald die Haare aus der Nase herausstehen und Ihnen bei der Gesichtspflege auffallen, ist es jedenfalls an der Zeit, sie zu kürzen.

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