Mac OS: Das Triebwerk für den Apfel

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Seit 2001 heißt das Betriebssystem für die Computer von Apple Mac OS X. Doch seine Geschichte beginnt weit früher, nämlich 1985 - als Steve Jobs, der legendäre Mitgründer von Apple, das Unternehmen verließ.

 

Mac OS: Das Triebwerk für den ApfelMac OS X Mavericks ist das aktuelle Betriebssystem von Apple. (Copyright: Apple)

 

Von Trennung und Versöhnung

1985 kam es bei Apple zu einem Machtkampf zwischen Geschäftsführer John Sculley und Steve Jobs, der dazu führte, dass Jobs das Unternehmen verließ. Bereits ein Jahr später gründete er das Unternehmen NeXT Computer. Für dessen Hardware wurde das Betriebssystem NeXTstep entwickelt, das auf dem Unix-ähnlichen Betriebssystem BSD basiert.

 

Mitte der 1990er Jahre ging die Weiterentwicklung des Apple Betriebssystems Mac OS nur schleppend und wenig erfolgreich voran. Als man dann 1996 NeXT aufkaufte - und Steve Jobs als Berater zu Apple zurückkehrte - waren die Grundsteine für Mac OS X gelegt. Man integrierte die Technologien von NeXT in die eigenen Produkte und entwickelte sie weiter, was schließlich dazu führte, dass im März 2001 das neue Betriebssystem Mac OS X 10.0 erschien, das in großen Teilen auf NeXTStep basierte.

 

 

Es wird tierisch

Zur Systemarchitektur von Mac OS X gehören vier verschiedene Layer. (Copyright: Wikimedia) Mit dem Start von OS X und der „Geburt“ von Chetaah (10.0) begann auch die Vergabe von Raubkatzennamen für die einzelnen Betriebssysteme. Im September 2001 folgte der Puma (10.1), 2002 dann der Jaguar (10.2).  2003 erschien Panther (10.3), 2005 Tiger (10.4) und 2007 Leopard (10.5). Die heute noch auf etlichen Rechnern eingesetzten Versionen Snow Leopard (10.6 von 2009), Lion (10.7 aus dem Juli 2011) und Mountain Lion (das 2012 vorgestellte 10.8) beendeten dann diese Tradition.

Das derzeit aktuelle Modell OS X 10.9 trägt den Namen des kalifornischen Orts Mavericks. Und auch die in Entwicklung befindliche Version 10.10, deren Vertriebsstart für Herbst 2014 erwartet wird, trägt mit Yosemite eine kalifornische Lokalität im Namen.

 

 

Im Kern steckt Darwin

Ab Herbst 2014 soll sich OS X Yosemite der Öffentlichkeit präsentieren. (Copyright: Apple) Aufgebaut ist OS X in vier Schichten, wobei sich der Otto Normalverbraucher nur mit der obersten auseinandersetzt: der grafischen Benutzeroberfläche Aqua. Darunter liegen die drei Programmierschnittstellen Carbon, Cocoa und Java, die Programmierern dazu dienen, ihre Software auf einen Mac zu portieren. Für die Darstellung auf dem Bildschirm sorgt die nächste Schicht - das Grafik-Subsystem mit Quartz, OpenGL und QuickTime.

 

Als Kern und Basisschicht fungiert Darwin, ein Unix-Betriebssystem, das von Apple als Open-Source-Software freigegeben wurde, damit Entwickler ihre Programme für Linux-Systeme auch auf Mac-Rechnern einsetzen können.

 

Das mehrbenutzerfähige Darwin beherrscht unter anderem den Speicherschutz. Dieser sorgt dafür, dass eingesetzte Programm im Hauptspeicher getrennt werden, sodass ein Absturz eines einzelnen Programms die anderen nicht in Mitleidenschaft zieht.

 

Eine weitere Funktion ist das präemptive Multitasking. Dabei wird vereinfacht ausgedrückt den laufenden Programmen ein Zeitfenster zugeteilt, innerhalb dessen sie die Ressourcen nutzen können. Außerhalb dieses Fenster, für das Prioritäten gesetzt werden, steht die Rechnerleistung dann anderen Prozessen zur Verfügung.

 

 

Mac OS nur auf Apple-Computern zuhause

Im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen, die für den Privatgebrauch ausgelegt sind, hat Apple in seinen Lizenzbedingungen festgelegt, dass Mac OS nur auf den Computern von Apple  eingesetzt werden darf. Wer also einen Mac kauft, erwirbt damit gleichzeitig eine Lizenz für OS X.

 

Für eine kurze Zeit - von Sommer 1994 bis September 1997 - hatte Apple auch Lizenzen an andere Hersteller vergeben, auf deren Basis dann Mac-Klone im Markt erschienen.

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