Leichtathletik-Bekleidung & Schuhe: So finden Sie passende Sportswear fürs Training

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Leichtathletik-Bekleidung & Schuhe: So finden Sie passende Sportswear fürs Training

Laufen, springen, werfen – diese drei Bewegungsabläufe gab es bereits vor tausend Jahren. Diese hat man zusammengefasst und unter den Begriff Leichtathletik gestellt. Dazu gibt es einen umfassenden Regelkatalog. Nicht nur bei den Olympischen Spielen im Mittelpunkt, ist die Leichtathletik auch unter Hobbysportlern sehr beliebt. Die Vereine sind nach wie vor sehr gut gefüllt und die Anfragen auf Mitgliedschaft bleiben gleich hoch. Vor allem wird hierbei der Ausdauerlauf trainiert. Dieser kann auch privat vollzogen werden, was Disziplin braucht – denn regelmäßiges Training, selbst bei eisigen Temperaturen, aber auch in der größten Hitzeschlacht sind ein Muss, um sich selbst zu steigern.

Die passende Kleidung für die Leichtathletik ist ein wichtiger Aspekt dabei. Vor allem sind die Schuhe wichtig, denn diese werden am meisten beansprucht. Im folgenden Ratgeber lesen Sie, auf was es bei der Auswahl der Kleidung für das Training zu achten gilt.

Faszination Leichtathletik – einige Fakten zu dem kräftezehrenden Sport

Wer sich für den Leichtathletiksport entscheidet, sollte sich darüber beuwsst sein, dass man vor allem Einzelkämpfer ist. Es geht um die persönliche Bestzeit, im Wettkampf zusätzlich darum, einen Gegner zu besiegen oder sich mit ihm zu messen. Dabei kann auch die Platzierung oder der Sieg wichtig sein. Lediglich das Staffelrennen ist im Team zu absolvieren.

Um sich aber mehr dem Breitensport Leichtathletik in diesem Ratgeber zu widmen, sollen vor allem das Laufen, das Springen und das Werfen im Mittelpunkt stehen. In der Schule und möglicherweise auch schon davor professionell trainiert, sind diese drei Disziplinen nur durch langes Training kontinuierlich zu steigern. Dementsprechend gesund ist Leichtathletik dann auch:

  • Die Ausdauer wird gefördert sowie die Schnelligkeit und die Muskelkraft. Dies kommt dem Sportler auch im Alltag zugute.
  • Koordinative Fähigkeiten werden ebenso trainiert wie athletische Bewegungsabläufe.
  • Dadurch werden beinahe schon nebenbei viele Kilokalorien verbrannt. So wird ein muskulöser, aber dennoch nicht unnatürlicher Körper geformt.
  • Die Erfolgserlebnisse bewirken, dass Glückshormone ausgeschüttet werden - man wird häufig ausgeglichen er und ruhiger. Vor allem nach einem eher geistig anstrengenden Tag sind eine oder mehrere Disziplinen der Leichtathletik ein guter Ausgleich.

Markante Punkte in der Geschichte der Leichtathletik

Geschichtlich gesehen ist Leichtathletik seit jeher ein Bestandteil der menschlichen Sportkultur. So sind Übungen und Disziplinen, sei es im Training oder bei Olympischen Spielen, seit der Antike bekannt. Die moderne Form der heutigen Leichtathletik ist auf die Entwicklung von Sport in England zurückzuführen. Dort wurden im 19. Jahrhundert leichtathletische Wettkämpfe ausgetragen, und zwar zwischen den beiden populären Universitäten Oxford und Cambridge. Laufen und Springen standen dabei auf dem Plan. Die ersten, rein nationalen Wettkämpfe wurden 1866 in London ausgetragen. Amerika wurde auf den Sport aufmerksam, wodurch es im Jahre 1895 einen erstmalig internationalen Wettkampf zwischen England und den USA gab. In Deutschland wurde 1898 daraufhin die „Deutsche Sportbehörde für Athletik" gegründet, da der Sport auch hierzulande Anklang fand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der stillgelegte Verband in den „Deutschen Leichtathletik-Verband" (DLV) umbenannt, den es bis heute gibt.

Seit Beginn der Olympischen Spiele im Jahre 1896 ist die Leichtathletik dort die Kernsportart. Durch die vielen unterschiedlichen Disziplinen begeistert der Sport eine große Bandbreite an Zuschauern. Interessant ist, dass erst seit 1928 auch Frauen antreten dürfen. Die Marathondisziplin ist erst seit 1984 für die Damenwelt olympisch.

Die passende Kleidung für das Training des Leichtathletiksports

Wenn Sie nun auf den Geschmack gekommen sind und sich für den Leichtathletiksport interessieren, ist eine der ersten Fragen: Was ziehe ich dabei an? Denn die Qual der Wahl wird vor allem dadurch erschwert, dass die unterschiedlichen Disziplinen verschiedene Schwerpunkte legen. Einmal werden die Arme und die Hände stärker belastet, während vor allem beim Lauf die Beine und die Füße im Zentrum stehen.

Zudem unterscheidet sich die Kleidung für das Training von der, die bei Wettkämpfen getragen wird. Denn dort gibt es oftmals viele Vorschriften, auf die aber hierbei nicht näher eingegangen werden soll. Da auch das Laufen, sei es auf der Tartanbahn oder der Anlauf zur Sprunggrube, in jeder Disziplin vorkommt, wird vor allem darauf der Fokus gelegt.

Die Oberbekleidung – worauf ist beim Kauf zu achten?

Da Leichtathletik vor allem eine Sommersportart ist, sollte die Kleidung dementsprechend luftig gestaltet sein. Eine Jacke nach dem Wettkampf ist aber ebenso wichtig, um nicht auszukühlen.

  • Klassisch ist ein T-Shirt. Dieses sollte immer getragen werden, egal, welche Temperaturen herrschen. So wird an kühleren Tagen eine Jacke übergelegt, während das Shirt selbst bei sehr heißen Tagen getragen werden muss. Männer neigen oftmals gerne dazu, das Oberteil wegzulassen. Dies ist nicht zu empfehlen. Denn neben der Gefahr einer Unterkühlung ist auch ein Sturz durch ein T-Shirt besser abgefedert.
  • Dabei darf aber ausgewählt werden, und zwar zwischen dem normalen T-Shirt mit den kurzen Ärmeln und einem Top, das keine Ärmel aufweist. Letzteres hat den Vorteil, dass man eine bessere Bewegungsfreiheit hat. Vor allem beim Werfen wird dies von Sportlern oft bevorzugt. Auch ist die Belüftung dadurch sehr viel besser als bei einem normalen T-Shirt.
  • Der Kragen ist dabei entweder rund geschnitten oder in V-Form gehalten. Oftmals gibt es auch sehr weite Ausschnitte, was weniger der Optik, sondern mehr der Bequemlichkeit dient.
  • Auch Langarmshirts sind sehr beliebt. Vor allem für die Läufer, die längere Strecken vor sich haben, ist das ausgeklügelte System optimal: Die modernen Langarmshirts sind sehr dünn und legen sich perfekt an die Haut an. Dabei bewirken sie trotzdem, dass der Körper durchgehend warm bleibt, aber nie überhitzt. Das geschieht durch die verarbeiteten Materialien, auf die später noch näher eingegangen wird.
  • Allen gemein sein sollte das enge Anliegen. Denn egal, welche der drei Disziplinen ausgeführt wird, der Luftwiderstand sollte so gering wie möglich gehalten werden. So muss man weniger Kraft aufwenden und man kommt schneller voran. Zudem bergen weite Shirts auch ein Sicherheitsrisiko: Schnell kann man sich darin mit einem anderen Gegenstand verhaken.
  • Die Jacken, die nach dem Training im verschwitzten Zustand getragen werden sollten, haben zumeist einen Kragen, der durch einen Reißverschluss geschlossen werden kann. So kühlt auch der Hals nicht aus. Die Bündchen an den Ärmeln sollten elastisch sein, damit auch gegebenenfalls ein längeres Shirt bequem darunter passt. Kordeln am Saum helfen ebenso, den Körper warm - und Wind und Wetter abzuhalten.

Die verarbeiteten Materialien im Laufe der Zeit

  • Das Material ist heutzutage weitestgehend Kunstfaser. Dies hat aus einem guten Grund die Baumwolle abgelöst: Polyester hat die Eigenschaft, den Schweiß aufzunehmen und nach außen hin abzutragen. Dort verdunstet dieser dann. Baumwolle behält die Feuchtigkeit hingegen ein. So ist der Körper durchgehend nass. Man fühlt sich zum einen unwohl, zum anderen riskiert man damit leicht eine Erkältung, da der Körper mit der Zeit zu frieren beginnt. Im Winter hingegen wärmt Kunstfaser.
  • Um die Belüftung zu verbessern, wird zusätzlich auch auf Mesh gesetzt. Dieser luftdurchlässige Stoff, bekannt von Fußballtrikots, bewirkt, dass bei jeder Bewegung zwangsläufig Luft an den Körper strömt und diesen angenehm und nicht zu viel abkühlt.
  • Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Nähte sauber verarbeitet wurden. Diese können vor allem bei Bewegung schnell anfangen, zu kratzen. Das ist unangenehm und hinterlässt unschöne Verletzungen auf der Haut.

Die passenden Hosen für das Training

  • Auch bei den Hosen gilt, dass sie am besten nicht störend sind. Dabei kann man wählen zwischen kurzen und langen Bekleidungen. Es gibt viele Sportler, die auch bei der größten Hitze gerne lange Hosen tragen. Diese bestehen aus Lycra und sitzen damit wie eine zweite Haut. Sie haben zumeist einen Kompressionseffekt, was vor allem für Läufer sehr wichtig ist.
  • Die klassischen Radlerhosen sind oft nicht ganz eng anliegend, damit die Beinfreiheit auch gewährleistet werden kann. Sie fallen durch ein geringes Gewicht auf, sollten am Bund regulierbar sein und auch Zipper befestigt haben. So kann eine perfekte Passform gewährleistet sein.

Die Schuhe sind das Nonplusultra für das perfekte Training

Der perfekte Laufschuh ist nicht leicht zu finden, man sollte sich bei der Suche jedoch viel Zeit lassen. Denn nur ein gut sitzender Schuh wird auch gerne getragen. Tipp: Lassen Sie den Fuß individuell abmessen und per Video-Laufbandanalyse messen.

  • Zuerst gilt es, die Schuhgröße zu bestimmen. Im Vergleich zu Alltagsschuhen kann und muss der Sportschuh um ca. 0,5 bis 1,5 Zentimeter größer sein. Der Grund ist, dass der Fuß sich im Schuh bewegt. Größer allerdings sollte man ihn nicht auswählen, da sonst die Zehen Halt suchen und sich dabei verkrampfen können. Ein zu kleiner Schuh verursacht schnell schmerzhafte Blasen am Fuß.
  • Vor allem die Sohle ist wichtig. Da man sich bei der Leichtathletik in der Regel auf weichen Untergründen bewegt, also Tartan oder Gras, muss die Sohle weniger Druck abhalten als bei einem Lauf auf Beton. Als Faustregel kann man sagen: Je höher das Gewicht des Läufers ist, desto härter sollte die Zwischensohle sein. Die Innensohle, die am Fuß anliegt, muss hingegen luftdurchlässig sein, damit auch Feuchtigkeit entweichen kann. Wer mehr Halt haben möchte, für den sind Spikes zu empfehlen. Vor allem für Werfer ist das ein Vorteil.
  • Das Obermaterial eines guten Schuhs besteht aus Nylon oder Kunstleder. Zusätzlich kann Mesh eingewebt sein. Dadurch dringt Luft an den Fuß, gleichzeitig wird aber Wasser von außen abgewiesen. Echtes Leder ist hingegen schwer zu reinigen und sieht mit der Zeit eher unschön aus.
  • Die sogenannte Zunge darf auch bei einem Laufschuh nicht fehlen. Sie verhindert, dass die Schnürsenkel nicht auf den Fußrücken drücken.
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