Lohnt sich der Kauf von Refill Druckerpatronen?

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Lohnt sich der Kauf von Refill Druckerpatronen?

Druckerpatronen bereiten Kunden oft Probleme: Entweder sind sie zu schnell leer, drucken schlecht oder funktionieren gar nicht. Das Ergebnis sind hohe Druckkosten, die insbesondere Tintenstrahldrucker betreffen. Diese arbeiten mit flüssiger Tinte, die in Druckerpatronen gefüllt ist. Vereinzelt kosten Ersatzpatronen der Originalhersteller bis zu 50 Euro. Doch es gibt Alternativen: Sogenannte Refill-Druckerpatronen werden von verschiedenen Herstellern angeboten und sind im Bereich der günstigeren Elektronik. Doch lohnt sich der Kauf dieser Alternativen, wie ist die Druckqualität und worauf sollten Sie beim Kauf achten?

 

Zunächst eine wichtige Unterscheidung: permanenter oder semipermanenter Druckkopf?

Tintenstrahldrucker gibt es in zwei Ausführungen: Mit permanentem und mit semipermanentem Druckkopf. Der Druckkopf ist der Teil des Druckers, der die Tinte auf das Papier bringt. Hierfür erhitzt er sie auf bis zu 400 °C. Im Druckkopf befindet sich also ein Heizelement, das vom Drucker angesteuert wird. Bei einem Drucker mit permanentem Druckkopf, zum Beispiel von Canon, ist der Druckkopf fest im Drucker installiert. Das heißt, dass Sie nur die Druckerpatronen austauschen. Bei einem Drucker mit semipermanentem Druckkopf sind Druckkopf und Tintenpatrone hingegen miteinander verbunden. Die Folge sind deutlich teurere Druckerpatronen. Die hohen Preise schlagen sich auch auf Refill-Patronen nieder.

 

Manche alternativen Druckerpatronen werden vom Drucker nicht erkannt

Zudem zeigt sich, dass günstige Patronen von Drittanbietern bei Druckern mit semipermanentem Druckkopf teilweise nicht funktionieren. Dies liegt am komplizierten Aufbau des Druckerkopfs. Der Nachbau der Elektronik ist schwierig, und die Druckerhersteller wie Lexmark, Epson und HP versuchen, Ersatzteile von anderen Herstellern auszuschließen. Zum Beispiel, indem der Drucker den elektronischen Chip in anderen Patronen nicht anerkennt. Doch auch beim Drucken mit permanentem Druckkopf kommt dies vor, da hier ebenfalls ein elektronischer Chip in den Patronen verbaut ist. Der unschlagbare Vorteil der Alternativen ist jedoch ihr geringer Preis, der oft nur einen Bruchteil des Preises einer Originalpatrone ausmacht.

 

Druckerpatronen können Sie leicht selbst auffüllen

Es gibt eine Lösung. Sowohl Originalpatronen als auch günstige Alternativen, zum Beispiel von Hama oder von Pelikan, können Sie mit einem Nachfüllset wiederbefüllen. Hierfür werden die Patronen in der Regel aufgebohrt, anschließend wird die Tinte mit einer Spritze nachgefüllt. Wenn Sie dies mit den Originalpatronen machen, dann funktionieren die meisten Drucker weiterhin. Der einzige Nachteil: Die Tintenstandsanzeige ist nicht mehr korrekt – dies liegt an dem verbauten Chip, der den nachgefüllten Tintenstand nicht mehr anzeigt. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie regelmäßig neue Tinte nachfüllen. Denn die Tinte fungiert gleichzeitig als Kühlflüssigkeit im Druckkopf. Wenn der Drucker den Tintenstand jedoch nicht mehr erkennt, dann druckt er auch ohne Tinte immer weiter. Die Folge sind ein Überhitzen des Druckkopfs und ein Defekt des Druckers. Welche Tinte Sie zum Nachfüllen nutzen, ist weitgehend egal. Letztendlich bestimmt der Druckkopf die Qualität der Ausdrucke.

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