Legenden der Fotografiegeschichte: die beliebtesten Zeiss-Kameras

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Legenden der Fotografiegeschichte: die beliebtesten Zeiss-Kameras

Die Zeiss Ikon AG wurde im Jahr 1926 in Dresden gegründet und war bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs einer der bedeutendsten Kamerahersteller der Welt. Von 1930 bis 1939 stellte die Firma Klappkameras der Produktserie "Ikonta" her, die in verschiedenen Ausstattungen und Negativ-Formaten produziert wurden. Als erste Systemkamera wurde im Jahr 1932 die "Contax" vorgestellt, die ab 1936 unter anderem durch die weltweit erste Mess-Sucherkamera, die "Contax I", die zweiäugige Spiegelreflexkamera "Contaflex" und die Schnellschusskamera "Tenax" abgelöst wurde. Nach dem Krieg spaltete sich das Werk in die Zeiss Ikon AG, die ihren Firmensitz nach Stuttgart in die Bundesrepublik Deutschland verlegte und in den VEB Mechanik Zeiss Ikon, der als staatseigenes Werk der Deutschen Demokratischen Republik in Dresden verblieb und später in VEB Pentacon umbenannt wurde.

 

Historische Kameras der Zeiss Ikon AG in der Bundesrepublik Deutschland

Nach 1950 produzierte die Zeiss Ikon AG an verschiedenen Standorten Westdeutschlands Kinoprojektoren, Büromaschinen, Kameras und Objektive. Neben der "Contax I", der "Contax II" und der "Contarex" wurden unter anderem die "Bessamatic", eine mechanische Zentralverschluss-Kleinbild-Spiegelreflexkamera, und die "Icarex 35", eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera, hergestellt. Für die "Icarex 35" entwickelte die Zeiss Ikon AG einen neuartigen Bajonettanschluss, der das unkomplizierte Wechseln von Objektiven ermöglichte. Wenn Sie Liebhaber historischer Kameras für Kleinbildfilme sind, finden Sie diese Kameras bei eBay in der Kategorie "Foto & Camcorder" unter der Rubrik "Photographica".

  

Kameras des VEB Mechanik Zeiss Ikon

Der in der Deutschen Demokratischen Republik verbliebene Betriebsteil änderte nach 1953 häufiger seinen Namen, unter anderem ab 1964 in VEB Pentacon Dresden. Seit 1985 gehörte Pentacon zum VEB Carl Zeiss Jena. Besonders bekannt sind noch heute die von Pentacon hergestellten Spiegelreflexkameras der Baureihe "Praktica", die auch ins Ausland exportiert wurden. Im Versandhaus Quelle waren diese Kameras bis zum Jahr 2001 unter dem Namen "RevueFlex" erhältlich. Daneben wurden die "Pentacon Super" und die "Pentacon SIX TL" hergestellt, eine Mittelformatkamera, die mit einem P6-Bajonett ausgestattet ist. Diese Kamera wurde auch in Australien unter dem Namen "Hanimex 66" verkauft.

  

Zeiss-Kameras nach der deutschen Wiedervereinigung

In der Bundesrepublik wurde die Produktion von Zeiss-Kameras bereits 1972 eingestellt. Die Pentacon GmbH und das Kamerawerk Dresden GmbH produzieren als Nachfolgebetriebe des VEB Pentacon Dresden heute Spezial- und Digitalkameras, vor allem für den Markt in China. Die Carl Zeiss AG entwickelte im Jahr 2005 die "Zeiss Ikon (ZI)" mit Leica M Bajonett, eine Mess-Sucherkamera für Kleinbildfilm mit Wechselobjektiven, die bis zum Jahr 2012 von der japanischen Firma Cosina in Serie gefertigt wurde und das Potenzial zum modernen Klassiker hat.

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