Luxuriöse Damenmode: Auswahl und Pflege von Seidenblusen

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Luxuriöse Damenmode-Basics: Ratgeber für die Auswahl und Pflege einer exklusiven Seidenbluse

Keine legendäre Hollywood-Diva, von der wir nicht – auch – Bilder im Kopf hätten, in denen sie eine elegante Seidenbluse trägt. Ganz gleich, ob Grace Kelly in "über den Dächern von Nizza", Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" oder Julia Roberts in "Pretty Woman": Edle Seidenblusen setzen feminine, weibliche Eleganz und Souveränität so gekonnt in Szene, dass ihnen die Kamera dabei nur noch bewundernd folgen kann – und wir als Zuschauer natürlich auch.
Die elegante Nonchalance einer qualitativ hochwertigen Seidenbluse ist aber keineswegs der Glamourwelt Hollywoods vorbehalten. Legen Sie den Souveränitätsvorsprung, den Ihnen eine perfekt geschnittene Seidenbluse verleiht, ruhig zu Ihren Gunsten aus – sei es im Job oder in der Freizeit. Sie wird Ihnen, wann immer Sie sie tragen, das Gefühl verleihen, für exakt diesen Anlass genau richtig gekleidet zu sein. Seidenblusen gibt es in zahlreichen Varianten, von sportlich bis elegant, in Weiß oder in kräftigen Farben, wodurch ihr spezieller, feiner Glanz besonders deutlich hervorgehoben wird. Und immer wird man ihrer Trägerin anmerken, dass sie sich in ihrer Haut wohlfühlt; denn das Gefühl, das reine Seide auf der Haut hervorruft, lässt sich mit keinem anderen textilen Stoff vergleichen.
Genießen Sie deshalb einfach das uneingeschränkte Wohlbefinden, wenn Sie morgens in Ihre Seidenbluse schlüpfen, rasch noch Hemd- oder Schalkragen perfekt zurechtzupfen und schon vor dem Griff zum Blazer oder zur Kostümjacke wissen: Rein kleidungstechnisch stehen Sie heute garantiert auf der Sonnenseite des Lebens. Lassen Sie sich zum Beispiel auf eBay davon überraschen, wie groß die Auswahl an exklusiven Seidenblusen ist, und entscheiden Sie danach ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben, mit welcher Seidenbluse Sie Ihren individuellen Stil künftig am besten unterstreichen möchten.

Wie die Seide nach Europa kam – begehrte Stoffe, deren Ursprung lange im Dunkeln blieb

Die Geschichte der Seide als edles Textilgewebe beginnt vor mehr als 4.000 Jahren in China. Und weil das mächtige ostasiatische Reich über lange Jahre hinweg sehr darauf bedacht war, das Geheimnis der Seidenproduktion nicht über die Landesgrenzen hinaus zu verraten, ranken sich auch viele Geschichten und Legenden um die Entdeckung des Seidenfadens rund um den Maulbeerseidenspinner. Denn ihm, besser gesagt seiner Larve, der Seidenraupe, verdanken wir ursprünglich die Herstellung von Seidenfäden. Und diesem Geheimnis soll angeblich eine Frau, ca. 2600 v. Chr., in China auf die Spur gekommen sein. Sie hieß Lei Zu und war die kluge Gattin des ebenso weisen Herrschers Huang Di, besser bekannt unter seinem Namen „Gelber Kaiser", der um diese Zeit in China regierte. Lei Zu wurde eines Morgens, als sie am Gelben Fluss entlang spazierte, von einer Schlange angegriffen und flüchtete auf einen Maulbeerbaum. Dabei stellte sie fest, dass an den Blättern kleine Eier klebten. Neugierig geworden, beobachtete sie in den nächsten Tagen, wie kleine Raupen aus den Eiern schlüpften, die sich von den Blättern ernährten, sich dick und fett fraßen und sich schließlich verpuppten, indem sie so lange um sich einen feinen Faden spannen, bis sie darin vollständig eingewickelt waren. Lei Zu nun kam auf die Idee, diesen Faden vom Kokon der Raupe wieder abzuhaspeln – und hielt der Legende nach den ersten Seidenfaden in der Hand. Sie soll von ihm so fasziniert gewesen sein, dass sie anordnete, künftig aus diesen Fäden die Stoffe für die kaiserlichen Gewänder weben zu lassen. Dieses Geheimnis hüteten die Chinesen über Jahrhunderte hinweg. Allerdings gelangten bereits im Altertum Seidenstoffe nach Europa.
Das wertvolle Garn gab den Transportwegen auch ihren Namen – sie wurden als Seidenstraßen bekannt. Aber so sehr sich vor allem die wohlhabenden Römer auch darum bemühten, das Geheimnis der Seidenproduktion zu lüften: Es dauerte bis in das Jahr 600 n. Chr., bis die Araber die ersten Seidenraupeneier nach Spanien und Sizilien brachten und auch byzantinische Mönche dem Geheimnis der Seidenraupe auf die Spur kamen. Bis die späteren Seidenhochburgen Venedig, Florenz und Lucca mit der großflächigeren Produktion beginnen konnten, sollten allerdings noch einmal mehrere Jahrhunderte ins Land gehen: Im 16. Und 17. Jahrhundert bestimmten sie maßgeblich die Seidenproduktion, bevor sie von Lyon als dem wichtigsten Produktionsstandort für Seidenstoffe in Europa abgelöst wurden.

Wie die Maulbeerbäume nach Preußen kamen – eine Geschichte über Versuch und Irrtum

Die Begeisterung für edle Seidenstoffe ließ auch den preußischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688) nicht ruhen, und so förderte er den Anbau des Weißen Maulbeerbaums mit dem Ziel der Seidenproduktion von staatlicher Seite aus bereits zu seiner Zeit mit hohen Subventionen. Plädierte er noch für die Anpflanzung des Maulbeerbaums hauptsächlich in Städten, vor Kirchen und an Dorfplätzen, so förderte nach ihm König Friedrich II. (1712-1786) den Anbau des Seidenspenders in spe systematisch und auf vielerlei Art und Weise: Er holte ausländische Experten ins Land, lockte mit staatlichen Preisgarantien für Seidenfäden und ließ Samen für Maulbeerbäume und Eier der Seidenraupe kostenlos unter der Bevölkerung verteilen. Durchschlagenden Erfolg konnte er mit diesen Maßnahmen allerdings nicht erzielen. 1784, auf dem Höhepunkt der Seidenproduktion in Preußen, entsprach die Menge der hier produzierten Seide gerade einmal fünf Prozent des Seidenimports nach Preußen. Heute erinnern in und um Berlin nur noch die Maulbeerbäume selbst an diese ehrgeizigen, preußischen Pläne.

Edle Seide für edle Blusen – unterschiedliche Webtechniken für unterschiedliche Seidengespinste

Wie bei allen gewebten Stoffen entstehen auch Seidenstoffe dadurch, dass beim Weben verschiedene Stränge – die Kett- und Schussfäden – gekreuzt werden. Vorgespannt sind die Kettfäden; die Schussfäden werden danach über die gesamte Stoffbreite eingezogen. Prinzipiell unterscheidet man in der Seidenweberei drei grundlegende Bindungsarten, deren Seidengewebe für jeweils unterschiedliche Arten von Blusen verwendet werden.

Bei der Taft- oder Leinwandbindung wird der Schuss abwechselnd einmal über, einmal unter den Kettfäden durchgeführt. So entstehen zum Beispiel zarte Seidenstoffe wie Chiffon, Organza oder Crepe Georgette, die Frauen ganz besonders als feine Gewebe für duftige Sommerblusen schätzen. Bei der Körperbindung führt der Schussfaden erst unter einem Kettfaden durch, danach über zwei Kettfäden weg, in immer gleicher Abfolge und bei der Atlasbindung wird der Schuss unter einem Kettfaden durchgeführt, bevor er dann über mehr als zwei Kettfäden hinweg geführt wird, wodurch ein zweiseitiger Stoff entsteht, wovon eine Seite von Schussfäden, die andere dagegen von Kettfäden dominiert wird. Die so entstandene Atlasseide – heute reden wir eher von Seidensatin – ist ein hoch glänzendes Produkt und bei einem Gewicht von etwa 120 Gramm pro Quadratmeter Stoff besonders für edle Abendroben oder sehr festliche Dreiviertel-Arm-Blusen geeignet, die den Unterarm frei geben, damit der strahlende Glanz Ihrer Seidenbluse mit Ihrem Schmuck um die Wette funkeln kann.

Honanseide und Maulbeerseide – Wildseide und abgehaspelte Seide im Vergleich

Viele Frauen können sich auch ganz besonders für Honanseide als Seidenstoff für luxuriöse Blusen begeistern. Dabei handelt es sich um Wildseide aus der Provinz Honan in China, die in Taftbindung gewebt ist. Besonders reizvoll bei dieser Wildseide sind kleine Unregelmäßigkeiten im Gewebe, die daher rühren, dass der Faden nach dem Schlüpfen des Schmetterlings vom Kokon abgewickelt wird, somit nicht auf einmal gewonnen werden kann und dadurch auch in Teilen verwebt werden muss. Anders bei der Maulbeerseide, bei der die versponnenen Seidenraupen in heißem Wasser getötet und der gesamte Faden auf einmal abgewickelt wird. Im Gegensatz zur Honanseide wird nach diesem Abhaspeln auch der Seidenleim, der den Kokon zusammenhält, mit entfernt, sodass das reinweiße Gewebe hinterher keinerlei Unregelmäßigkeiten mehr aufweist und problemlos in allen Farben eingefärbt werden kann. Eine besonders edle Art der Maulbeerseide ist die Dupionseide, die aus zwei miteinander versponnenen Kokons gewonnen wird.

Noileseide – mit das Edelste, was aus den Kokons der Seidenraupen gewonnen wird

Zu den begehrtesten Seidenarten für edle und luxuriöse Blusen zählt die Noileseide, die ebenfalls aus den Kokons des Maulbeerseidenspinners gewonnen wird und mit ihrer glänzend glatten Oberfläche alle Anhänger und vor allem Anhängerinnen feinster Seidenstoffe immer wieder aufs Neue begeistert. Die besonders glatte, sehr edel anmutende Oberfläche der Noile-Seide entsteht dadurch, dass für sie nur der Mittelteil des Kokons verwendet wird, welcher wiederum in einem Zug abgewickelt wird. Der so gewonnene Faden wird von allen Rückstanden und insbesondere vom Seidenleim befreit und kann deshalb anschließend vielfältig als reinweißer Faden weiterverarbeitet werden. So schimmert dieser edle Seidenstoff nicht nur in schönstem, reinen Weiß; er nimmt auch sehr gleichmäßig jede Art von Farben an und eignet sich deshalb besonders gut für edle Seidenblusen in kräftigen Uni-Farbtönen, aber auch für festliche, lange Abendkleider, die im Licht von vielen Kristalllüstern herrlich schimmern – und für ebenso stilvolle wie individuelle Heimtextilien, mit denen Sie Ihre eigenen vier Wände immer wieder aufs Neue geschmackvoll einrichten können.

Damit Sie lange Freude an Ihrer Seidenbluse haben – Pflegetipps für Seidentextilien

Farbige Seidenblusen neigen dazu, beim Waschen auszubluten, somit an Farbintensität zu verlieren. Sie sollten Ihre farbigen Seidenblusen deshalb nur mit gleichfarbigen Textilien zusammen waschen und nur, wenn es die Pflegehinweise im Etikett ausdrücklich zulassen, im Feinwaschgang bei höchstens 30 °C in der Waschmaschine waschen. Ansonsten ist Handwäsche angesagt: In einem weichen Schaumbad von maximal 30 °C zügig, aber sanft durchwaschen und dabei nicht rubbeln und nach dem Spülen in klarem Wasser nicht auswringen. Außerdem dürfen Seidenstoffe nicht für längere Zeit in Seifenlauge liegen – das heißt, niemals eingeweicht werden vor dem eigentlichen Waschen. Entfernen Sie Flecken deshalb, falls nötig, mit einem ausdrücklich für reine Seide geeignetem Fleckenentfernungsmittel. Hängen Sie Ihre Seidenbluse nach dem Waschen tropfnass auf, aber nicht in der Nähe von Heizkörpern oder direkt der Sonne ausgesetzt. Gebügelt werden Seidenblusen grundsätzlich von links, bei niedriger Temperatur und in noch leicht feuchtem Zustand.

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