Ludmilla, Taigatrommel und Co. - Diesellok-Modelle aus der DDR

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Ludmilla, Taigatrommel und Co. - Diesellok-Modelle aus der DDR

Diesellok-Modelle aus der DDR erfreuen sich unter Sammlern großer Beliebtheit. Da die meisten Originalbahnen nicht mehr eingesetzt werden, sind diese Modelle die einzige Erinnerung an den Bahnverkehr der Deutschen Demokratischen Republik. Die DDR-Modelle können als prototypisch für den gesamten Ostblock angesehen werden, da viele Baureihen in mehreren Bruderstaaten verwendet wurden.

  

Die Taigatrommel - der Sound des Ostens

Die sogenannte Taigatrommel erhielt ihren Spitznamen, weil das Motorengeräusch extrem laut war. Die über 3000 produzierten Diesellokomotiven konnten eindeutig anhand dieses Geräuschs identifiziert werden. Später wurden Schalldämpfer eingebaut. Der eigentliche Name für die Bauart ist LTS M62, wobei LTS für die Lokomotivfabrik Luhansk (in der heutigen Ukraine) steht. Sie wurde als Lok im Güterverkehr eingesetzt. Die fast 400 in der DDR eingesetzten Exemplare (DR Baureihe V 200 und 120) sind heute alle ausgemustert. In einigen ehemaligen Ostblockländern ist die M62 allerdings nach wie vor im Einsatz.

  

Die Ludmilla - die Diesellok für Güter und Passagiere

Ludmilla ist der Spitzname für die Diesellokomotiven der Baureihe DR 130. Sie ist eine Weiterentwicklung der DR V 200 und wurde ebenfalls in der sowjetischen Lokomotivfabrik Luhansk hergestellt. Diese Lok wurde in der DDR für den Güter- und für den Personenverkehr eingesetzt. Die Deutsche Bahn übernahm nach der Wende die Dieselloks. Einige sind bis heute im Einsatz. Modelle der Ludmilla gibt es von verschiedenen Herstellern: So hat Märklin die Mini-Loks mehrerer Baureihen im Angebot, aber auch Piko, Brawa oder Roco bieten die Ludmilla an.

  

Eine Übersicht über DDR-Dieselloks - diese Ratgeber helfen

Klaus-Jürgen Kühne hat für Sammler das Buch "Alles über DDR-Dieselloks" geschrieben. Auf 126 Seiten ist alles Wissenswerte über die Diesellokomotiven der DDR zusammengefasst, inklusive technischer Details. Für Bahn-Historiker sind die geschichtlichen Hintergründe zum Einsatz dieselelektrischer Lokomotiven interessant. Mit etwas Glück finden Sammler den seltenen Band von 1970: "Diesellok-Archiv", ein Bildband von 330 Seiten. Weitere Anlaufstellen sind Sammlerverbände, Internetseiten und Modelleisenbahner-Treffen. Wer sich für Lokomotiven des Ostblocks interessiert, sollte auch die Website der Lokomotivfabrik Luhansk besuchen. Immerhin ist sie einer der größten Lokomotivhersteller der Welt. Ob Diesel-Lokomotiven in Zukunft aber so häufig eingesetzt werden wie bisher, ist fraglich. In Westeuropa sind häufiger Triebwagen im Einsatz.

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