MALEN WIE DIE MEISTER

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Mark Churchill, Malen wie die Meister, Bassermann Vlg., 2004, 160 Seiten, 22x30cm

Richtet sich wohl in erster Linie an Hobbymaler.

M. Churchill und 6 mitwirkende Künstler stellen 30 alte und moderne Meisterwerke vor, Schritt für Schritt Anleitung. Sowie Werkzeug und Rahmung.

1.)Auch wenn man selber nicht malt und auch gar nicht nachahmen will, dieses Buch sollte man gründlich studieren, wenn man sich für das Wie der Malerei interessiert.

2.)Das eine oder andere meisterliche Gemälde sollte man einmal selbst, ruhig in einer kleinen Größe, so genau, wie einem möglich, umsetzen. 

3.)In erster Linie empfehle ich, die Meister/Innen nicht 1:1 zu kopieren, sondern sie als Anregung zu Abwandlungen bis völlig eigener Handschrift/Malweise vorzunehmen. Dabei kann man ruhig anderes Material einsetzen.

4.)Das Was(ein Gemälde zeigt) ist wohl wichtiger, als das Wie(es gemalt ist).

5.) sehen, sehen, sehen! Wer malen will, muß sehen können. Mit den Augen und mit dem Herzen. Es gibt sogar blinde Maler.

6.)Raster verwenden halte ich für unnötig und einengend. Wir wollen ja keine Kopie als echt verkaufen.

7.) Ich kaufte das Buch sehr gut erhalten und günstig bei Ebay. Durchgehend farbig bebildert.

8.) Wollte ich eigentl. unter Testbericht einordnen, da habe ich wohl was versiebt.

9.) Einige der von den Künstlern nachgemalten Werke sind leider stimmungsmäßig sehr weit vom Original entfernt. Dies das Wichigste, neben der Tatsache, wenn jmd. geheimnisvoll lächelt, sollte die "Kopie" es ebenfalls tun und nicht versehentlich einen verkniffenen Mund haben. Weniger wichtig die Originalgröße oder -Farben, letztere gibt es heute eh kaum .

10.) Wenn man ein Original anders wiedergeben will, dann sollte man das offen zeigen und dazustehen. Soll die Mona Lisa verärgert gucken oder verhärmt? Warum nicht?

11.) Was oder wen man malt sollte man wissen. Wieso Tizians Madonna mit Kind, stillend, nur als Mutter mit Kind in diesem Buch bezeichnet wird ist mir schleierhaft. Apropos Schleier. Bei der Nacharbeitung des Gemäldes wird der Schleier gar nicht mehr erwähnt. Gut, man kann ihn weglassen, dann sollte man das schreiben. Es wird nur noch vom Haar malen gesprochen, aber beim fertigen Bild ist der Schleier dann plötzlich doch da.

12.) Man kann sich mit dem Buch sicher immerwieder und jahrelang beschäftigen. Daher empfehlenswert.

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