MATRATZENKAUF leicht gemacht

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Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, daß unsere Schlafqualität neben unserer Ernährungsqualität hauptsächlich für unseren allgemeinen Gesundheitszustand verantwortlich ist. In den durchschnittlich 6 bis 8 Stunden unseres täglichen Schlafes sollten wir unserem Körper deshalb die besten Voraussetzungen bieten, um sich von den Anstrengungen des vergangenen Tages zu erholen und sich für den Folgetag „aufzutanken“...

BILLIG KOMMT TEUER  oder:  Wie man sich bettet, so liegt man !
Ein wirklich gutes Schlafsystem ist nicht „billig“ zu bekommen – so sehr uns das die Werbestrategen billiger Anbieter auch einreden mögen.
Wenn wir aber annehmen, dass eine Matratze nach durchschnittlich 7,5 Jahren schon aus hygienischen Gründen erneuert werden sollte, dann läge der Einsatz für eine hochwertige Matratze von durchschnittlich € 600,00 bei ca. 22 Cent pro Tag ! Erscheinen Ihnen täglich 22 Cent zu viel für einen erholsamen und die Gesundheit fördernden Schlaf ? Sicherlich nicht ...besonders wenn Sie berücksichtigen, dass man ein Viertel bis ein Drittel des Lebens im Bett verbringt... !

Es geht also vielmehr um die Prioritäten, die Sie sich im Alltag setzen und vielleicht um einen sehr geringen täglichen Verzicht auf etwas weniger Wichtiges.

NEU GEGEN ALT  oder:  Wann sollte eine Matratze ausgetauscht werden ?
Eine Matratze gehört definitiv und umgehend nicht mehr in Ihr Bett - egal wie alt sie ist -
•wenn Sie nach dem Zubettgehen keine "Schlafstellung" finden
•wenn sich beim Schlafen Unwohlsein oder gar Schmerzen einstellen
•wenn Sie morgens steif oder verspannt  erwachen
•wenn die Matratze zu klein geworden, verschlissen oder "durchgelegen" ist
•wenn Sie nicht mehr alleine schlafen ;-)
Ansonsten sollte eine Matratze je nach Materialbeschaffenheit und individueller Empfindlichkeit gegen Hausstaubmilben alle 5 bis 10 Jahre erneuert werden.

LÄNGE MAL BREITE  oder:  Wieviel Spielraum brauchen Sie ?
In der Nacht bewegen und drehen wir uns sehr oft: Unser Körper reguliert sich selbstheilend über seine eigene „Gymnastik“ und „Massage“ ...das baut Verspannungen ab und hilft der guten Durchblutung. Aber das braucht ausreichend „Spielraum“:
Eine passende Matratze sollte ungefähr 20 cm länger sein, als die eigene Körpergröße (...oder bei Doppelbetten die des größeren Partners !). Außerdem ist auch in der Breite auf genügend Bewegungsraum zu achten – für Singles mindestens 100 cm und mindestens 160 cm im Doppelbett.

WEICH ODER FEST  oder:  Welcher Matratzen-Typ sind Sie ?
Neben objektiven Kriterien wie Alter, Gewicht, Schlafhaltung, Geschlecht und eventuell bereits vorhandenen orthopädischen Bedürfnissen ist auch unser subjektives Wohlgefühl bei der Festigkeit sehr wichtig. Bei allem Wissen um objektiv „richtige“ Rahmenbedingungen muß es auch einfach Spaß machen, sich ins Bett zu legen... :-)

•Alter
Ungefähr 75% der führenden Orthopäden raten dazu, von Kleinauf bis ins möglichst hohe Alter eher auf festen Matratzen zu schlafen und den mit zunehmendem Alter wachsenden orthopädischen Ansprüchen erst bei tatsächlichem Bedarf nachzukommen. In der modernen Medizin gibt es aber auch zunehmend Studien, die schon früher zu mittelfesten und punktelastischeren Matratzen raten.

•Gewicht
Faustregel: Je leichter, je weicher und je schwerer, so fester:

Bis 60 kg Körpergewicht = Weich
60 bis 90 kg Körpergewicht = Mittel
Ab 90 kg Körpergewicht = Fest

•Schlafhaltung
Im Idealfall bildet unsere Wirbelsäule im Schlaf eine gerade Linie. Bauch- und Rückenschläfer benötigen deshalb je nach Gewicht eher eine mittelfeste bis feste Matratze, damit die Wirbelsäule nicht „durchhängt“. Eine zu starke Krümmung bei vorübergehender Seitenlage läßt sich dann gut mit einem Nackenkissen verhindern.

Der Naturlatex-Kern unserer 5-Zonen-Matratze wird durch unterschiedlich große und dichte Perforationen in verschieden feste Zonen geteilt. Es gibt sie in vielen Größen in unserem Shop.

Seitenschläfer benötigen dagegen für eine gerade Wirbelsäule im Schulter- und Beckenbereich eine höhere Nachgiebigkeit bei gleichzeitig ausreichender Festigkeit zur Unterstützung im Lendenbereich.
Mit zunehmendem Gewicht sollten Seitenschläfer auch auf eine ausreichende Matratzenstärke achten, insbesondere dann, wenn eine weichere Matratze bevorzugt wird.

•Geschlecht
Eine Frau von geringerem Gewicht und „Seitenschläferin“ benötigt für eine möglichst hohe Punktelastizität im Becken- und Schulterbereich bei gleichzeitiger optimaler Unterstützung der Lendenwirbel eher eine weichere Matratze. Ein schwergewichtiger Mann und „Rückenschläfer“ sollte dagegen eine relativ feste Matratze wählen.

Recht sicher für "vielfältige" Schlafbedürfnisse sind Matratzen, bei denen der Kern aus mehreren unterschiedlich nachgiebigen Zonen besteht. Diese Zonenmatratzen sind auch die beste Empfehlung für Menschen mit stärkeren orthopädischen Bedürfnissen.


DU MIT MIR  oder:  Wie Sie Gegensätze verbinden !
Für Doppelbetten mit unterschiedlichen Bedürfnissen der Schlafpartner fertigen wir Ihnen gegen einen geringen Aufpreis auch durchgehende „Partnermatratzen“ an:  mit unterschiedlichen Naturlatex- Matratzenelementen für die rechte und linke Seite und - selbstverständlich - ohne "Besucherritze".

KUNST VERSUS NATUR  oder:  Welche Materialien fördern Ihren gesunden Schlaf ?
Vielen schädlichen Umwelteinflüssen können wir uns gar nicht mehr entziehen – bei der Wahl der Matratzenmaterialien sollten Sie deshalb jede weitere unnötige Strapazierung Ihres Immunsystemes vermeiden. In unserem Ratgeber für ein sicheres Kinderzimmer haben wir die Zusammenhänge zwischen gestreßtem Immunsystemen wegen Entgiftungsüberlastung und möglichen Allergieproblemen näher erläutert.

Natürlichkeit zum Wohlfühlen - gerade auch für die Kinder.
Es gibt sie in drei Größen in unserem Shop.
Gut ist wenn Sie ausschließlich auf Naturmaterialien setzen. Im Idealfall sollten alle Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau stammen oder wenigstens regelmäßigen Schadstoffanalysen unterzogen werden. Die Vorlage solcher Analysen ist allerdings etwas umstritten, weil dort oft nur die gesetzlichen Vorgaben oder die selbstgesetzten Maßstäbe von Handelsverbündeten überprüft werden können und diese deshalb teilweise unzureichend in ihrer Aussagekraft sind.

Naturmaterialien haben entgegen allgemeiner Vorurteile oft einen viel besseren natürlichen Schutz vor Schädlingen und Milben. Wir kennen das von der Wolle sehr gut oder aber auch von der Kapokfaser, deren natürliche Bitterstoffe sogar milbenhemmend wirken soll.

•KAPOK - fest und preiswert
 
Naturbelassene Kapokfasern bilden je nach Stärke feste bis mittelfeste Matratzen. Die nachfüllbare Zellen-Matratze gibt es in vielen Größen in unserem Shop.

Wenn Sie eine festere Matratze bevorzugen, empfehlen wir sehr gerne unsere Kapok-Matratzen. Diese  bieten als Natur-Matratzen ein besonders gutes Preis- / Leistungsverhältnis. Außerdem bieten diese Matratzen gegen die bei fasergefüllten Matratzen gefürchtete Muldenbildung ein kluges Kammersystem, das Sie über einen leicht zugänglichen Reißverschluß bei Bedarf jederzeit wieder preiswert mit Kapok-Fasern „nachstopfen“ können. Diese Matratzen sind außerdem klappbar, was gerade bei einer recht schweren Naturmatratze sehr angenehm beim Betten beziehen ist.

Ebenso empfehlenswert für eine feste Schlafunterlage sind Futons, die Sie inzwischen ebenfalls in aufwändiger Verarbeitung punktelastisch erhalten können.

•NATURLATEX - flexibel in jeder Hinsicht
 
100%ige Natur-Latexkerne bilden je nach Stärke und Verarbeitung weiche bis mittelfeste Matratzen. Dieses Modell mit Schurwollauflage gibt es in vielen Größen in unserem Shop.

Wenn Sie eine mittelfeste oder weiche Matratze bevorzugen oder eine höhere Punktelastizität wünschen, empfehlen wir Ihnen eine Naturlatexmatratze. Bitte achten Sie hier beim Kauf aber auf einen 100%igen Anteil an Naturlatex! Es gibt keinerlei gesetzliche Vorgaben und deshalb werden auch oft schon Latexmatratzen mit einem Naturlatexanteil von nur 15% als "Naturlatexmatratzen" verkauft – die weiteren 85% bestehen dann oft aus erdölhaltigen Füllprodukten und künstlichen Aufschäumern, was dann auch die niedrigen Preise erklärt... geschickte Händler verkaufen aber auch solche Matratzen teuer!

Wirklich abraten müssen wir von Schaumstoff- bzw. Kaltschaummatratzen und Federkernmatratzen. Neben den erwähnten grundsätzlichen Bedenken gegen unnötige Schadstoffbelastungen von Kunststoffen mit Ihren "Weichmachern" und "Aufschäumern" haben Federkernmatratzen (und Gitterroste !) aus Metall auch noch die nachgewiesene „Antennenwirkung“: Elektromagnetische Umgebungsstörungen werden nahezu „angesaugt“.

Unsere Matratzen werden alle in handwerklicher Einzelanfertigung in Deutschland hergestellt. Es kommen nur Naturmaterialien aus kontrolliert ökologischem Anbau bzw. zertifiziert schadstoffüberprüft zum Einsatz. Gerne senden wir Ihnen für alle verwendeten Materialien die entsprechenden Zertifikate!

DRUNTER UND DRÜBER  oder:  Was brauchen Sie sonst noch ?
Auch wenn der Matratzenkern der wesentliche Bestandteil ist, sorgt auch gerade das "Drumherum" für den Komfort, den Sie bei der Benutzung Ihrer Matratze empfinden. Auch hier gilt es einiges zu beachten.

•BEZÜGE - eine Frage der Hygiene
Wenn Sie den Matratzenbezug als Allergiker oder aus Hygienegründen gelegentlich waschen möchten, wählen Sie bitte einen  waschbaren Baumwollbezug.

•AUFLAGEN - wohlig und warm
Wenn Sie nachts häufiger zum schwitzen neigen, Kann der eigentlichen Latexkern mit einer Schurwollauflage geliefert werden. Die Schurwolle verfügt über die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, ohne sich „nass“ anzufühlen und diese Feuchtigkeit auch wieder abzugeben. Für Menschen mit einem erhöhten Wärmebedarf werden auch entsprechend stärker aufgepolsterte Varianten angeboten.

Grundsätzlich empfehlen wir eher auf Polsterungen zu verzichten und preiswertere Naturlatexmatratzen in Standardausführungen zu wählen. Kaufen Sie sich von dem gesparten Geld besser ein einfaches und waschbares Unterbett für die Sommermonate und ein wärmendes Unterbett für die Wintermonate – so können Sie Ihre Matratze im Laufe der Zeit immer den saisonalen Gegebenheiten und aktuellen Bedürfnissen anpassen.

•LATTENROSTE - top oder flop
 
Verstellbare Lattenroste gibt es auch in metallfreier Ökoqualität in verschiedenen Größen in unserem Shop.

Eine starre Lattung und darunter ein genügend großer Hohlraum mit möglicher Luftzirkulation sollte immer vorhanden sein, um eine ausreichende Lüftung und Trocknung zur Regeneration der Matratze tagsüber zu gewährleisten.

Ansonsten gilt grundsätzlich: Je weicher, dicker, aufwändiger und passender eine Matratze gearbeitet ist, desto überflüssiger ist ein flexibler Lattenrost!

Bei festen Matratzen und dünnen Futons allerdings können Sie mit einem Feder- oder Teller-Lattenrost zusätzlich recht ordentliche Punktelastizitäten erzielen, ohne auf die gewünschte Matratzenhärte verzichten zu müssen.  Achten Sie aber bei Doppelbetten darauf, dass jede Seite ihren eigenenen Lattenrost hat, damit Ihre Schlafbewegungungen den Partner nicht stören.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserem kleinen Ratgeber einige nützliche und entscheidende Tipps gegeben haben.
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