Lücken im Bewertungssystem Teil 2

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Liebe Community,

vor einiger Zeit habe ich auf das Problem mit der Verschleierung der eigenen, teils negativen Bewertungen durch Käufer hingewiesen, indem diese ihr Profil als "privat" markieren. Käufer können bekanntlich nicht negativ bewertet werden, so dass man als Verkäufer ausschließlich mit einer positiven Bewertung, den betrügerischen Käufer, mit einem ensprechenden Bewertungstext  "markern" kann.

Heute möchte ich auf ein weiteres Problem eingehen, das dann ensteht, wenn der Käufer per PayPal zahlt, wenn PayPal als Zahlungsmethode garnicht angeboten wird.
Dieser Sachverhalt hört sich zunächst widersprüchlich an, denn wie soll ein Käufer per PayPal zahlen, wenn diese Zahlungsmethode nicht angeboten wird. Nun, ganz einfach! eBay-user haben i.d.R. ihre Emailadresse sowohl bei eBay als auch bei PayPal. So kommen einige geschickte User darauf, die von eBay nach dem Kauf erhaltene Emailadresse des Verkäufers dazu zu benutzen, um den Artikel sofort per PayPal zu zahlen.
Ein Verkäufer hat bei PayPal bekanntlich eine Gebühr für eingehende Zahlungen zu entrichten, die sich z.B. im Fall von einem Artikel, der nur für einen Euro weggegangen ist, dem noch Porto hinzuaddiert wird, ca. 40 Cent an Gebühren zu entrichten, da das Gebührensystem von PayPal eine fixe, vom Zahlungsbetrag unanbhändige und eine variable, also vom Zahlungsbetrag abhängige Komponente enthält.
Bei einem Euro Verkaufspreis werden also 40 Prozent!!!!! an Gebühren fällig...da ist es nur verständlich, dass PayPal in diesem Fall nicht als Zahlungsmethode angeboten wird.

Nun kommen wir zum eigentlichen Problem.

Wer als Verkäufer nun die Zahlung zurückschickt und den Käufer darum bittet, die Zahlungsmethode zu benutzten, die angeboten wird, läuft Gefahr weder die Zahlung zu bekommen, noch den Käufer, im Falle der "Nichtzahlung" bei eBay melden zu können.
Geht man nämlich nach einiger Zeit, wenn der Artikel nicht, wie beschrieben bezahlt wurde, auf "Probleme klären" so wird man von dem lückenhaften System der Plattform überrascht. Bei einer Rücksendung der PayPal-Zahlung ist eine Problemmeldung nicht möglich!
Was an der richtigen Stelle sinnvoll erscheint, ist in dem oben beschriebenen Fall, wie ein blaues Auge für den Verkäufer.
Dieser hat nun sein Geld für die Ware nicht erhalten, die Gebühren muss er scheinbar tragen, und kann den Käufer bzw. das Problem auch nicht melden. Eine Negativbewertung ist ja ebenfalls nicht möglich, was widerrum zum Problem der Bewertungsverschleierung führt.

Es erscheint mir schleierhaft, wie solche Lücken entstehen können UND vor allem, wieso diese nicht behoben werden!

Wenn eine Zahlungsmethode NICHT angeboten wird, so sollte man auf diese Weise auch nicht von sich aus zahlen können! Verkäufer müssen solche Kosten kalkulieren und im Kaufpreis internalisieren können.
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