MAGMA Digi -Trolley - Testbericht

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Wie schlägt sich ein Trolley auf Kopfsteinpflaster? Kann Wasser eindringen und wieviel Liter Bier würden theoretisch reinpassen? Floh hat alle Antworten und auch seine sonstige Erfahrungen in einen Testbericht gepackt. 

 Trolleys sind heute das, was vor langer Zeit das 100er Hartcase und vor nicht ganz so langer Zeit der 80er Softbag waren. Endlich hat man auch im Musikunterhaltersektor erkannt, wie viel einfacher es doch ist, seinen ganzen Kram lässig hinter sich her zu ziehen, als sich mit so ‘nem bleischweren Quader bei jedem Schritt kniekontaktierend Richtung Eingang zu quälen. Dies war auch für mich der Grund, den sowieso schon vorhandenen digitalen Gewichtsvorteil noch weiter auszubauen, und nun rollt mein Setup im MAGMA Digi-Trolley über die Trottoirs.

Mir war es sehr wichtig, für zukünftige Equipmentwechsel und -erweiterungen gerüstet zu sein, wofür sich dieser Trolley wirklich hervorragend eignet, denn Haupt- sowie Frontfach lassen sich indivduell abtrennen. Hierfür stehen zwei Trenner in voller Breite und zwei weitere schmale zur Verfügung, die sich per Klett beliebig positionieren lassen. Wem das nicht genügt oder mit Spezialwünschen aufwartet, kann sich durch die Klettvariante schnell und einfach auch eigene Trenner vom Schneider oder von der Mama machen lassen.

Der Trolley wirkt insgesamt sehr gut verarbeitet und sieht dabei auch wirklich schick aus. Die Anhängerdeichsel lässt sich komplett im Case versenken und mit einer Reißverschlußklappe verstecken. Neben dem Tragegriff auf dem Deckel bietet sich einem dann auch noch ein abnehmbarer Schulterriemen an, um den Corpus von A nach C über B zu transportieren. Am Tragegriff ist ein schickes ausziehbares Adresskärtchen angebracht und auf der Rückseite findet sich eine kleine Tasche für Reisetickets usw., die ebenfalls mit einem kleinen transparenten Sichtfenster aufwartet, in dem sich dann Hinweise über den Besitzer dieses schmucken Kästchens erahnen lassen. Ein weiteres Geheimfach sitzt im Deckel in Form eines per Reißverschluß bedienbaren Staunetzes und, weil’s so schön ist, nochmal ein kleines Fach im Inneren bei der Teleskopstange. Die außenliegenden Zipper für die großen Fächer lassen sich mit Bügelschlössern gegen unbefugten Zutritt sichern und innen sorgen großzügig und großflächig ausgelegte Polster für die nötige Sicherheit gegen Steinschlag oder ähnliche ungewollte Erschütterungen. Das ganze Case ist im hinteren Bereich zudem auch nochmal mit Hartplastik verstärkt und liefert dem Trolley dadurch zusätzliche Stabilität.

Das Innenraummaß wird vom Hersteller mit 37 x 35 x 18 cm angegeben, was in der Summe ein Volumen von 0,02331 m³ oder auch 23310 cm³ ergibt. Zum Vergleich: eine Maß Bier hat 1 dm³ - zumindest wenn man sie nicht auf dem Oktoberfest bestellt!
Diese 23,31 Liter reichen problemlos für jedes Standard-DVS incl. aller Kabel, 15″-Laptop, TCVs, Plattenbürste, Tonabnehmer, 3fach-Verteiler und sogar einem kleinen Controller à là Nanopad, LPD8, Faderfox oder was es da so alles gibt. Alles läßt sich mit den Trennern und ein wenig Tetrisgrips platzsparend und sicher verstauen. Mit ein wenig überlegen und ausprobieren bekommt man eine nahezu maßgeschneiderte Toolbox. Und das Beste ist: nimmt man die Trenner raus, hat man Platz für gut 60 - 70 Vinyls und ab geht’s zum SchwarzeScheibenRevival.
Um sich das Fassungsvermögen ein wenig besser vorstellen zu können: aktuell hab ich den Trolley mit 15″ Laptop (incl Sleeve) & Netzteil, Audio 8 DJ incl Multicore, 4 TCVs, Vestax TR-1, 4 USB-Kabel, 3-fach Stecker, HD-25, 2 Concorde-Systeme im Case, Plattenbürste, Isolierband, Kaugummis, Zettel & Stift, 4 Leer-CDs im Slimcase und weiterem Kleinkram beladen. Und es wäre sogar noch Platz für 4 - 5 weitere Platten oder sonstigem Gedöns. Anmerkung Ole: Für die Fotos habe ich mal fix improvisiert: Laptop 12″, Netzteil, SSL-Box, Sennheiser HD25, drei Vinyl und Kabel.

Seine bisherigen Einsätze hat der Trolley bravourös gemeistert und mein Equipment kam stets heile an und heile heim. Selbst einige Kilometer Kopfsteinpflaster merkt man den Rollen nicht an, ebenso wenig wie ‘ne ellenlange Staubpiste zu einem Wald&Wiesen OpenAir. Neulich ging es sogar 10 Minuten lang im Platzregen per Pedes, und auch hier konnten keine wässrigen Eindringlinge die Außenhülle passieren.
Ich würde mir nur eine längere Teleskopstange wünschen, da man sich das Ding recht schnell in die Hacken fährt, wenn man nicht aufpasst. Kann aber auch sein, daß einfach meine Arme zu kurz sind…
Der Trolley ist übrigens Handgepäck geeignet. Wer also zur fliegenden Zunft gehört, braucht seinen ganzen Kram nicht am Gepäckschalter verabschieden und hoffen müssen, daß nach der Landung alles noch genauso aussieht wie vorher.

Wer auf der Suche nach einem flexiblen Digi-Transporter ist, sollte sich den MAGMA Digi-Trolley auf jeden Fall mal näher betrachten. Wem die vorhandenen Fächer und Lagerkapazitäten noch immer nicht reichen, kann sich als AddOn auch noch zwei unterschiedlich große Digi-Bags zulegen, die sich dann entweder im Trolley verstauen oder auch an der Teleskopstange festmachen lassen.
Ich bin wirklich sehr zufrieden damit, hatte bisher noch nie Bendenken über die “Innere Sicherheit” und kann keinerlei Verschleißerscheinung feststellen. Ob das so bleibt, wird natürlich nur die Zeit zeigen können. Von daher werde ich hier in absehbarer Zeit ein Update bringen und meine weiteren Erfahrungen mit dem Trolley schildern.

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