Lohnt sich bei Oldtimern der Einbau eines Katalysators?

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Lohnt sich bei Oldtimern der Einbau eines Katalysators?

Fahrzeugkatalysatoren vermindern den Abgasausstoß des Motors. Die modernen Wagen und Zweiräder sind dabei mit Drei-Wege-Katalysatoren ausgestattet, die direkt hinter der Auspuffanlage zu finden sind. Die älteren Fahrzeuge haben häufig alte Katalysatoren verbaut oder besitzen gar keinen. Die älteren Kat-Modelle sind weniger effizient und haben einen höheren Schadstoffausstoß. Der Einbau oder Umbau dieses Ersatzteils kann bei den meisten Oldtimern ganz ohne Probleme vorgenommen werden. Aber lohnt sich die Investition auch?

 

Wie sehen die offiziellen Vorschriften zum Thema Katalysator aus?

Moderne Fahrzeuge müssen mit einem Drei-Wege-Katalysator ausgestattet sein. Je nachdem, wie hoch der Abgasgehalt des Wagens ist, wird er mit einer Plakette versehen, die darüber genaue Auskunft gibt. Innerhalb Deutschlands gibt es Umweltzonen, in die man nur mit bestimmten Plaketten einfahren darf. Ist der Abgasgehalt also zu hoch, darf man seinen Wagen in bestimmten Regionen nicht fahren. Dies gilt in einem gewissen Rahmen auch für Youngtimer und Oldtimer. Ein 20 Jahre alter BMW hat wohl einen Katalysator verbaut, aber eventuell dennoch eine hohe Abgasdichte. Ein solches Auto bekommt eine Plakette für mittlere oder schlechte Werte. Die Plaketten haben auch Auswirkungen auf die Steuerklassen.

Ab einem Alter von 30 Jahren fällt diese Einstufung weg und der Wagen bekommt ein H-Kennzeichen. Hier fallen keine Extrasteuern mehr an und man kann den Wagen in allen Umweltzonen fahren.

 

Katalysator neu einbauen - eine Frage der Kosten

Es sind kaum noch Autos ohne Katalysator unterwegs. Es gibt dieses Motorteil seit den 50er-Jahren und seither gehört es zum Standard. Natürlich gibt es Autos, die vor dieser Zeit gebaut wurden und noch ohne Katalysator fahren. Diese sind mit einem H-Kennzeichen versehen, brauchen also keinen Kat. Wer dennoch der Umwelt etwas Gutes tun möchte, hat die Möglichkeit, die entsprechenden Teile nachzurüsten. Oft werden die Anlagen mit Auspuff angeboten.

Hier sollte man ganz eindeutig die Kosten in Betracht ziehen. Ein fachgerechtes Einsetzen kann schnell eine hohe Rechnung nach sich ziehen. Wenn man den Wagen nicht im Dauereinsatz hat und nur ab zu ein paar Sonntagskilometer dreht, ist die Umweltbelastung durchaus gering. Ein Umbau ist dann nicht vonnöten.

 

Kein H-Kennzeichen? Ein Umbau könnte sogar Geld sparen

Hat der Oldtimer noch kein H-Kennzeichen, ist es also noch ein Youngtimer, so kann der Umbau sich richtig lohnen. Die Abgassteuern können bis zu 350 Euro im Jahr ausmachen. Wenn der Wagen erst 20 Jahre alt ist, dann sind das mindestens noch 3500 Euro bis zum H-Kennzeichen. Wichtig ist es, dass man hier einen Fachmann hinzuzieht und den neuen Katalysator in die Papiere eintragen lässt. Ohne die offizielle Abnahme durch einen Sachverständigen wird der geringere Schadstoffverbrauch nicht anerkannt.

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