Loser Tee für Kenner: Einkaufsratgeber für traditionelle asiatische Tees

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Loser Tee für Kenner: Einkaufsratgeber für traditionelle asiatische Tees

Die Teekultur in Asien hat eine lange Tradition

Der asiatische Kontinent wartet mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Kulturen auf, die in der Zwischenzeit auch von Europäern und Nordamerikanern positiv aufgenommen werden. Die Anhängerschaft von asiatischen Kulturen wächst auch in Deutschland ständig und unaufhaltsam. Viele Menschen sind von den Lebensweisheiten, Lebensweisen und von den asiatischen Gesundheitstheorien beeindruckt und integrieren diese zunehmend in ihr Alltagsleben. Vor allem Bereiche wie Wellness und Gesundheit werden in der westlichen Welt von den asiatischen Kulturen inspiriert.
Die asiatische Bevölkerung gilt für westliche Verhältnisse als gesundheitsbewusst. Das liegt zum einen an der Ernährung der Asiaten, die zu großen Teilen aus Fisch, Soja- und Reisprodukten sowie aus frischem Gemüse besteht. Auf typisch westliche Genussmittel wie Kaffee und Alkohol wird bei vielen Asiaten verzichtet. So gibt es anstelle des regelmäßigen Kaffee- und Alkoholkonsums zum Beispiel die sogenannte Teekultur.

Ursprünge der asiatischen Teekultur

Besonders bekannt in westlichen Ländern ist die chinesische Teekultur, die zu ihren Anfangszeiten in speziellen Teehäusern zelebriert wurde. Diese Zeremonie wird auch Teekunst genannt und erlebte mit dem Aufschwung Chinas im eigenen Land eine kleine Renaissance. China kann als Ursprungsland des Teeanbaus betrachtet werden. Die Anfänge des Teeanbaus in China gehen jedoch so weit zurück, dass sie nicht näher lokalisiert werden können. Zu Anfang wurde der Tee nicht als Genussmittel, sondern als Medizin verwendet. Erst zu Zeiten der Tang-Dynastie ab dem siebten Jahrhundert zählte Tee zu den Genussmitteln der oberen Bevölkerungsschicht. Tee wurde auch in den buddhistischen Klöstern getrunken. Dieser ermöglichte unter anderem das Wachbleiben während der teils ewig dauernden Meditationen. Während der Song-Dynastie ab dem zehnten Jahrhundert wurde der Konsum von Tee weiter vorangetrieben und damit immer populärer. Die ersten Teezeremonien fanden ebenfalls in dieser zeitlichen Epoche statt. Allmählich begann auch der Export des Tees in Länder wie Japan oder Korea. So konnte sich dieses Getränk auch in den benachbarten Ländern verbreiten.

Tee wird in Asien bevorzugt im Rahmen von Zeremonien genossen

Die Teezeremonien in China fanden auf verschiedene Art und Weise statt. Eine bekannte Form der chinesischen Teezeremonie ist die sogenannte Gongfu Cha. Hier werden in einem ersten Schritt die Schalen für den Tee mit sehr heißem Wasser ausgespült. Nach dem Ausspülen wird eine Teekanne mit Teeblättern befüllt und mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser aufgegossen. Dieser erste Aufguss wird jedoch nach einer sehr kurzen Ziehdauer wieder weggeschüttet, da er zu viele Bitterstoffe beinhaltet. Erst die folgenden Aufgüsse werden von den Teilnehmern der Teezeremonie getrunken.
Die Verteilung des Aufgusses an die Teilnehmer erfolgt in kleinen Schichten. Dieses Vorgehen wird damit begründet, dass jeder in der Runde eine ähnliche Teequalität bekommt. Die Aufgüsse werden in dieser Art und Weise mehrmals wiederholt. Dabei nimmt jedoch die Ziehdauer von Aufguss zu Aufguss zu. Im Rahmen der chinesischen Teezeremonien wird bevorzugt Grüntee, wie zum Beispiel der Sencha verwendet. Dieser wird in der Regel ungesüßt getrunken.

Japanische Teezeremonie

Neben der chinesischen Teezeremonie gilt auch die japanische Teezeremonie zu den weltweit bekannten Ritualen rund um das Thema Tee. Die Teekultur in Japan hat ihre Ursprünge im China. Durch Exporte wurde der Tee auch im Land der aufgehenden Sonne bekannt. Die Kultur rund um den Tee wurde teilweise übernommen und zu großen Teilen sogar weiterentwickelt. So wurde vor allem die Teezeremonie vorangetrieben sowie wesentlich aufgewertet und verfeinert. Die japanische Teezeremonie basiert auf der Theorie des Zen-Buddhismus und findet im Normalfall in einem Teehaus statt, das auf typisch japanische Art und Weise eingerichtet ist. Teehäuser stehen oftmals in japanischen Garten, der als Wartebereich für die Teilnehmer der Zeremonie dienen kann. Das Teehaus selbst besteht meist aus Holz und Bambus. Besonders charakteristisch für ein Teehaus ist die schlicht ausgeführte Schiebetür als einziger Eingang sowie die mit Papier beklebten Fenster, die nur diffuses Licht in den Raum lassen. Das Ritual und die bescheidene Atmosphäre sollen den Teilnehmern Ruhe, Entspannung und innere Einkehr bieten. Die Zeremonie selbst gestaltet sich im Ablauf wesentlich komplizierter als die chinesische Teezeremonie. Der Gesamtablauf umfasst zum Beispiel eine Vor- und eine Nachbereitungsphase. Des Weiteren können die Abläufe je nach Variation verschieden gestaltet werden. Zur Vorbereitung gehören zum Beispiel die Reinigung von Mund und Hände mit frischem Wasser. Dieser Reinigungsprozess hat einen symbolischen Charakter. Bei der japanischen Teezeremonie wird nicht nur Tee gereicht, sondern auch leichte Speisen wie Gemüse, Reis oder Suppen. Im Rahmen einer japanischen Teezeremonie wird bevorzugt Matcha, ein pulverisierter Tee, gereicht.

Die Auswahl an asiatischen Teesorten ist groß und vielfältig

Die Auswahl an Teesorten, die mit der asiatischen Teekultur im Zusammenhang stehen, ist umfangreich und vielfältig. Traditioneller asiatischer Tee gewinnt auch in westlichen Ländern zunehmend an Bedeutung. Grund dafür ist unter anderem eine gesundheitsbewusste Ernährung, bei der die typisch westlichen Genussmittel wie Tabak, Kaffee und Alkohol eingeschränkt werden sollten. Traditionelle asiatische Sorten wie Tee aus Japan oder aus China können in dieser Hinsicht eine gute Alternative darstellen. Doch die Angebotsvielfalt ist groß und unübersichtlich. Aus diesem Grund macht es sehr viel Sinn, wenn Sie sich vor dem Kauf einer bestimmten Teesorte ein wenig mit der Thematik beschäftigen, um einem Fehlkauf vorzubeugen. Bei eBay gibt es viele traditionelle asiatische Teesorten für nahezu jeden Geschmack. Für den stilechten Genuss empfiehlt sich die Zubereitung von losem Tee.

Grüner Tee zählt in Asien zu den Klassikern

Bei grünem Tee handelt es sich um eine Teesorte, die nicht fermentiert ist. Der Fermentationsprozess wird bei dieser Sorte durch kurzes Erhitzen der Teeblätter verhindert. Die Blätter, die für diesen Tee verwendet werden, stammen von der heidekrautartigen Teepflanze ab. Diese Pflanze wird in China, Korea, Japan, Vietnam, Thailand und Nordindien angebaut. Der Anbau dieser Pflanze erfolgt schon seit mehreren Tausend Jahren. Um die Handhabung und die Geschmacksabgabe des Tees zu verbessern, werden die Blätter des Grüntees in der Regel gerollt oder zu kleinen Kügelchen geformt. Diese gerollten kleinen Kugeln aus Grüntee werden aufgrund ihrer kräftigen Geschmacksintensität auch Gunpowder genannt.
Grüntee enthält neben Koffein auch Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium. Auch bei Grüntee gibt es verschiedene Sorten, die sich zum Teil aus geschmacklicher Sicht sehr unterscheiden. Chinesische Grüntees wie der Chun Mee weisen oftmals leicht rauchige Geschmacksrichtungen auf, während japanische Grüntees eher durch mildere Nuancen mit einer gewissen Frische auffallen.

Matcha

Eine typisch japanische Grünteesorte ist der sogenannte Matcha. Matcha wird jedoch nicht nur in Japan angebaut, sondern auch in China. Dieser Tee ist gemahlen und weist einen sehr hohen Gehalt an Koffein auf. Im Gegensatz zu anderen Grünteesorten ist das Matcha-Pulver nicht sehr lange haltbar. Aus diesem Grund sollten Sie den Matcha nach dem Öffnen entweder im Kühlschrank aufbewahren oder schnell verbrauchen. Der Tee schmeckt leicht süßlich mit teilweise sehr herben Geschmacksnuancen. Besonders charakteristisch ist darüber hinaus die tiefgrüne Farbe. Macha kann auch als Zutat zum Backen und Kochen verwendet werden.

Darjeeling

Auch die indischen Grünteesorten gelten als sehr frisch und duften leicht nach Zitronen. Eine in Europa relativ bekannte indische Grünteesorte ist der grüne Darjeeling-Tee. Der Tee ist nach der indischen Stadt Darjeeling, die als Zentrum des bengalischen Teeanbaus gilt, benannt. Darjeeling gibt es jedoch auch als fermentierten oder teilfermentierten Tee. Mit Begriffen wie First Flush und Second Flush wird der Erntezeitpunkt des Tees genauer definiert. So hat der First Flush ein sehr mildes und blumiges Aroma, während der später geerntete Second Flush runder und etwas kräftiger schmeckt.

Schwarztee ist fermentierter Tee mit langer Tradition

Schwarztee wird in Asien auch als roter Tee bezeichnet. Bei dieser Teesorte werden die Blätter der Teeblätter fermentiert. Bei der Fermentierung werden die Inhaltsstoffe des Tees teilweise enzymatisch umgewandelt. Auf diese Weise ändert sich neben dem Geschmack auch die Wirkung des Tees auf den menschlichen Organismus. Durch den Fermentationsprozess erhält der Schwarztee auch seine dunkelrote bis bräunliche Farbe. Bekannte Schwarzteesorten aus Asien sind der Assam, der Sikkim, der schwarze Darjeeling sowie der Ceylon. Der Assam-Tee stammt aus dem gleichnamigen Bundesstaat im nordöstlichen Indien. Er weist einen sehr kräftigen Geschmack auf. Aus diesem Grund wird der Assam auch vielen Teemischungen beigegeben, um der Komposition eine gewisse Würze zu verleihen. Auch der sogenannte Ceylon gilt als eher kräftige und würzige Teesorte. Der Tee kommt aus Sri Lanka und wird bevorzugt in höheren Lagen angebaut. Bei eBay gibt es viele lose Schwarzteesorten aus allen möglichen asiatischen Anbaugebieten.

Oolong zählt zu den halbfermentierten Teesorten

Oolong ist ebenfalls eine Teesorte aus China. Die Besonderheit dieses Tees ist die Fermentationszeit. Sie befindet sich bei diesem Tee zwischen dem Grün- und dem Schwarztee. Aus geschmacklicher Sicht ist der Oolong dem Grüntee recht ähnlich. Zudem hat er ebenfalls grüngelbliche Farbe. Die Geschmacksintensität fällt jedoch von Anbauregion zu Anbauregion recht verschieden aus. Eine weitere Teesorte, die gewisse Ähnlichkeiten mit dem Oolong hat, ist der gelbe Tee.

Weißer Tee gilt als milder Genießertee

Ähnlich wie der Oolong ist der weiße Tee ein anfermentierter Tee. Bei dieser Sorte werden in der Regel nur ausgewählte Blätter verwendet. Diese speziell ausgesuchten Teeknospen haben einen weißen Flaum. Aus diesem Grund erhält der Tee auch seinen Namen. Der Geschmack des weißen Tees gilt als mild und ausgeglichen. Aber auch hier gibt es von Anbau- zu Anbauregion Unterschiede in geschmacklicher Hinsicht.

Pu-Erh-Tee ist nachfermentierter Tee

Der Pu-Erh-Tee ist ebenfalls ein asiatischer Tee mit langer Tradition. Der nachfermentierte Tee stammt aus China und wird schon seit fast zwei Jahrtausenden produziert. Durch die Nachfermentierung bekommt der Tee seine kräftige dunkle Farbe und seinen intensiven Geschmack, der eine gewisse Erdigkeit mit sich bringt. Eine Besonderheit dieser Sorte ist die Tatsache, dass der Tee im Laufe der Zeit auch der Geschmack besser wird. Dies ist bei diversen Grün- und Schwarzteesorten nicht der Fall. Bei eBay gibt es nicht nur loser Grün- und Schwarztee, sondern auch seltenere traditionelle asiatische Teesorten wie zum Beispiel Oolong, weißer Tee und Pu-Erh-Tee.

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