Lavite Kaffeemaschine

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Die Erfahrungswerte der bisherigen Kommentatoren kann ich nur in wenigen Punkten teilen. Allerdings habe ich meine Maschine bereits vor knapp 3 Jahren ersteigert (für weniger als 25 Euro), vielleicht war damals die Qualität besser als später.

Den Kritikpunkten, dass der Kaffee nicht heiß sei, die Maschine nach Plastik rieche bzw. Schlieren absondere, die Kanne aus "rachitischem" Glas sei, kann ich aus meiner Sicht nur in vollem Umfang widersprechen. Bis heute ist die volle Kanne Kaffee nach etwa 10 Minuten fertig und fast kochend heiß. Typische Billig-Plastik-Merkmale wie Geruch bzw. Absonderungen gab es von Anfang an nicht. Und die Kanne hat bis heute ebenfalls keinerlei Schwächen gezeigt.

Die Antitropf-Mechanik des Filtereinsatzes zeigt sich nur dann problematisch, wenn z.B. aus einer undichten Filtertüte etwas Kaffeepulver hineingelangt ist. Dann allerdings ist es nicht so einfach, das Teil zu reinigen und wieder dicht zu bekommen.

Massive Kritik verdient allerdings der Wassertank - genauer dessen nicht unproblematisches Befüllen. Man muss schon sehr gezielt, mit ruhiger Hand und vor allem einiger Geduld das Wasser eingießen, sonst landet ein erheblicher Teil entweder im Filter und/oder neben der Maschine - also alles anderes als benutzerfreundlich. Aber die eklatante Diskrepanz zwischen Design und Benutzerfreundlichkeit und/oder Qualität ist ja vielen so genannten Designerobjekten zueigen.

Mein Fazit: In Relation zum damals bezahlten Preis hatte ich noch keine bessere Kaffeemaschine (und ich hatte in meinem Leben schon etliche ;-) - vom Noname-Produkt wie Lavite bis zu "Nobelmarken" zu entsprechenden Preisen). Wie lange sie noch ihren Dienst tun wird, hängt wahrscheinlich am ehesten davon ab, wann ich dem "Vollautomaten-Hype" erliege.

Mein Tipp an alle potenziellen Käufer einer Lavite-(Kaffee-)Maschine: Die durchaus mit Recht gerügten "Mondpreise" sollten Sie nicht wirklich ernst nehmen und sich in der Auktion ein Limit unter der Hälfte dieser vorgeblichen UVPs  setzen.

Und wenn Ihr geliefertes Gerät dann tatsächlich die von meinen KollegInnen geschilderten Symptome aufweist, ab in den Karton und sofort zurück damit. 

Die geschilderten Probleme in der Reklamationsabwicklung (Beweislastumkehr) existieren real insofern nicht, als es in den ersten 2 Jahren völlig unerheblich ist, wann z.B. die Maschine undicht geworden ist: Sie müssen ja nicht beweisen, dass der Mangel von Anfang an vorhanden war, sondern dass er innerhalb der gesetzlichen 2-Jahresfrist ab Kaufdatum aufgetreten ist.

Ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen - und vor allem nicht den Verdacht einer hier unzulässigen Rechtsberatung aufkommen zu lassen: Die oft missverstandene Beweislastumkehr nach 6 Monaten hat Auswirkungen auf das Procedere der Abwicklung, Ihren Anspruch auf ein einwandfreies Produkt schränkt sie in keiner Weise ein.

Inwieweit es sich allerdings bei einem Niedrigpreisprodukt nach beispielsweise eineinhalb Jahren Gebrauch lohnt, "ein Fass aufzumachen" (und z.B. einen Anspruch von unter Hundert mit einem Aufwand von einigen Hundert Euro durchzusetzen), bleibt jedem selbst überlassen.
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