MADDIE - Die Wahrheit über die Lüge

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ACHTUNG! Einstweilige Verfügung: Jetzt in Portugal verboten! Kaufen, bevor es zu spät ist! Nicht, daß McCanns langer Arm auch noch nach Deutschland greift!

"Maddie - Die Wahrheit über die Lüge", Goncalo Amaral

Übersetzung aus dem Portugiesischen
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Argo; Auflage: 1 (12. Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937987797
ISBN-13: 978-3937987798
Größe: 22,4 x 15,4 x 2 cm

Dieses Buch(mit 23 Kapiteln, zusätzlichen, mit Überschriften versehenen, Unterkapiteln) ist gebunden, was ich unnötig finde und es ein bißchen teuer macht. Mit einer Ausgabe als Taschenbuch zum halben Preis, hätte man sicher die Wahrheit unter noch mehr Leute bringen können. Paar Rechtschreibefehler und teils holperige Übersetzung stören nicht weiter, denn 

das Buch liest sich leicht und spannend, übersichtlich eingeteilt und von deutlichem Schriftbild - auch, weil man einfach alles erfahren möchte.

Gedanken, Gespräche und Brainstorming der portugiesischen Kriminalbeamten sind kursiv gedruckt. Zahlreiche Zeichnungen und Skizzen verdeutlichen zusätzlich, warum jenes Ferienapartment in Praia da Luz, portugiesische Algarve, der Ort von Maddies Versterben sein muß. In der Buchmitte befinden sich außerdem eine Reihe Farbfotos.

Es geht um die Wahrheit über jene Lüge, Maddie sei entführt worden, die bekanntlich Maddies Eltern, die brit. Ärzte Kate und Gerry McCann, sofort begannen der Öffentlichkeit einzuhämmern. Vom früheren Chefermittler, Goncalo Amaral, erfährt man also, von vorderster Front, die Wahrheit. Soviel Wahrheit, daß im parteiischen Großbritannien bis jetzt keine englische Übersetzung erschienen ist.

Zensur des mündigen Bürgers?

Blut und Leichengeruch entdeckten die spezialisierten Hunde Keela und Eddie aus GB, im Ferienapartment der Eltern, an Kates Kleidung, in deren Leihwagen und an Maddies berühmt gewordenem Plüschtier, jener rosa Cuddle Cat.

Weist so etwas auf eine Entführung hin?

Amaral beschreibt die unendlich viele und teure Arbeit, die sich die Portugiesische Kriminalpolizei machte, auch einige Versäumnisse. Wozu vor allem gehört, daß die Eltern Maddies viel zu lange wie Unverdächtige behandelt wurden, im Gegensatz zur üblichen Vorgehensweise bei solchen Fällen.

Ferner führt er das bizarre Verhalten und die widersprüchlichen Aussagen der Eltern und ihrer trinkfreudigen Tapasfreunde an, obszöne Gesten bezügl. Kleinkindern ihres Freundes Dr. David Payne, Beziehungen der sonderbaren Gruppe zu brit. Politikern und Behinderungen der Ermittlungen zwecks Schonung des Ärzteehepaares McCann.

Über die aufdringliche Zeugin Jane Tanner, die einen ominösen Entführer gesehen haben will, den sie - je mehr Monate ins Land zogen - merkwürdigerweise immer genauer beschreiben konnte, doch jedesmal anders, als zuvor.
Hingegen gibt es Zeugen, die Gerry erkannt zu haben glauben...

Ausführlich erklärt Amaral die Untersuchungen betreffend - vor allem von McCanns und "Tapasfreunden" beschuldigten - Robert Murat, seines Anwesens, seiner Autos und Freunde.

Amaral rückt das Opfer Madeleine Beth McCann, damals fast 4 Jahre alt, in den Mittelpunkt. Nirgendwo wirkt er unsachlich oder nachtragend. Für einen Kriminalisten seiner hohen Qualität, aber auch Vaters dreier Töchter ist es natürlich arg, ein kleines Kind getötet zu wissen und es nicht gerichtsfest beweisen zu dürfen bzw. daran gehindert zu werden, die Täter vor Gericht zu bringen.

Bereits gleich zu Anfang des Buches stellt sich Beklommenheit ein, wenn man erfährt, wie diese Eltern, im Urlaub(!), ihre drei Kinder nachts ständig sich selbst überließen, ganztags in die Kinderbetreuung gaben, teils auch über die Mittagszeit und dann noch getrennt voneinander. Unwillkürlich fragt man sich, ob hier eine äußere und innere Distanz zwischen Eltern und Kindern geschaffen und zudem eine Mauer zwischen Zwillingsgeschwister und Maddie gezogen werden sollte.

Warum wurde der "Störfaktor" Maddie isoliert?

Sie meinen, man wüßte schon genug aus den Medien?

Nein, es gibt noch viele wichtige Erkenntnisse und Begebenheiten, die Amaral in dem Buch beschreibt! Kaufen und selber lesen rate ich hiermit an. Auch, da Amaral seine Einnahmen am Verkauf des Buches für soziale Zwecke spendet. So klärt er uns auf und man tut gleichzeitig noch etwas Gutes.


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