Lotto für Kinder: So verstehen die Kleinen, wovon die Großen träumen!

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Spielen macht Kindern Spaß und ist unabdingbar für ihre Entwicklung. Eine sehr alte und in vielen Kulturen bedeutsame Spieleart ist dabei das Glücksspiel. Ein früher wie heute bei Jung und Alt beliebtes Glücksspiel ist das Lottospiel, bei dem man Geld einsetzt, auf verschiedene Zahlen aus einer vorgegebenen Auswahl tippt und anschließend auf richtige Ergebnisse hofft. Diese sollen einem erwachsenen Lottospieler beim kommerziellen Lotto einen großen Geldgewinn bescheren, mit dem er sich eine bessere Zukunft erträumt. Neben der Hoffnung auf das große Glück verbergen jedoch alle Glücksspiele für Jugendliche und Erwachsene auch das Risiko von hohem Geldverlust und Spielsucht. Auf der anderen Seite sind Glücksspiele aber in der Regel auch die erste inhaltliche Spielform für kleine Kinder. Nachdem Sie diesen Ratgeber gelesen haben, werden Sie davon überzeugt sein, dass Sie Ihrem Nachwuchs bedenkenlos ein Kinderlotto schenken können. Sie werden erfahren, dass traditionelle Kinderlottos eine harmlose Freizeitbeschäftigung für Ihr Kind sind und darüber hinaus auch sehr sinnvoll für seinen Entwicklungsprozess sind. Der Hauptgewinn dieser Glücksspiele sind neue Erkenntnisse und Verhaltensweisen, die Ihr Kind in seiner geistigen und psychischen Entwicklung fördern können.

Kinderlotto, ein Legespiel aus der Spielefamilie der Glücksspiele

Aus pädagogischer Sicht können Legespiele für kleine Kinder in sogenannte Spielefamilien eingeteilt werden. In einer Spielefamilie werden Spiele zusammengefasst, die formell identisch sind sowie eine gleiche Struktur und gleiche Spielregeln besitzen. Durch unterschiedliche Einkleidung und Thematik werden Spiele vom gleichen Typ zu unterschiedlichen Spielen. Die bedeutendsten Spielefamilien für Kinderlegespiele sind Lotto, Domino und Memory. Dabei zählt das Kinderlotto in seiner Grundversion zu der Spielekategorie der reinen Glücksspiele, deren Spielergebnisse ausschließlich vom Zufall diktiert werden. Kinderlotto im ursprünglichen Sinne ist für die Altersstufe ab 3 bis 4 Jahren konzipiert. Aber einige Hersteller wie beispielsweise Haba haben zusätzlich Lottoversionen im Angebot, mit denen auch schon zweijährige Kinder spielen können.

Domino enthält neben einer überwiegenden Zufallskomponente auch schon eine gewisse Kombinationskomponente und ist für die nächste Altersstufe ab 4 Jahren gedacht. Memory spricht vor allem das Gedächtnis von Kindern an und eignet sich besonders für Kinder ab 5 Jahren. Diese drei Spielefamilien für Kleinkinder sind für die Entwicklung eines Kindes als unentbehrlich anzusehen. Unter den sonstigen pädagogisch sinnvollen Legespielen wäre noch das Puzzle hervorzuheben, welches es auch schon für Kleinkinder mit nur sehr wenigen Teilen gibt. Glücksspiele wie das Kinderlotto erleichtern Ihrem kleinen Kind den Einstieg in die Welt der Spiele. Denn mit ihnen lernt es schon früh, neben der Freude über Erfolge auch mit Niederlagen fertig zu werden, bevor es allmählich zu Spielen mit langsam steigenden Anforderungen übergeht. Obwohl Lottospiele von Spieleherstellern schwerpunktmäßig für die frühe Kindheit gedacht sind, finden Sie natürlich auch Lottospiele, die für Schulkinder entwickelt wurden.

Das Prinzip, auf dem Lottospiele für Kinder aufgebaut sind

Basis der heutigen Kinderlottos sind Legetafeln mit zum Beispiel Bildern, Zahlen und Buchstaben und dazu passenden Kärtchen oder Formen. Ziel des Spielzeugs ist es, die passenden Kärtchen oder Formen auf der Legetafel zu finden. Das heißt, wenn ein Kind eine Vorgabe auf seiner Tafel wiederfindet, darf es das dafür vorgesehene Feld abdecken. Wenn mehrere Kinder zusammenspielen, gewinnt das Kind, das am schnellsten alle richtigen Legekärtchen auf seiner Tafel hat. Auf diesem Grundprinzip sind alle Kinderlottospiele aufgebaut. Kinderlottos für die frühe Kindheit unterscheiden sich nur in ihrer Thematik und sind vom Lernzweck beliebig austauschbar, das heißt, es macht lerntechnisch keinen Unterschied ob Ihr Kind Tierlotto oder Winnie-the-Phoo-Lotto spielt. Dahingegen verfolgen Lottospiele, die für Kinder ab dem beginnenden Schulalter konzipiert sind, in der Regel auch ganz bestimmte inhaltliche Lernziele. Deshalb spricht man bei diesen Spielen auch von kombinierten Lottospielen. Auch von dem im 19. Jahrhundert erfundenen Glücksspiel Bingo für Erwachsene gibt es Spieleversionen, die für Kinder geeignet sind. Im Folgenden erhalten Sie zu den verschiedenen Kategorien von Kinderlottos detailliertere Informationen.

Die große Auswahl an Bilderlottos für die ganz kleinen Lottospieler

Wie bereits erwähnt, sind Bilderlottos für die ganz kleinen Lottospieler gedacht. Es gibt sie mit unendlich vielen Motiven aus verschiedenen zeitlosen Themenwelten oder aktuellen Kinderthemen. Je nach beliebten Kindersendungen im Fernsehen und neuen Kinderbüchern und -filmen kommen fast jedes Jahr neue Themenmotive hinzu und andere geraten aus der Mode. Wenn Sie zum Beispiel nach alten oder gebrauchten Kinderlottos stöbern, werden Sie feststellen, dass Sie eine Zeitreise durch das Kinderfernsehprogramm und die Kinderliteratur verschiedener Dekaden unternehmen. Ob Sie nun für Ihr Kleinkind ein neues oder gebrauchtes Bilderlotto in Form eines Tierlottos als Bauernhoflotto, Tierbabylotto oder Zoolotto suchen, werden Sie genauso fündig werden, wie auf der Suche nach einem Disney-Minnie-Mouse-Lotto, Sponge-Bob-Lotto, Heidi-Lotto, Märchenlotto, Blumenlotto und vielen anderen.

Bilderlotto gibt es sowohl aus Holz als auch aus festem Karton, sie können gut von einem Kind alleine oder auch in der Gruppe gespielt werden. Es können höchstens so viele Kinder zusammenspielen, wie Legeplatten in der Spieleverpackung enthalten sind. Oft sind es für kleine Kinder vier Platten mit je neun Bildern, das heißt, es müssen in diesem Fall dementsprechend auch vier mal neun identische Einzelbilder vorhanden sein. Wenn mehrere Kinder miteinander spielen, dann bekommt jedes Kind eine Legeplatte und die Kärtchen zum Füllen der Platte werden für alle verdeckt auf die Tischmitte gelegt. Die Kinder ziehen dann der Reihe nach eine Bildkarte. Passt ein gezogenes Bild auf die Vorlage, darf ein Kind nochmals ein Bildmotiv ziehen. Sollte dies nicht der Fall sein, kommt das nächste Kind dran. Wer zuerst seine Vorlage voll hat, hat gewonnen. Neben dem Gewinn- und Niederlageerlebnis fördern Bilderlottos auch die visuelle Wahrnehmung im Hinblick auf Genauigkeit sowie das Verstehen von einfachen Regeln.

Kombinierte Lottospiele für geübtere und größere Lottospieler

Zu den sogenannten kombinierten Lottospielen, die einen bestimmten inhaltlichen Lernerfolg erzielen sollen, gehören unter anderem Rechenlottos, Leselottos sowie auch Konzentrationslottos und Geräuschelottos in Verbindung mit einem Tonträger. Diese Lernspiele haben im Vergleich zum einfachen Bilderlotto einen deutlichen Mehrwert, und zwar sowohl lerntechnisch als auch für die Spielfreude Ihrer Kinder. Die Spielweise von einem kombinierten Lotto ist im Prinzip dieselbe wie von einem Bilderlotto. Sie unterscheidet sich im Allgemeinen nur dadurch, dass auf den Kärtchen Aufgaben stehen, die einem bestimmten Ergebnis auf der Legetafel zugeordnet werden müssen. So stehen zum Beispiel bei einem Rechenlotto einfache Rechenaufgaben auf den Kärtchen und die Rechenergebnisse als ganze Zahlen auf der Legeplatte.

Oder bei einem Leselotto befinden sich je nach Schwierigkeitsgrad Worte oder kurze Sätze auf den Spielkärtchen, die einem Bild oder einer Überschrift auf der Legeplatte entsprechen. Leselottos werden übrigens auch gern von Lehrkräften in Grundschulen oder Förderschulen für lernschwache Kinder eingesetzt. Häufig werden diese Lernlottos von den Lehrern auch selbst erstellt. Zur Gruppe der Konzentrationslottos gehören unter anderem Bilderlottos, deren Bilder sich nur durch winzige Details wie beim Spiel Differix unterscheiden oder Lottos, die das räumliche Denkvermögen fördern sollen, wie zum Beispiel die Lernspiele Colorama und Symetrix von Ravensburger.

Besonders: Geräuschelotto und selbst gemachte Lottospiele

Beim Geräuschelotto lernen Kinder bestimmte Geräusche wie zum Beispiel Umweltgeräusche oder Tiergeräusche zu erforschen und zu differenzieren. Ein Geräuschelotto fördert somit also die auditive Wahrnehmung sowie auch die Konzentration und Sprachentwicklung. Bei diesen Lottospielen werden Geräusche von einer CD oder einem anderen Tonträger abgespielt und die dazugehörigen Bildkärtchen müssen dann auf die Bilderplatte gelegt werden. Damit kleine Kinder an diesem Lernspiel Freude haben, ist es wichtig, dass sie zuerst mit den Geräuschen und Abbildungen vertraut gemacht werden, bevor sie das erste Mal spielen.

Zur Kategorie der kombinierten Kinderlottos gehören außerdem noch Sprechlernspiele, Sprichwortlottos, Reimelottos, Flaggen- und Länderlottos etc. Im Prinzip kann man jedes Lernthema in ein Kinderlotto packen. Sollten Sie also aus dem umfangreichen Angebot noch nicht das passende Lernthema kaufen können, dann können Sie ganz einfach auch kombinierte Lernlottos selbst erstellen. Dazu gibt es im Internet viele Vorlagen, die Sie einfach mit Inhalt füllen, ausdrucken und ausschneiden können. Ihrer Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Bingospiele für Kinder sind Glücksspiele mit Unterhaltungswert für die ganze Familie

Ein Abkömmling des reinen Zahlenlottos ist das Bingospiel, das in vielen Ländern wie in den USA, Großbritannien und Italien bei Erwachsenen sehr beliebt ist. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Zahlenlotterie hat das Bingospiel einen Gemeinschaftseffekt, denn es wird immer von mehreren Teilnehmern gespielt. In Deutschland wurde das Bingo auch vom Fernsehen entdeckt. So wurden und werden verschiedene Bingo-Shows recht erfolgreich ausgestrahlt. Deshalb ist es kein Wunder, dass Bingo auch von Spieleherstellern als Gesellschaftsspiel mit reinem Glücksspiel- und Unterhaltungscharakter für drei oder mehr Spieler ab rund 8 Jahren angeboten wird. Bingolotto gibt es in verschiedenen Varianten. In der Regel enthalten alle Bingospiele eine Bingo-Trommel oder einen Bingo-Beutel, Bingokugeln und Bingokarten oder Zahlentafeln mit Chips. Vereinfacht dargestellt erhält jeder Spieler, bis auf denjenigen, der die Zahlen aus dem Behältnis holt und aufruft, eine Zahlenkarte beziehungsweise Zahlentafel. Der Conférencier zieht dann per Zufall eine Kugel mit einer aufgedruckten Zahl und ruft diese aus. Teilnehmer, die diese Zahl auf ihrer Zahlenkarte haben, markieren diese beziehungsweise legen einen Chip auf die Zahl auf ihrer Zahlentafel. Sobald ein Spieler auf seiner Bingokarte alle Zahlen belegt hat, ruft er laut und vernehmlich Bingo und hat nach der Kontrolle seines Ergebnisses seitens des ausrufenden Spielers gewonnen.

Verschiedene Bingo-Varianten zur Auswahl

Selbstverständlich muss auch der Conférencier die gezogenen Zahlen auf einer Tafel oder einem Schein vermerken, damit er das Spielergebnis überhaupt überprüfen kann. Beim Bingospiel werden die Kinder das erste Mal mit einem Lottospiel konfrontiert, das es auch in der realen Welt in identischer Form als Glücksspiel gibt. Dabei können Sie im Wesentlichen zwischen zwei Arten auswählen: So gibt es Spiele mit 75 Kugeln. Diese Variante ist in Amerika beliebt und bei ihr bestehen die Bingokarten aus fünf mal fünf Reihen und einem freien Feld in der Mitte. Ferner existiert eine Variante mit 90 Kugeln, die auch europäisches Bingo genannt wird. Bei der 90-Kugel-Variante sind auf jeder Bingokarte neun vertikale und drei horizontale Feldlinien, was heißt, dass auf jeder Karte insgesamt 27 Ziffern stehen, von denen bereits in jeder Spalte fünf bereits vorgegeben sind. Die verschiedenen Spielweisen dieser beiden Bingo-Varianten können Sie der Spieleanleitung entnehmen.

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