MÜSSEN VERKÄUFER JETZT BEI EBAY VERSANDKOSTEN TRAGEN?

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VORAB EINE KLEINE BITTE: SICHERLICH WÄREN AUCH SIE ALS AUTOR EINES RATGEBERS DANKBAR, WENN DIE LESER DEN BEITRAG ENTSPRECHEND BEWERTEN - SCHLIESSLICH SCHREIBEN SICH GUTGEMEINTE RATSCHLÄGE FÜR ANDERE MITGLIEDER NICHT VON SELBST!

BESTEN DANK!!

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Ja, es ist leider rechtens, auch wenn sich viele Verkäufer ärgern, dass sie den Versand bezahlen sollen. Ebay hat die neuen Regeln bereits für viele Waren aus den Verkaufsgruppen Kleidung, Hifi, Foto, Camcorder oder auch Computer eingeführt. Am 19. Oktober 2009 kommen noch zahlreiche andere Artikel wie Bücher, Comics, Magazine, Filme, DVDs und CDs hinzu.

Verkäufer, die Ware zum Startpreis von € 1,-- anbieten, können aufgrund dieser Regelung jetzt zum Teil kräftig Verlust machen. Kommen nicht genügend Gebote zusammen, damit es wenigstens für die Versandkosten zzgl. eBay-Provision reicht, machen sie Minus!

Setzen die Verkäufer den Startpreis zur Sicherheit höher an, müssen sie an eBay Einstellgebühren zahlen. Denn sie dürfen nur Angebote mit einem Startpreis von € 1,-- gebührenfrei (auch mit Galerie) einstellen.

Zudem verstösst es leider gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von eBay, wenn Verkäufer versuchen, in Ihrem Auktionstext explizit die Versandkosten nachzubelasten. Erstens gelten die Versandkosten dann als ausserhalb von eBay vereinbart und werden nicht in die Kaufabwicklungen übernommen; zweitens können Käufer darauf sogar noch mit einer negativen Bewertung reagieren und der Verkäufer kann sich dann - m.E. zu Recht - doppelt ärgern!

Ebay begründet die neuen Regeln damit, dass Angebote mit kostenlosem Versand für Kunden attraktiver seien, und hofft offenbar auf mehr Handel. Zudem würden immer mehr Käufer innerhalb ihrer Einzelbewertungen überhöhte Versandkosten des Verkäufers rügen, obwohl sie positive Gesamtbewertungen abgäben. Doch insbesondere private Verkäufer sollten sich es nun wirklich genau überlegen, ob sie noch geringwertige Sachen wie gebrauchte Bücher, CDs, DVDs oder dergleichen auf dem Marktplatz anbieten.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Denn dass eBay jetzt faktisch gesehen sogar noch Provision auf die Versandkosten kassiert, die die Verkäufer schliesslich als Drittkosten weitestgehend eins zu eins durchreichten, wird aus unmittelbar einsichtigen Gründen gerne verschwiegen!

ERGEBNIS:

Der FLOHMARKTCHARAKTER, den eBay einst hatte, geht nun völlig verloren hin zu einem Marktplatz GEWERBLICHER Verkäufer, die sich einen eigenen Webauftritt gerne sparen wollen oder glauben, durch die höhere Popularität von eBay ihre Waren besser über die Handelsplattform vertreiben zu können.

Aber vielleicht gehen langfristig die Erwartungen von eBay nicht auf und die Versandkosten werden dann wieder zugelassen, wenn sich viele Verkäufer m.E. völlig zu Recht überlegen, ob sie ihre Waren im ruinösen Verdrängungswettbewerb unter ihren Selbstkosten zum Schleuderpreis überhaupt verkaufen möchten?!

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