Macbook Pro 13 Unibody

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Erstmal - warum verwende ich einen Mac?

Ich arbeite als Videojournalist und verwende für den Schnitt meiner Beiträge die Apple Software "Final Cut Pro", damit ist die Notwendigkeit eines Apple Computers schon vorgegeben. Diese Software läuft nur auf einem Mac und ein Umstieg steht aufgrund meiner Gewohnheit und der Zuverlässigkeit des Systems nicht im Raum. Ich glaube, wer sich diesen Beitrag gerade durchliest, hat ähnliche Gründe, daher gehe ich auf die Entscheidung Mac oder PC nicht weiter ein.

Bis dato habe ich ein Mac Book Pro mit 15 Zoll Display verwendet,- ein ausgezeichnetes Gerät zum arbeiten. Der Wunsch nach einem etwas kleineren Begleiter ließ mich auf das neuere 13 Zoll Modell aufmerksam werden, die Pro-Variante war wegen dem Firewire Port erforderlich, der bei dem "normalen" aber deutlich günstigeren derzeit aktuellen MacBook (ohne "Pro") leider fehlt. Dieser Firewire Port ist für die Übertragung von Videodaten für mich wichtig, - wer darauf verzichten kann, erhält mit dem MacBook (ohne Pro) ein vergleichbares, aber deutlich günstigeres Gerät. 

Aber nun zu dem Gerät selbst, die Angaben sind für das MacBook 13 Unibody Baujahr Mitte/Ende 2009 aktuell
Das MacBook Pro 13 erscheint sehr kompakt und solide, das Aluminium-Gehäuse vermittelt einen hochwertig verarbeiteten Eindruck, - insoweit ist die Werbung von Apple mit dem "Unibody-Konzept" schon richtig. Die Tastatur ist zum Schreiben absolut ok, das große Trackpad hat ein gutes Ansprechverhalten und erlaubt auch die Benutzung mit 2 Fingern,- um z.B. Bilder zu skalieren. Das iPhone hat eine ähnliche Funktionalität. 

Die wiederaufladbare Batterie ist nun fest in das Gehäuseinnere integriert und somit nicht mehr vom Benutzer wechselbar. Die Akkuanzeige verspricht eine Laufzeit von etwa 8 Stunden pro Ladung, nach etwa 6 Stunden ist bei mir aber Schluss mit lustig, - statt der Möglichkeit eines Akkuwechsels kommt nun die Suche nach einer Steckdose. Im Büroalltag mit Word, Excel und Co ist die Kapazität meiner Erfahrung nach vollkommen ausreichend, dumme Gesichter gibt es möglicherweise nur bei der ersten Präsentation mit einem Beamer - denn das übliche 15 polige Anschlusskabel, welches in den meisten Besprechungsräumen vom Beamer herunterhängt, passt nicht an das MacBook Pro 13. Ein neuartiger Minianschluss macht einen Adapter erforderlich, den man sich hoffentlich vorher im Apple-Shop für knapp 30 EUR bestellt hat. Wenn nicht, beginnt nun das hektische Kopieren der Präsentation auf einen USB Stick, um den jetzt besser geeigneten Klapprechner des Kollegen zu nutzen, während die Zuhörer genüsslich die Kekse wegkauen. Wenn ich schon neuartige Anschlüsse konstruiere, dann sollte ich auch ein passendes Werkzeug beilegen - so habe ich das früher mal gelernt. Heute sind die Studiengänge offenbar anders, zumindest in Cuppertino. 

Gespart hat man auch an einem PCMCIA-Slot, aber der ist beim Vorgänger ohnehin bereits dem Express-Kartenslot gewichen, der nun einem SD-Kartenslot weichen musste. Das ist aber für mich so in Ordnung, auch die professionelle Videowelt wechselt ohnehin mehr und mehr auf die günstigeren SD-Karten. Auch Fotofreunde können nun ihre SD-Karten rasch auf dem Rechner entleeren und müssen nicht die filigranen Anschlüsse ihrer Kamera mit dem Adapterkabel malträtieren. 

Beim Audio-Anschluss gibt es nun einen "rein-raus" Trick, was heißen soll, dass es nur noch einen Audio-Klinkenanschluss gibt. Der kann per Systemsteuerung umgestellt werden, ob er nun Eingang oder Ausgang sein soll. Mich stört es nicht weiter, aber möglicherweise Anwender, die auf beide Klinken-Anschlüsse in Hardware-Ausführung gleichzeitig angewiesen sind. Die kaufen sich lieber direkt das 15'er Modell oder - deutlich günstiger - eine USB-Soundkarte. Alle Anschlüsse, auch die beiden USB-Anschlüsse, befinden sich auf der linken Seite des Gerätes, rechts befindet sich der Einschub - oder auch Slot genannt vom Superdrive, der so ziemlich alle CD oder DVD Medien beschreibt und liest. Auch Double-Layer. Schön! 

Gut ist auch das LED-hintergrundbeleuchtete Display, die Farben sind kräftig, das vorgesetzte Glas sorgt für guten Kontrast, spiegelt aber stark. Das Display ist beim 13'er mit 1280 mal 800 aufgelöst. Für mich reicht es, für 1080 HD nicht. Um nativ 1080 HD zu schauen, also ohne skalieren zu müssen, muss man ein entsprechend aufgelöstes Display anschließen - mit besagtem Adapter, falls der Monitor kein aktuelles Apple-Produkt ist. 

Die RAM-Ausstattung ist mit 2 GB für mich ausreichend. Wer mehr will, kauft sich mehr, der Austausch ist mit komplettem Abschrauben der Unterseitenabdeckung zwar umständlicher als bei meisten anderen Notebooks, aber nicht besonders schwierig. Bis 8 GB kann man sich von Apple oder einem Händler mit dem MacBook Pro zusammen ordern oder später selber einsetzen. Natürlich sind nur zwei RAM-Slots vorhanden, sodass es bei Ebay immer Auktionen geben wird, wo die nach dem Upgrade nun überflüssigen RAM-Pärchen angeboten werden. Das Wechseln der Festplatte ist bedeutend einfacher als beim Vorgänger, nach Abnahme der besagten Unterseite liegt die Festplatte wie auch die gesamte Elektronik offen. Auch schön und interessant für den Techniker.

Die Performance des 2.53 GHz getakteten Intel Core 2 Duo bezeichne ich als gut, die DDR3 Speicher arbeiten mit 1067 MHz. Wieder schön. 
Fazit: Ein kleines, aber schnelles Notebook mit ein paar Überraschungen, welches gut in eine Aktenmappe passt und auch von der Optik her sehr gelungen ist.
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