Lima ET 30 BR 430

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Lima ET 30 BR 430

Lima ist ja bekannt dafür, Modelle zu erschaffen, die sonst von keinem anderen Hersteller angeboten werden. Der ET 30 gehört wieder einmal zu diesen Modellen. Leider werden diese Züge nicht mehr hergestellt und im Handel sind sie schon lange ausverkauft. Mit viel Glück kan man den einen oder anderen Zug noch in Modellbahngeschäften mit An- und Verkauf erwerben. Hier bei ebay tauchen diese Modelle zum Glück öfters auf.

Diese Triebzüge der Baureihe ET 30 / BR 430, auch Eierköpfe genannt, gibt es in zwei verschiedenen Variationen. Die Lima Golden Series, welches die ältere Variante ist und die Lima Collection, welches die neuere Variante ist. Beide Varianten sind sehr gut gelungen. Dieser Satz fällt mir auch sehr leicht, da es kein Vergleichsmuster zu anderen Herstellern gibt. Lediglich untereinander unterscheiden sie sich.

Die ältere Variante aus der Lima Golden Series besitzt einfache und starre Kupplungen, welche fest mit dem Drehgestell vereint ist. Die Wagenübergänge sind somit permanent auf Abstand. Die Dachleitung auf dem Mittelwagen ist ein auf Isolatoren gestützter Kupferdraht. Die Stromabnehmer entsprechen der Bauart DBS 54, also dem Original. Bei diesem Modell gibt es keine Zurüstteile. Der Antrieb erfolgt durch einen Rundmotor, der ein Drehgestell antreibt.

Die neuere Variante aus der Lima Collection besitzt Kurzkupplungen, die wie bei jedem Reisezugwagen angebracht sind und bilden im Zugverband keine Lücke zwischen den Wagen. Die Wagenübergänge besitzen die vorbildgerechten Faltenbalgnachbildungen. Die Dachleitung des Mittelwagens ist aus Kunststoff gefertigt. Die Stromabnehmer sind sehr fein als Bauart DBS 54 oder als DBS 49 gearbeitet. Bei diesem Modell gibt es Zurüstteile, die montiert werden müssen. Der Antrieb erfolg durch einen Mittelmotor, welcher über Kardanwellen beide Drehgestelle des Motorwagens antreibt. Der Motor ist durch Vorhänge vor den Fensten kaum sichtbar.

Die Baureihe ET 30 / BR 430 von Lima besticht durch ihre Einzigartigkeit auf dem Markt und durch ihre überraschende Detailgenauigkeit und Qualität. Was Vorteile hat, hat leider auch ein paar Nachteile, wenn man die Golden Series mit der Lima Collection vergleicht.

Was man beachten sollte:

Das Modell der Lima Collection besitzt Zurüstteile, die selber montiert werden müssen. Dazu zählt die gesamte Dachausrüstung aller Wagen, sowie die Faltenbalgnachbildungen. Bei der Montage der Dachleitung kann diese leicht reißen, wenn man erst die Isolatoren auf dem Dach montiert. Steckt man erst die Isolatoren auf die Dachleitung und montiert dann erst die Dachleitung auf dem Wagen, ist eine Beschädigung ausgeschlossen. Bei der restlichen elektrischen Dachausrüstung steckt man ebenso die Isolatoren zuerst auf die Bauteile und montiert diese dann gemeinsam auf den jeweiligen Wagen. Beim Modell aus der Golden Series gibt es keine Zurüstteile, die Montiert weden müssen. Da kann also nichts kaputt gehen.

Die Modelle der Lima Golden Series verfügen über einen einfachen Lichtwechsel je nach Fahrtrichtung. Die Modelle der Lima Collection verfügen über fahrtrichtungsabhängigen Lichtwechsel von weiß nach rot. Leider sind die Glühlampen recht winzig und vor allem mit der Lichtplatine verlötet, sodass ein schneller Wechsel bei Defekt nur mit Feinarbeit möglich ist. Im Betrieb zeigen beide Lima Varianten leider nur eine sehr schwache Beleuchtung.

Der Antrieb der Lima Golden Series knurrt etwas laut. Leider ein Motor ohne Schwungmasse. Der Antrieb der Lima Collection dagegen läuft leise und weich, da ein Kardanmotor mit Schwungmasse.

Alle beiden Lima Varianten haben keine digitale Schnittstelle, bieten aber im Inneren jede menge Platz für einen Decoder. Dieser kann im Innenraum oder unter der Inneneinrichtung platziert werden. Hier müssen lediglich Lötarbeiten vorgenommen werden. Platz für einen Lautsprecher der Soundwiedergabe ist ebenso vorhanden und kann nahezu überall platziert werden. Selbst die Beleuchtung kann durch LED erstzt werden. Somit wäre das Problem der schwachen Spitzenbeleuchtung beseitigt.

Etwas vorsichtig sollte man beim abnehmen des Gehäuses sein. Dieses ist nicht verschraubt, sondern muss vom Rahmen abgespreizt werden. Vorsichtig deshalb, weil die Haterungslaschen im inneren dabei leicht brechen können. Dieses würde die Folge haben, dass das Gehäuse hinterher an der einen oder anderen Stelle nicht mehr spaltfrei auf dem Rahmen aufsitzt.

Im ganzen betrachtet ist der ET 30 aber ein wirklich gut gelungenes Modell, welches einzigartig ist und dem Freund der vergangenen Epoche sicher eine Bereicherung sein wird.

Ich hoffe, dieser Beitrag ist euch hilfreich!


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